Oskar Negt: Überlebensglück. Eine autobiographische Spurensuche

Goethe im Tausch gegen Eier

Der Soziologe Oskar Negt geht auf autobiographische Spurensuche und schildert seine Erlebnisse als ein ostpreußisches Flüchtlingskind, das Überlebensstrategien entwickelte und ein Leben lang Glücksmomente erlebte.
Filme lassen zuweilen innere Wunden aufbrechen. Erst recht, wenn es sich um historische Filme handelt, deren […]

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Gertrud Koch: Die Wiederkehr der Illusion – Der Film und die Kunst der Gegenwart

Die Unausweichlichkeit der Illusion

In ihrem neuen Buch „Die Wiederkehr der Illusion“ bricht die Berliner Filmwissenschaftlerin Gertrud Koch eine Lanze für das „illusionsästhetische Potenzial“ des Films

„Illusionen, Illusionen, sind das Schönste auf der Welt. Illusionen, Illusionen, sie sind das, was uns am Leben hält“. Hildegard Knefs populärer […]

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Richard Condon: The Manchurian Candidate

Buch der Stunde:
Richard Condons Bestseller „The Manchurian Candidate  („Botschafter der Angst“) von 1959

Unvorstellbar wäre noch vor 20 Jahren gewesen, wie gerade in diesen Wochen sämtliche Archetypen des Kalten Krieges auf den Kopf gestellt werden, wie ausgerechnet die US-Partei der Kommunistenfurcht im Namen der internationalen Geschäftemacherei jahrzehntelang gepflegte […]

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Die Leidenschaft der Erkenntnis

Artistic Research ist ein vages Diskurs-Zauberwort. Judith Siegmund versammelt Beiträge zur Frage: „Wie verändert sich Kunst, wenn sie als Wissenschaft verstanden wird?“

Ein Kontinent als Farbenstrudel

Drei Jahre nach dem Militärputsch in Chile 1970 reiste der Künstler Juan Downey von New York zur Südspitze Südamerikas. Er filmte […]

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Von Edelfedern Phrasendreschern und Schmierfinken von Honore de Balzac

Honoré de Balzac: Von Edelfedern, Phrasendreschern und Schmierfinken. Die schrägen Typen der Journaille

Vulgarisatoren und Nihilogen

Honoré de Balzac und seine gnadenlos einseitige Abrechnung mit der Pariser Presse des frühen 19. Jahrhunderts

„Die erste Freiheit der Presse besteht darin, kein Gewerbe zu sein“. Diesen Satz schrieb der junge, junghegelianisch beeinflusste Karl Marx in den ersten Monaten seiner Arbeit […]

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Taschens neuer Coup: „Das Walt Disney Filmarchiv“ öffnet sich und bringt übersehene wie klassische Animationsfilme zu Ehren

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Ein in jeder Beziehung gewichtiges Buch, das zum Schwärmen verführt

Um es in der Angebersprache eines Werbetexters zu sagen: Dies ist ein Buch, an dem man sich kaum sattsehen und endlos festlesen kann. Ein Buch, das allein vom Umfang her viel verspricht […]

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Najem Wali: Im Kopf des Terrors

Ist die Französische Revolution schuld? In seinem Buch „Im Kopf des Terrors“ analysiert der Deutschiraker Nahem Wali die heutigen Gesichter der Gewalt – und landet bei der „terroristischen Logik eines Robespierre“. 

Ist die Französische Revolution schuld am Terror unserer Tage? Die Frage klingt absurd. Auf nichts […]

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Aus der Zeit gefallen

Gert Ueding erinnert sich an seine Tübinger Jahre an der Seite von Ernst Bloch: Aus dem „Ketzer des Marxismus“ wird der letzte Philosophen seiner Art

Viele Etiketten kleben an Ernst Bloch. Der Sozialphilosoph Oskar Negt bezeichnete ihn in seiner Grabrede 1977 als „produktivsten Ketzer des Marxismus“, […]

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Dietmar Dath: Superhelden


Warum wir Batman, Superman und Co. so lieben

Mit “Superhelden” ist Dietmar Dath ein überraschend pointiertes Buch gelungen, das den anhaltenden Erfolg von Superhelden-Geschichten erklärt. Nur die Ästhetik des visuellen Kosmos kommt leider etwas kurz.
“Unglücklich das Land, das Helden nötig hat”: Folgt man dem berühmten Satz […]

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„Geliebt und verdrängt“: Ein facettenreicher Sammelband beschäftigt mit dem Erbe des deutschen Films der Adenauer-Jahre

Viel Zuspruch, aber wenig Mut

Der deutsche Film der jungen Bundesrepublik produzierte, wenn er künstlerischen Ansprüchen genügen wollte, Problemfilme. Dabei kam er selbst „als Problemkind zu Welt“, wie Olaf Möller im Vorwort zum Sammelband „Geliebt und verdrängt“ schreibt. Die schwere Geburt hinterließ Spuren. Die Angst vor […]

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Ross Macdonald – einer der besten amerikanischen Kriminalautoren des 20. Jahrhunderts

DAS LEBEN DER ANDEREN
Eine Wiederentdeckung von Alf Mayer

 

Als er 1983 starb, war er Amerikas bekanntester crime writer. „Der blaue Hammer“ von 1976 war sein vierundzwanzigster und letzter Roman binnen 30 Jahre, er hatte an die zwei Jahre daran gearbeitet, zahllose Revisionen gemacht, das Ende neu geschrieben und […]

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Sarah Bakewell: Das Café der Existenzialisten. Freiheit, Sein und Aprikosencocktails

Wie deutscher Kaffee in Paris zum Cocktail wird

Sarah Blakewell besucht das „Das Café der Existenzialisten“ und kommt mit bleibenden Einsichten über die Phänomenologen diesseits und jenseits des Rheins zurück

„Geben Sie mir Kaffee, dann mache ich Phänomenologie daraus“. Dieses an sich banale Beispiel wählte Edmund […]

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Pfingstwunder cover Ausschnitt

Sibylle Lewitscharoff: Das Pfingstwunder

Dante-Roman scheitert an Schlaumeierei

Sybille Lewitscharoff steht mit “Pfingstwunder” auf der Longlist für den Deutschen Buchpreis. Das Buch fasst den Forschungsstandes zu Dantes “Commedia” bemüht zusammen – mit einem recht anstrengenden Ich-Erzähler.
Im entscheidenden Moment dröhnen die Glocken. Der Petersdom in Rom läutet das Pfingstfest 2013 ein. […]

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Sampeln des Subjekts

Jens Balzer beschreibt, was mit der Musik und dem Menschen im digitalen Neoliberalismus geschieht
 
Was ist Pop? Pop ist eine Konstruktion zur Verbindung widersprüchlicher ästhetischer, sozialer und semantischer Praxen. Äh, was? Das ist das Grundparadox von Pop: Je einfacher ein Pop-Phänomen daherkommt, desto schwieriger ist es […]

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Mit der Faust auf die Leinwand

getidan in eigener Sache:
“Erstmals gibt es nun ein Buch über Schlingensief und über das Medium, in dem er sich zuerst und ursprünglich ausgetobt hat”

Helge Schneider gibt einen wunderbaren Bösewicht in Mutters Maske ab, einen solch fiesen Bruder wünscht man nicht seinem schlimmsten Feind. Udo Kier zündet sich […]

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Ulrich Herbert: Best. Biographische Studien über Radikalismus, Weltanschauung und Vernunft 1903 – 1989

Ein Klassiker – mit kleinen Lücken

Ulrich Herberts vor 20 Jahren erstmals veröffentlichte, maßstabsetzende Biographie über den SS-Mann Werner Best liegt in einer neuen Auflage vor. Doch das private Leben Bests liegt weiter im Dunkeln
„Dieses Buch ist ein großer Wurf“ schrieb vor nunmehr zwanzig Jahren die […]

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Berlin 1936 von Oliver Hilmes

Oliver Hilmes: Berlin 1936 – Sechzehn Tage im August

Feierwütige Promis, korrumpierbare Künstler, Athleten als nützliche Idioten
Oliver Hilmes Chronik über die Olympischen Sommerspiele 1936 in Berlin leidet leider unter Atemlosigkeit und Unmittelbarkeit
„Jeder Repräsentant des ‚Dritten Reichs’, der etwas auf sich hält, gibt während der Sommerspiele eine eigene Festlichkeit“, schreibt Oliver Hilmes – und man […]

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Viel Humus für Kriminalliteratur – Crime down under

Mit gebotener Vorsicht lässt sich sagen, das Krimiland Australien ist im Kommen, die Präsenz erstaunlich guter Bücher auf dem deutschsprachigen Buchmarkt nimmt zu. Aber es ist noch immer schwierig genug, die Tore sind eng, die Verleger vorsichtig. Fünf nationalen Krimipreisen zum Trotz wurde der der […]

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Ingrid Mylo, Peter Olpe: Kleine böse Absichten

MERKWÜRDIGKEITEN DES ALLTAGS
 
Ein seltsam schönes Buch, das Zeichnungen und Texte zu etwas Größerem und Neuem zusammenbringt. Es kommt aus einem der ältesten Druckhäuser Europas, 1488 in Basel von Johannes Petri gegründet, der das Druckerhandwerk in Mainz zur Zeit Gutenbergs erlernte.
Anstatt „Kleine böse Absichten“ könnte dieses […]

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zwischen himmel und hoelle-900

“Zwischen Himmel und Hölle” oder: Die Welt in einer Nussschale

Über Akira Kurosawas große Verfilmung von Ed McBains „Kings Lösegeld“

Die eigene Geldverdien-Karriere ruinieren oder seine Menschlichkeit? Vor diese moralische Wahl und vor die Frage, ob alle Leben gleich viel wert sind, stellt Kurosawas Verfilmung von Ed McBains moralischem hardboiled-Kriminalroman „Kings Lösegeld“ (King’s Ransom, 1959) seine […]

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