Der Fall Sarrazin, oder: Wie man einen Rechtspopulisten herstellt (Redux)

Jede Kultur bekommt die Skandale die sie verdient. Und jede politische Kultur bekommt die populistischen Zündler, die sie verdient. Wie die einen ihm dann klammheimlich zustimmen, die anderen sich empört zeigen, allesamt ihm aber das Brennmaterial liefern, das hat mittlerweile seine feste Dramaturgie in den europäischen Demokratien. In den Erscheinungen der Rechtspopulisten bündeln sich nicht nur die verborgenen Impulse von Missgunst, Aggression und ganz einfach Dummheit, sie scheinen, wie andernorts die begnadeten Komiker etwas von der verborgenen Seele einer Gesellschaft auszudrücken, etwas, von dem man nicht gern spricht, und dem man doch auf Schritt und Tritt begegnet, genau das, was einem gebildeten Menschen am eigenen Land so furchtbar peinlich ist. weiterlesen: Das Georg-Seeßlen-Blog

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1 Gedanke zu „Der Fall Sarrazin, oder: Wie man einen Rechtspopulisten herstellt (Redux)

  1. Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Bedeutung von Meinungsfreiheit hervorgehoben. Sie würdigte den dänischen Karikaturisten Kurt Westergaard. Kurt Westergaard ist bekannt fürs seine Mohammed Karikaturen. Zu Sarrazins Buch sagte Merkel, dass dieses ausgrenzend wirke und ähnliche Äusserungen. Das verstehe ich nicht. Ist das nicht ein absoluter Widerspruch.

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