Ein neues Leben (Regie: Edoardo Winspeare)

Klein, aber fein: Eine Familie geht mit ihrem Unternehmen in die Pleite und muss neu anfangen. Dabei erweisen sich die Frauen mehrerer Generationen als ungemein stark.

Mehr wird nicht erzählt. Das aber mit viel Feingeist. Klar, kleine Episoden lockern die Sozialstudie auf. Heiteres und Melancholisches wechselt. Alles sehr klug, alles voller Gefühl, ohne ins Gefühlige abzurutschen. Und: Alles geprägt von wunderbarem Schauspiel. Die hierzulande kaum bekannten Aktricen strahlen eine Energie aus, dass es einen im Kinosessel wirklich mitreißt. Sämtliche Schauspielerinnen überzeugen nicht nur, sie fesseln, sie begeistern.

Man kann einwenden, dass die Story, in der die Frauen als Öko-Bäuerinnen zu neuen Ufern aufbrechen, ein wenig zu rosig anmutet, dass die Realität noch ganz andere Härten und Fallen aufweist, als hier gezeigt. Aber man kann sich auch einfach daran erfreuen, wie liebevoll der Film versucht, Mut zu machen, das eigene Leben in die Hand zu nehmen.

Und: Endlich mal wieder ein Spielfilm, der fern von Agitation – und alles andere als platt, auch nicht glorifizierend – vom Wert ehrlicher Arbeit erzählt.

Peter Claus

Bilder: © Kairos

Ein neues Leben, von Edoardo Winspeare (Italien 2014)

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