Deutschstunde (Regie: Christian Schwochow)

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Immer wieder flattert weiße Wäsche, immer und immer wieder kommen Tier- und Vogelkadaver ins Bild. Metaphernlastig bleibt es auch die gesamten 125 Minuten. Dabei ist das noch nicht einmal das Nervigste an dieser Verfilmung der „Deutschstunde“ (Siegfried Lenz), jenem Roman der zu den absoluten Klassikern deutscher[…]

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Clemens Klünemann: Sigmaringen. Eine andere deutsch-französische Geschichte

Mythos Sigmaringen – zwischen Tabuisierung und Dämonisierung | Ein ideengeschichtlicher Rückblick auf ein dunkles Kapitel deutsch-französischer Geschichte und eine zweifelhafte Schuldzuschreibung an den Pazifismus als Hort der Kollaboration | „In der Tat,“ schreibt der Romanist Clemens Klünemann in seinem „Sigmaringen. Eine andere deutsch-französische Geschichte“ genannten[…]

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Systemsprenger (Regie: Nora Fingscheidt)

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„Systemsprenger“ war einer der deutschen Wettbewerbsbeiträge der diesjährigen Berlinale und erhielt den Silbernen Bären. Dieser Tage wurde bekannt, dass der Film als deutscher Beitrag ins Rennen um den Auslands-Oscar 2020 geht. Die bundesdeutsche Kritik war sich einig wie selten. Der Film sei von einer unglaublichen[…]

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„Biete Welt!“

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„Biete Welt!“ so lautet der Lockruf von „Madame X“, einer scharfen Lady im Lederdress. Wer dabei allerdings an Madonna (Louise Ciccone) denkt, ist auf dem falschen Dampfer. Denn hier handelt es sich um „Madame X“ aus dem gleichnamigen Film von Ulrike Ottinger. Über vierzig Jahre[…]

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Fliegenköpfe (11)

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BÜCHERBRIEF AN LISETTE | liebe lisette, sankt petersburg gerade hinter dir, vor mir ein buch, in der einer das unbedingt will: nach sankt petersburg (wie tschechows drei schwestern nach moskau, nach moskau – aber der russe, der in diesem fall das gemüt der figuren bewegt,[…]

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Paranza – der Clan der Kinder (Regie: Claudio Giovannesi)

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Eigentlich nette Jungs mit den üblichen Träumen und Wünschen: hübsche Mädels, schicke Klamotten und schnelle Motorroller. Wenn da nur nicht der Biotop wäre, in dem sie aufwachsen. In dem Fall handelt es sich um Neapel, wo bereits Kinder mit schweren Waffen unterwegs sind. Für sie[…]

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Ich war zuhause, aber… (Regie: Angela Schanelec)

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„Ich war zuhause, aber…“ spielt in einem Spätsommer in Berlin. Astrid (Maren Eggert) hat einen 13-jährigen Sohn Phillip, der verschwunden war und jetzt wieder aufgetaucht ist. Astrid kommt angerannt, um den Jungen vom Jugendamt abzuholen. Schwer atmend fällt sie vor ihm auf die Knie, umarmt[…]

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Arno Schmidt, Hans Wollschläger: Bargfelder Ausgabe. Briefe von und an Arno Schmidt – Band 4: Der Briefwechsel mit Hans Wollschläger (Zweiter Teil)

Im Schatten des Großherrn Ein tausendseitiger Briefwechsel erinnert daran, was der Schriststeller Arno Schmidt und sein Schüler Hans Wollschläger vor 50 Jahren im Bamberger Underground trieben. Zweiter Teil Ein Schuß in den Unterleib ist keineswegs das höchste der Gefühle. | Karl May: Der Geist der[…]

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Matthias Waechter: Geschichte Frankreichs im 20. Jahrhundert

Die heilige Einheit der Nation als Allheilmittel Von Clemenceaus „Union sacrée“ bis zu Macrons „En Marche“-Bewegung. Matthias Waechter legt eine eindrucksvolle Untersuchung zur „Geschichte Frankreichs im 20. Jahrhundert“ vor. Charles de Gaulle und Philippe Pétain: zwei Antipoden in der jüngeren Geschichte Frankreichs, wie man sie[…]

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Leid und Herrlichkeit (Regie: Pedro Almodóvar)

Pedro Almodóvar wird im September grad mal 70 – und legt schon jetzt ein stark von Altersweisheit geprägtes Werk vor. Staunen ist angesagt. Soviel Kino-Wonne ist selten! Der spanische Autor und Regisseur ist in den letzten drei Jahrzehnten mit Auszeichnungen geradezu überhäuft worden: „Das Gesetz[…]

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Willkommen beim Shakespeare Festival im GLOBE Neuss

Hier gibt es Stücke des elisabethanischen Meisters authentisch und hautnah – mit dabei ist das in Potsdam beheimatete Theater Poetenpack mit „Romeo und Julia“ vom 08. bis 10. Juli Shakespeare forever! Alle Jahre wieder lädt Shakespeare nach Neuss ins nachgebaute Globe Theatre. Inszenierungen aus aller[…]

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Arno Schmidt, Hans Wollschläger: Bargfelder Ausgabe. Briefe von und an Arno Schmidt – Band 4: Der Briefwechsel mit Hans Wollschläger (Erster Teil)

His Master’s Voice Ein tausendseitiger Briefwechsel erinnert daran, was der Schriststeller Arno Schmidt und sein Schüler Hans Wollschläger vor 50 Jahren im Bamberger Underground trieben. Erster Teil … doch was red‘ ich da –: forget it – but forget me not | Hans Wollschläger an[…]

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Düsseldorfer Schauspielhaus (Junges Schauspiel): Mr. Nobody

Nach den Romanen haben die Theater – immer auf der Suche nach Novitäten – die Spielfilme entdeckt. Mehr und mehr werden Kino-Hits für die Bühne bearbeitet. Das geht nicht immer gut. In Düsseldorf nun ist Staunen angesagt: die Adaption von Jaco Van Dormaels „Mr. Nobody“[…]

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Aladdin (Regie: Guy Ritchie)

Auf ein Neues. Nun also „Aladdin“ zum Zweiten. Basierend auf dem Animations-Erfolg von 1992 ist dem Disney-Konzern nun das gelungen, was dessen Gründer Walt Disney immer haben wollte: Ein spannendes, das Herz in Wallung bringendes, unterhaltsames Filmerlebnis für die ganze Familie. Die Real-Verfilmung des berühmten[…]

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Liebesfilm (Regie: Robert Bohrer, Emma Rosa Simon)

Zwei nicht mehr ganz so junge Menschen im Frühling in Berlin. Sie heißt Ira und macht irgendwelchen „Computerkram“ in Peshawar, wo sie ab und an hinmuss. VPN einrichten und so was, damit ein Angestellter des Goethe-Instituts mit seiner Liebsten telefonieren kann. Ein Goethe-Institut in Pakistan[…]

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Fight Club im Düsseldorfer Schauspielhaus

Man ist ja schon froh, wenn in der Flut von Novitäten auf deutschsprachigen Bühnen ein Stoff auftaucht, der Ansätze zu einer kritischen Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Entwicklungen offeriert. Insofern ist dieser Uraufführung von vornherein Zuspruch sicher. Die Inszenierung von Roger Vontobel, Hausregisseur in Düsseldorf, hat den[…]

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Peter Demetz: Diktatoren im Kino. Lenin – Mussolini – Hitler – Goebbels – Stalin

Herren der Zeit, Kinder ihrer Zeit Der Literaturwissenschaftler Peter Demetz begleitet fünf Diktatoren ins Kino, aber er beschränkt sich bei seiner Erklärung für ihre Film-Manie leider weitgehend auf Einzeldarstellungen. „Ich war“, schreibt der 1922 geborene Peter Demetz, „ein früher Filmfan.“ Leicht wehmütig beschreibt der spätere[…]

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Agnès Poirier: An den Ufern der Seine – Die magischen Jahre von Paris 1940 – 1950

Existenzialismus oder wer schläft mit wem Detailreich und mit großer Lust an biographischen Anekdoten erzählt Agnès Poirier von Sartre, Beauvoir, Camus & Co und den 40er Jahren in Paris „Fröstelnd las Koestler Merleau-Pontys Replik fertig. Der uralte Ölofen in seinem Arbeitszimmer versagte wieder einmal seinen[…]

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Fliegenköpfe (9)

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BÜCHERBRIEF AN UWE lieber uwe, klar, hab ich’s mit der elf: sie ist die einzige zahl, die gleichzeitig ein wesen benennt, noch dazu eins, das entfernt zu tun hat mit märchen und zauberei. weißt du nicht mehr: meine monatlichen kaffeeblüten vor zig jahren im frankfurter[…]

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Asche ist reines Weiß (Regie: Jia Zhangke)

Die Wunder des Fortschritts China, so stellt man sich das manchmal gerne vor, wurde dazu verdammt, die Geschichte von Kapitalismus, Liberalismus, sogar von der Demokratisierung und ihrem Scheitern, von Boom und Krise, wie sie den Westen prägte, in kurzer Zeit und trotz der gewaltigen Größe[…]

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