Peter Demetz: Diktatoren im Kino. Lenin – Mussolini – Hitler – Goebbels – Stalin

Herren der Zeit, Kinder ihrer Zeit

Der Literaturwissenschaftler Peter Demetz begleitet fünf Diktatoren ins Kino, aber er beschränkt sich bei seiner Erklärung für ihre Film-Manie leider weitgehend auf Einzeldarstellungen.

„Ich war“, schreibt der 1922 geborene Peter Demetz, „ein früher
Filmfan.“ Leicht wehmütig beschreibt der spätere
Literaturwissenschaftler, dass die bewegten […]

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Agnès Poirier: An den Ufern der Seine – Die magischen Jahre von Paris 1940 – 1950

Existenzialismus oder wer schläft mit wem

Detailreich und mit großer Lust an biographischen Anekdoten erzählt Agnès Poirier von Sartre, Beauvoir, Camus & Co und den 40er Jahren in Paris

„Fröstelnd las Koestler Merleau-Pontys Replik fertig. Der uralte Ölofen in
seinem Arbeitszimmer versagte wieder einmal seinen Dienst. Koestler
stand auf […]

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Fliegenköpfe (9)

Letzte Artikel von Ingrid Mylo (Alle anzeigen)

BÜCHERBRIEF AN UWE

lieber uwe,

klar, hab ich’s mit der elf: sie ist die einzige zahl, die gleichzeitig ein wesen benennt, noch dazu eins, das entfernt zu tun hat mit märchen und zauberei. weißt du nicht mehr: meine monatlichen kaffeeblüten vor zig jahren im frankfurter „strandgut”: […]

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Ein perfekter, allzu perfekter Alleskönner namens Mickey

Zum 90. Geburtstag der berühmtesten Maus der Welt öffnet der Disney-Konzern sein Archiv und der Taschen-Verlag legt eine neue, maßstabsetzende Chronik vor.

Ich muss etwas zugeben. Walt Disneys Mickey Mouse hat in meiner Kindheits- und Jugendwelt keine sehr große Rolle gespielt. Zwar bekam ich wöchentlich […]

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Ingrid Mylo: Zufälliges Blau

Winkendes Kind im Kobaltblau
Ingrid Mylos Kunst des lyrischen Flanierens
Was sind das für Zeiten, wo die Kunst des Flanierens verschwinden muss, weil im öffentlichen Raum nur noch Werbung, Kontrolle und Bürgerkrieg zu finden ist? Das Flanieren, ein achtsames, auch empfindsames Gehen durch den kultivierten Raum, mit […]

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Dierk Ludwig Schaaf: Fluchtpunkt Lissabon. Wie Helfer in Vichy-Frankreich Tausende vor Hitler retteten.

Trickreiche Gutmenschen

Dierk Ludwig Schaaf erinnert in „Fluchtpunkt Lissabon“ an die Fluchthelfer zu Zeiten von Vichy-Frankreich und NS-Verfolgung. Für ihre waghalsigen Aktionen haben diese Männer und Frauen erst spät geschichtliche Anerkennung gefunden

Die Extreme trennt oft nur ein kleiner Spalt. Ehe man es sich versieht, wird aus […]

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Christina von Hodenberg: Das andere Achtundsechzig, Gesellschaftsgeschichte einer Revolte. | Gretchen Dutschke: 1968. Worauf wir stolz sein dürfen.

Christina von Hodenberg erinnert an die Aktivistinnen der Studentenbewegung, aber darüber verwässert sie die Ereignisse und nachhaltigen Wirkungen jener Zeit – Gretchen Dutschke spricht hingegen vom Stolz auf 1968

Die Stunde der Frauen von 68

Zwischen dem bierseligen „Gaudeamus igitur“ eines singenden Fackelzugs von 200 Studenten […]

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Buchkritik | Dietmar Süß: “Ein Volk, ein Reich, ein Führer”: Die deutsche Gesellschaft im Dritten Reich

Viel Volk und wenig Hitler

Dietmar Süß liefert eine quellenreiche Erfahrungsgeschichte der deutschen Gesellschaft im Dritten Reich. Dabei bleiben der Führer und seine Faszinationskraft auf die Deutschen blass.

„Ein Volk, ein Reich, ein Führer.“ Diesen Propaganda-Dreiklang des Nationalsozialismus, der nach dem „Anschluss“ Österreichs groß in Mode kam, […]

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Isabelle Graw: Die Liebe zur Malerei. Genealogie einer Sonderstellung.

Letzte Artikel von Ingo Arend (Alle anzeigen)

Das ewige Leben. Eine Ware der besonderen Art – In ihrem neuen Buch versucht die Kunsttheoretikerin Isabelle Graw, das Geheimnis der immerwährenden „Liebe zur Malerei“ zu lüften.

Painting forever! Als die Berliner Art-Week vor vier Jahren unter diesem effekthascherischen Motto antrat, rollte die Kritik mit den […]

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Achim Szepanski: Kapital und Macht im 21. Jahrhundert

Achim Szepanski legt eine umfassende Studie zur Logik und Existenzweise des Kapitals im 21. Jahrhundert vor. Er bemüht sich um ein radikal marxistisches Verständnis der intrinsischen Rolle, welche das moderne Finanzsystem für den gegenwärtigen Kapitalismus spielt. Wenn das Kapitalprinzip der Motor des atmenden Monsters namens […]

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Thomas Macho: Das Leben nehmen. Suizid in der Moderne

Ich gehöre mir, im Leben und im Tod

Der Kulturwissenschaftler Thomas Macho schreibt eine kenntnisreiche Geschichte des Suizids in der Moderne wie Vormoderne – und vernachlässigt die Tendenz nach einem neuen ewigen Leben

Die Moderne ist von einem scheinbar unaufhebbaren Widerspruch durchzogen. Der Mensch wird de jure […]

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Dennis Altmann / Jonathan Symons: Queer Wars. Erfolge und Bedrohungen einer globalen Bewegung Verschiedene Wege der Befreiung

Letzte Artikel von Ingo Arend (Alle anzeigen)

„Schöne schwule Welt“. Der Aufschrei war groß, als der Autor Werner Hinzpeter 1997 gegen das „Bild vom leidenden Schwulen“ zu Felde zog. Die „schwule Freizeitgesellschaft“, beschied der selbst schwule Publizist die Funktionäre des „Jammer-Schlussverkaufs“, habe längst den politischen Aktivismus abgelöst. „Es scheint, als würde die […]

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Die UFA – ein untotes Erbe aus ferner, naher Zeit

Der 100jährige Geburtstag der legendären Babelsberger Filmfabrik hat eine Flut von neuen Büchern, Tagungen und Ausstellungen ausgelöst. Zeit nachzufragen, warum die UFA und ihr Stil uns nicht loslassen.
„Der UFA-Film war und ist vielleicht deutsches Kino par excellence, im Guten wie im Schlechten.“ Der deutsche Filmphilosoph […]

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John le Carré: Das Vermächtnis der Spione

In seinem neunten George-Smiley-Roman konfrontiert John le Carré die Geheimdienst-Helden von gestern mit der Gegenwart

Der Mythos lebt

Unser Bild vom englischen Geheimdienst haben zwei Schriftsteller mit ihren Kunstfiguren nachhaltig geprägt. Figuren, die unterschiedlicher nicht ausfallen können. Hier Ian Flemings James Bond, ein notorischer Herzensbrecher, der im […]

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Buchkritik: Zeitungsstadt Berlin

Peter de Mendelssohns Standardwerk über die „Zeitungsstadt Berlin“ ist ins digitale Zeitalter verlängert worden. Ein Klassiker voller Geschichten über Machtträume und unausrottbare Illusionen.

Für Print soll nur eine Nische bleiben

Am Anfang steht ein programmatisches Bekenntnis: „Der Verfasser schreibt nicht als Unbeteiligter. Er ist kein Zeitungswissenschaftler, sondern […]

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Naomi Klein: “Gegen Trump. Wie es dazu kam und was wir jetzt tun müssen”

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BUCHKRITIK

Schockstarre – in diesen Zustand verfielen liberale Demokraten nach dem Wahlsieg von Donald Trump. Glaubt man Naomi Klein, war das kein Zufall, sondern Programm. In ihrem neuen Buch beschreibt die kanadische Aktivistin den neuen US-Präsidenten als “Prototypus des Katastrophenkapitalisten”.
HÖREN

Auf den ersten Blick wirkt es unangenehm […]

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Ulrike Guérot: Der neue Bürgerkrieg. Das Offene Europa und seine Feinde

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Die Autorin Ulrike Guérot fordert in ihrem Buch “Der neue Bürgerkrieg” das Pferd Europa vom politischen Kopf her aufzuzäumen – und nicht vom ökonomischen Schwanz. Dabei greift sie gerne zu pathetischen Formeln. Trotzdem ist es eine Streitschrift im besten Sinne.

“Europa muss geschaffen werden”. Der Konrad […]

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Enrique Vila-Matas: Kassel. Eine Fiktion

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Mit multiplen Identitäten auf der documenta

Enrique Vila-Matas verarbeitet in “Kassel. Eine Fiktion” seine eigenen Erfahrungen auf der documenta. Der bekennende Postmodernist spielt dabei großzügig mit den Identitäten seiner Figuren. Vollkommen überzeugt ist unser Rezensent von dem Roman aber nicht.

Vier hölzerne, nummerierte Luftballons, die gen Himmel […]

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Johannes Willms: Mirabeau oder Die Morgenröte der Revolution. Eine Biographie

Mirabeau – ein Ahnherr von de Gaulle

Johannes Willms legt die politische Biographie eines Mannes vor, der vergeblich auf ein Bündnis zwischen König und Revolution hoffte – Macron als später Erbe?

Gabriel Honóre Riquetti, der Comte de Mirabeau, war ein schillernder, wenn nicht gar schriller Mann des […]

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Karl Heinz Bohrer: Jetzt. Geschichte meines Abenteuers mit der Phantasie

Die Guillotine und die Erhabenheit der Revolution

„Jetzt“ – der Titel ist Programm: Karl-Heinz Bohrer legt den zweiten Teil seiner Lebenserinnerungen vor

Wenn ein großer deutscher Philosoph privat zu seinem 60. Geburtstag einlädt und in einem „bayerischen Wirtshaus alter Sorte“ ein illustrer Kreis von Freunden und Kollegen […]

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