Achim Szepanski: Kapitalisierung – Eine Rezension von Paul Stephan

Während die Menschen noch immer meinten, sie seien in ihren Entscheidungen frei und autonom – zumindest, wenn sie sich genug selbst reflektieren würden – war dieser kümmerliche Rest an Reflexivität doch nur ein Mittel, um ihnen ein geringes Gefühl an Würde zu lassen, das bei dieser arroganten Spezies nun einmal als Selbsttäuschung nötig ist, um sie am Arbeiten zu halten. Letztendlich war diese Inszenierung ohnehin schon lange nahezu unnötig geworden, denn die wahre Arbeit ging schon längst nicht mehr von den Menschen und ihren ineffizienten Gehirnen aus, sondern gewaltigen Rechenmaschinen, die sich der Kapazitäten der Gehirne als Netzwerkknotenpunkte bedienten. Und wer bediente die Maschinen? Ja, die Menschen bedienten sie, doch sie steuerten sie schon lange nicht mehr …“

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2 Gedanken zu „Achim Szepanski: Kapitalisierung – Eine Rezension von Paul Stephan

  1. Ich musste nach anfänglichem Enthusiasmus bezüglich Kapitalisierung meine Auffassung einer gründlichen Revision unterziehen. U.a. kann ich inzwischen nicht mehr sehen, was das Novum sein soll. Manches was in Stephans Kritik als solches dargestellt wird, mag für den zeitgenössischen deutschsprachigen Marxismus neu sein, die reale Dystopie eines algorithmisch gesteuerten Panopticons, in dem ein automatisiertes Subjekt in der Illusion seiner Individualität lebt, ist aber seit Jahren Gegenstand der Erwägung. Man denke hierbei z.b. an den Franzosen Bernard Stiegler (der nebenbei auch noch den Vorzug hat verständlich zu schreiben). Dies, die Frage, ob Szepanskis Auffassung der Kapitalisierung wirklich weiterführend ist und insbesondere auch Szepanskis Laruelle-Rezeption wird noch kritisch untersucht werden müssen. Einstweilen ergibt eine Stichprobe in Kapitalisierung, Bd. II, Kap. 7.3 ein Bild, das mit Stephans Rezension kaum zur Deckung zu bringen ist.

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