Im Labyrinth der PEGEDA-Bewegung (von Guido Rohm)

Dienstag, 20-01-2015 um 22:01 Uhr

Auszug aus dem kommenden Großroman von Raimund Wendler

“Als ich am Tatort ankam, tranken die Kollegen gerade einen Kaffee. Man hatte die Leiche eines jungen Mannes in einem Asylbewerberheim gefunden.
“Natürliche Todesursache”, sagte Milbinger.
“Und diese Wunden?” Ich zeigte auf die vierzig frischen Wunden, die vermutlich von einem Messer stammten.
“Oh”, sagte Milbinger, winkte dann aber ab. “Die hat er sich selbst beigebracht. Auf jeden Fall hatte er sie schon, als wir ihn fanden.”
Ich nickte. Das erklärte alles. Wir tranken noch einen Kaffee und fuhren zum nächsten Tatort. (Seite 17)

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Dienstag, 20-01-2015 um 12:38 Uhr

Liebe Lügenpresse,

warum machst du dich lustig über uns? Weil wir mehr wissen? Weil wir genau wissen (siehe “Die Protokolle der Weisen vom Mars”), dass die Schwemme von Außerirdischen uns vom Antlitz der Erde spülen wird? Es hätte nie soweit kommen dürfen. Es wird unser Untergang sein, dass wir jeden x-beliebigen Außerirdischen aufnehmen. Und die meisten von ihnen sind Drogenhändler, Mörder, die im gesamten Sonnensystem gesucht werden. Auch ihr Glaube ist nicht der unsere. Es wird zu einem Kampf der Spezies kommen. Mensch gegen Wekotaner. Mensch gegen Aldianer. Mensch gegen Schnaufs. Oh, die Schnaufs sind fürchterlich. Sie werden uns – einfach so – wegschnaufen. Und dann? Es gibt Vermutungen, dass die Schnaufs bereits die Hälfte des Universums wegschnauft haben. Und was macht unsere Politik? Oder Sie von der Lügenpresse? Nichts. Sie verbreiten weiterhin die Lüge, es gebe gar keine Außerirdischen. Es widert uns an.

Lutz Butzelmann (von der PEGEDA-Bewegung)

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Montag, 19-01-2015 um 20:18 Uhr

EILMELDUNG

Ich fordere als Aldianer hiermit den Lebensmitteldiscounter ALDI auf, seinen Namen aufzugeben. ALDI ist eine Gottheit, die das Universum vor 70 Jahren (älter ist es nämlich nicht) ausschwitzte. Ein solches Wesen sollte nicht mit Produkten wie Toilettenpapier in Verbindung gebracht werden. Hier werden unsere religiösen Gefühle mit den Füßen getreten. Sollte ALDI nicht auf unsere Forderung eingehen, werden wir Aldianer (7 an der Zahl) die Kette fortan bestreiken. Man überlege sich also genau, was man zu tun beabsichtigt.

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Montag, 19-01-2015 um 20 Uhr

Eigentlich mache ich Pause, aber es gibt Forderungen, die man teilen muss:

3 Forderungen der PEGEDA (Patriotische Europäer gegen die Extraterrisierung des Abendlandes)

1. Straffällig gewordene Außerirdische müssen augenblicklich auf den Saturn abgeschoben werden.

2. Eine Pizza für jeden Demonstranten.

3. Bewahrung und Schutz unserer abendländischen Kultur (Gina Wild, RTL II und Schlaghosen).

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Montag, 19-01-2015 um 10 Uhr

Wie ich kurzzeitig Teil der PEGEDA-Bewegung wurde

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Als ich dereinst, Sie werden sich nicht daran erinnern, denn Sie waren nicht vor Ort, flanierte, schlossen sich mir – es war, als wären sie aus dem Boden gewachsen – mehrere Personen an. Ob dies eine Demonstration sei, fragte man mich. Ich verneinte. Das sei nicht weiter schlimm – war die Reaktion – jetzt sei es eine, und zwar eine gegen die Extraterrisierung des Abendlandes. Ich hob eine Augenbraue, jene, die in der Lage war, ein Fragezeichen zu bilden. Es ginge darum, dass verhindert werden müsse, dass Außerirdische den deutschen Staat unterwandern. Die Gefahr sei nicht zu unterschätzen, auch wenn außerirdisches Leben offiziell noch nicht ausgemacht worden sei. Es bestehe und lebe unter uns, allein, dass wir nichts davon wüssten, liege an der Lügenpresse, die den Fakt beständig verschweige. Ich war entrüstet. So wurde ich Teil von PEGEDA. Die Pläne meiner Mitdemonstranten sahen vor, Raumschiffe zu bauen, um so gezielt gegen die Außerirdischen kämpfen zu können. Einige, die bereits gelandet seien, so einer gewisser Butzelmann, habe man in Asylantenheimen untergebracht. Die Vorbereitungen zu einer Invasion seien in vollem Gange. Entsetzt beschleunigte ich meine Schritte, die mich, ich war zu rasch, einer anderen Demonstration zutrugen, die sich um die bevorstehende Jenseitisierung des Abendlandes kümmerte. Und dabei hatte ich nur ein wenig flanieren wollen.

Guido Rohm

Bild: Kundgebung für Weltoffenheit, Mitmenschlichkeit und Dialog im Miteinander am 10. Januar 2015 auf dem Neumarkt vor der Frauenkirche in Dresden (Anti-Pegida)  CC-BY-SA 4.0  Dr. Bernd Gross – Eigenes Werk

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