Düsseldorfer Schauspielhaus (Junges Schauspiel): Mr. Nobody

Nach den Romanen haben die Theater – immer auf der Suche nach Novitäten – die Spielfilme entdeckt. Mehr und mehr werden Kino-Hits für die Bühne bearbeitet. Das geht nicht immer gut. In Düsseldorf nun ist Staunen angesagt: die Adaption von Jaco Van Dormaels „Mr. Nobody“ […]

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Aladdin (Regie: Guy Ritchie)

Auf ein Neues. Nun also „Aladdin“ zum Zweiten. Basierend auf dem Animations-Erfolg von 1992 ist dem Disney-Konzern nun das gelungen, was dessen Gründer Walt Disney immer haben wollte: Ein spannendes, das Herz in Wallung bringendes, unterhaltsames Filmerlebnis für die ganze Familie.

Die Real-Verfilmung des berühmten Stoffes […]

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Liebesfilm (Regie: Robert Bohrer, Emma Rosa Simon)

Zwei nicht mehr ganz so junge Menschen im Frühling in Berlin. Sie heißt Ira und macht irgendwelchen „Computerkram“ in Peshawar, wo sie ab und an hinmuss. VPN einrichten und so was, damit ein Angestellter des Goethe-Instituts mit seiner Liebsten telefonieren kann. Ein Goethe-Institut in Pakistan […]

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Fight Club im Düsseldorfer Schauspielhaus

Man ist ja schon froh, wenn in der Flut von Novitäten auf
deutschsprachigen Bühnen ein Stoff auftaucht, der Ansätze zu einer kritischen
Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Entwicklungen offeriert. Insofern ist
dieser Uraufführung von vornherein Zuspruch sicher.

Die Inszenierung von Roger Vontobel, Hausregisseur in Düsseldorf, hat den Roman von Chuck Palahniuk […]

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Peter Demetz: Diktatoren im Kino. Lenin – Mussolini – Hitler – Goebbels – Stalin

Herren der Zeit, Kinder ihrer Zeit

Der Literaturwissenschaftler Peter Demetz begleitet fünf Diktatoren ins Kino, aber er beschränkt sich bei seiner Erklärung für ihre Film-Manie leider weitgehend auf Einzeldarstellungen.

„Ich war“, schreibt der 1922 geborene Peter Demetz, „ein früher
Filmfan.“ Leicht wehmütig beschreibt der spätere
Literaturwissenschaftler, dass die bewegten […]

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Agnès Poirier: An den Ufern der Seine – Die magischen Jahre von Paris 1940 – 1950

Existenzialismus oder wer schläft mit wem

Detailreich und mit großer Lust an biographischen Anekdoten erzählt Agnès Poirier von Sartre, Beauvoir, Camus & Co und den 40er Jahren in Paris

„Fröstelnd las Koestler Merleau-Pontys Replik fertig. Der uralte Ölofen in
seinem Arbeitszimmer versagte wieder einmal seinen Dienst. Koestler
stand auf […]

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Fliegenköpfe (9)

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BÜCHERBRIEF AN UWE

lieber uwe,

klar, hab ich’s mit der elf: sie ist die einzige zahl, die gleichzeitig ein wesen benennt, noch dazu eins, das entfernt zu tun hat mit märchen und zauberei. weißt du nicht mehr: meine monatlichen kaffeeblüten vor zig jahren im frankfurter „strandgut”: […]

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Asche ist reines Weiß (Regie: Jia Zhangke)

Die Wunder des Fortschritts

China, so stellt man sich das manchmal gerne vor, wurde dazu verdammt, die
Geschichte von Kapitalismus, Liberalismus, sogar von der
Demokratisierung und ihrem Scheitern, von Boom und Krise, wie sie den
Westen prägte, in kurzer Zeit und trotz der gewaltigen Größe des
Landes oft auf engem […]

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Im Land meiner Kinder (Regie: Dario Aquirre)

„Bitte langsam, bitte langsam! Ich bin Ausländer und spreche nicht gut deutsch!“ Dario Aquirre,
Maler, Performance-Künstler und Filmemacher aus Ecuador, hat aus diesem Satz
einen rapartigen Song gemacht. Es ist bei weitem nicht sein einziger, aber ein
ausgesprochen witziger Versuch der künstlerischen Verarbeitung dessen, was seit
über 15 Jahren […]

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Agnès Varda, eine Revolutionärin des französischen Kinos ist am 29. März 2019 im Alter von 90 Jahren gestorben.

Daniela Kloock schrieb im Mai 2018 über einen ihrer letzten Filme auf getidan:

Augenblicke: Gesichter einer Reise (Regie: Agnès Varda)

Agnès Varda ist die charismatische Königin des französischen Kinos. Sie hat fast den kompletten Männerreigen der Nouvelle Vague überlebt, Truffaut, Chabrol, Rivette, Resnais, Rohmer – nur einer […]

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Filme der Berlinale 2019 – “Überleben an den Rändern des Kapitalismus …”

Buoyancy (Regie: Rodd Rathjen)

Wieder ist es das überzeugende Spiel eines Laiendarstellers, welches den Film trägt. Cahkra ist erst 14 Jahre alt und arbeitet schwer auf den Reisfeldern in Kambodscha. Um den Konflikten mit seinem Vater zu entgehen, haut er von zu hause ab und versucht […]

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Schwejk (nach Jaroslav Hašek) am Düsseldorfer Schauspielhaus

Man kennt sie, die großen Schelme der Literatur: den Simplicissimus, Till Eulenspiegel, Don Quijote, Schwejk … Die Namen sind bekannt. Die Bücher aber, in denen ihre Abenteuer geschildert werden, gehören wohl kaum noch zum allgemeinen Lesestoff. Auf der Großen Bühne des Central lässt sich nun […]

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Die zweite Heimat – Fotografien von Peter Bialobrzeski

Heimat ist ein großes, ein
undurchsichtiges, ein prekäres Wort. Für manche bedeutet Heimat
Sicherheit, Geborgenheit und Identität, für andere Flucht oder
Widerstand, Ab- oder Ausgrenzung. Jahrzehntelang auf Grund seiner
Instrumentalisierung durch die Nazis so gut wie tabu, taucht der
Begriff jetzt immer häufiger auf. Tourismus, Werbung, aber auch
Gesellschafts- und Sozialpolitik […]

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Ein perfekter, allzu perfekter Alleskönner namens Mickey

Zum 90. Geburtstag der berühmtesten Maus der Welt öffnet der Disney-Konzern sein Archiv und der Taschen-Verlag legt eine neue, maßstabsetzende Chronik vor.

Ich muss etwas zugeben. Walt Disneys Mickey Mouse hat in meiner Kindheits- und Jugendwelt keine sehr große Rolle gespielt. Zwar bekam ich wöchentlich […]

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Bertolt Brechts „Mann ist Mann“ am Düsseldorfer Schauspielhaus

Eine Produktion der Schauspielstudent*innen am D’haus | Premiere am 19. Januar 2019 | Kleine Bühne im Central

Studierende werden am Düsseldorfer Schauspielhaus gut und kontinuierlich betreut. (An vielen Theatern der Republik geschieht das nur sporadisch oder gar nicht.) Jüngstes positives Beispiel: die Inszenierung von Bertolt Brechts […]

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Fahrenheit 11/9 (Regie: Michael Moore)

„How the fuck could this happen?“. Dies fragt sich Michael Moore in seinem neuen Film „Fahrenheit 11/9“ und sucht Antworten darauf, wie in einer der avanciertesten westlichen Demokratien ein „Neofaschist mit Twitteraccount“ (so M. M.) Präsident werden konnte. Mittlerweile scheint der US-amerikanische Filmemacher („Bowling for […]

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Meine Welt ist die Musik – Der Komponist Christian Bruhn (Regie: Marie Reich)

„Meine Welt ist die Musik“ – der Titel, den die Regisseurin Marie Reich für ihren Film gewählt hat, ist auch das Lebensmotto Christian Bruhns. Daß der 84-Jährige Wahlmünchner einer der erfolgreichsten Komponisten und Musikproduzenten der Nachkriegszeit ist, weiß kaum jemand. Dabei hat er die Hits […]

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Adam & Evelyn (Regie: Andreas Goldstein)

Anfang, Mitte der 1990-er Jahre machte der Begriff von der „Nischengesellschaft“ die Runde. Günter Gaus hatte ihn geprägt, um damit die Lebenssituation eines Großteils der DDR-Bevölkerung zu Mauer-Zeiten zu charakterisieren. Jetzt, fast dreißig Jahre danach, haben wir hier den ersten Spielfilm aus deutschen Landen, dem […]

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Colette (Regie: Wash Westmoreland)

Sie war ein Superstar für unserer Großeltern und Urgroßeltern: die französische Autorin Colette (1873 – 1954), eigentlich Sidonie-Gabrielle Claudine Colette. Ihre Berühmtheit ist mit der heutiger Pop-Stars vergleichbar. Ihr Markenzeichen war ein frivol-eleganter Stil in der Zeichnung üppiger Sittengemälde. Ihre Popularität rief auch immer wieder […]

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Drei Gesichter (Regie: Jafar Panahi)

Der neue Film des im Iran unter Berufsverbot stehenden Regisseurs
Der Film beginnt mit einer Video-Botschaft, einer verzweifelten Anklage, einer drohenden Ankündigung. Eine junge Frau (Marziyeh) spricht in die Kamera. Unter Tränen erzählt sie von ihrer großen Leidenschaft. Sie wäre gerne Schauspielerin geworden, hat die Aufnahmeprüfung […]

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