Bis dann, mein Sohn (Regie: Wang Xiaoshuai)

„Ich bin für euch nicht gut genug“, mit diesen Worten verschwindet der junger Mann für immer aus dem Leben seiner Eltern. Dass er nur der Adoptiv-Sohn eines Paares (Yaoun und Liyun) ist, welches bereits zwei leibliche Kinder verloren hat, weiß oder ahnt man. Denn „So[…]

Share
weiterlesen …

Searching Eva (Regie: Pia Hellenthal)

Der Film trägt seinen Titel zu Recht. Denn wer ist diese Frau? Und kann/soll man glauben, was da gezeigt wird?  Eva Collé – den pfiffigen Namen hat sie sich selbst gegeben – ist mit 14 Jahren von zu Hause, von ihren heroinabhängigen Eltern, weg. Bis[…]

Share
weiterlesen …

Lara (Regie: Jan-Ole Gerster)

Vor sieben Jahre hat Jan-Ole Gerster als Autor und Regisseur mit „Oh Boy“ überaus erfolgreich sein Spielfilmdebüt gegeben. Publikum und Kritik haben vielfach gejubelt, es gab einige wichtige Auszeichnungen. Nun also der zweite Film. Der ist bekanntlich immer der schwerste, allein schon, weil die Erwartungen[…]

Share
weiterlesen …

Deutschstunde (Regie: Christian Schwochow)

Immer wieder flattert weiße Wäsche, immer und immer wieder kommen Tier- und Vogelkadaver ins Bild. Metaphernlastig bleibt es auch die gesamten 125 Minuten. Dabei ist das noch nicht einmal das Nervigste an dieser Verfilmung der „Deutschstunde“ (Siegfried Lenz), jenem Roman der zu den absoluten Klassikern deutscher[…]

Share
weiterlesen …

Systemsprenger (Regie: Nora Fingscheidt)

„Systemsprenger“ war einer der deutschen Wettbewerbsbeiträge der diesjährigen Berlinale und erhielt den Silbernen Bären. Dieser Tage wurde bekannt, dass der Film als deutscher Beitrag ins Rennen um den Auslands-Oscar 2020 geht. Die bundesdeutsche Kritik war sich einig wie selten. Der Film sei von einer unglaublichen[…]

Share
weiterlesen …

Paranza – der Clan der Kinder (Regie: Claudio Giovannesi)

Eigentlich nette Jungs mit den üblichen Träumen und Wünschen: hübsche Mädels, schicke Klamotten und schnelle Motorroller. Wenn da nur nicht der Biotop wäre, in dem sie aufwachsen. In dem Fall handelt es sich um Neapel, wo bereits Kinder mit schweren Waffen unterwegs sind. Für sie[…]

Share
weiterlesen …

Ich war zuhause, aber… (Regie: Angela Schanelec)

„Ich war zuhause, aber…“ spielt in einem Spätsommer in Berlin. Astrid (Maren Eggert) hat einen 13-jährigen Sohn Phillip, der verschwunden war und jetzt wieder aufgetaucht ist. Astrid kommt angerannt, um den Jungen vom Jugendamt abzuholen. Schwer atmend fällt sie vor ihm auf die Knie, umarmt[…]

Share
weiterlesen …

Leid und Herrlichkeit (Regie: Pedro Almodóvar)

Pedro Almodóvar wird im September grad mal 70 – und legt schon jetzt ein stark von Altersweisheit geprägtes Werk vor. Staunen ist angesagt. Soviel Kino-Wonne ist selten! Der spanische Autor und Regisseur ist in den letzten drei Jahrzehnten mit Auszeichnungen geradezu überhäuft worden: „Das Gesetz[…]

Share
weiterlesen …

Gerd Conradt : Face_It! – Das Gesicht im Zeitalter des Digitalismus

In seinem neuen Dokumentarfilm startet der Regisseur und Videopionier Gerd Conradt einen Exkurs zur Codierung des Gesichts, die als moderner Fingerabdruck wie ein geheimnisvolles Siegel Zugang zur Persönlichkeit eines Menschen verschafft. Der Film startet bei missingFILMs am 25. Juli 2019 deutschlandweit in den Kinos. Angeregt[…]

Share
weiterlesen …

Aladdin (Regie: Guy Ritchie)

Auf ein Neues. Nun also „Aladdin“ zum Zweiten. Basierend auf dem Animations-Erfolg von 1992 ist dem Disney-Konzern nun das gelungen, was dessen Gründer Walt Disney immer haben wollte: Ein spannendes, das Herz in Wallung bringendes, unterhaltsames Filmerlebnis für die ganze Familie. Die Real-Verfilmung des berühmten[…]

Share
weiterlesen …

Liebesfilm (Regie: Robert Bohrer, Emma Rosa Simon)

Zwei nicht mehr ganz so junge Menschen im Frühling in Berlin. Sie heißt Ira und macht irgendwelchen „Computerkram“ in Peshawar, wo sie ab und an hinmuss. VPN einrichten und so was, damit ein Angestellter des Goethe-Instituts mit seiner Liebsten telefonieren kann. Ein Goethe-Institut in Pakistan[…]

Share
weiterlesen …

Asche ist reines Weiß (Regie: Jia Zhangke)

Die Wunder des Fortschritts China, so stellt man sich das manchmal gerne vor, wurde dazu verdammt, die Geschichte von Kapitalismus, Liberalismus, sogar von der Demokratisierung und ihrem Scheitern, von Boom und Krise, wie sie den Westen prägte, in kurzer Zeit und trotz der gewaltigen Größe[…]

Share
weiterlesen …

Agnès Varda, eine Revolutionärin des französischen Kinos ist am 29. März 2019 im Alter von 90 Jahren gestorben.

Daniela Kloock schrieb im Mai 2018 über einen ihrer letzten Filme auf getidan: Augenblicke: Gesichter einer Reise (Regie: Agnès Varda) Agnès Varda ist die charismatische Königin des französischen Kinos. Sie hat fast den kompletten Männerreigen der Nouvelle Vague überlebt, Truffaut, Chabrol, Rivette, Resnais, Rohmer –[…]

Share
weiterlesen …

Das Boot (Fernsehserie 2018 | Regie: Andreas Prochaska)

Neue Kriegsbilder Während der alte deutsche Kriegsfilm der fünfziger Jahre Propaganda für die Wiederaufrüstung der Bundesrepublik war, ist die neue Sky-Serie »Das Boot« ein Werbeclip für die Armee der Ära von der Leyen. Die Krise der Repräsentation deutscher Geschichte im Kino, die bei Wolfgang Petersens[…]

Share
weiterlesen …

Fahrenheit 11/9 (Regie: Michael Moore)

„How the fuck could this happen?“. Dies fragt sich Michael Moore in seinem neuen Film „Fahrenheit 11/9“ und sucht Antworten darauf, wie in einer der avanciertesten westlichen Demokratien ein „Neofaschist mit Twitteraccount“ (so M. M.) Präsident werden konnte. Mittlerweile scheint der US-amerikanische Filmemacher („Bowling for[…]

Share
weiterlesen …

Meine Welt ist die Musik – Der Komponist Christian Bruhn (Regie: Marie Reich)

„Meine Welt ist die Musik“ – der Titel, den die Regisseurin Marie Reich für ihren Film gewählt hat, ist auch das Lebensmotto Christian Bruhns. Daß der 84-Jährige Wahlmünchner einer der erfolgreichsten Komponisten und Musikproduzenten der Nachkriegszeit ist, weiß kaum jemand. Dabei hat er die Hits[…]

Share
weiterlesen …

Adam & Evelyn (Regie: Andreas Goldstein)

Anfang, Mitte der 1990-er Jahre machte der Begriff von der „Nischengesellschaft“ die Runde. Günter Gaus hatte ihn geprägt, um damit die Lebenssituation eines Großteils der DDR-Bevölkerung zu Mauer-Zeiten zu charakterisieren. Jetzt, fast dreißig Jahre danach, haben wir hier den ersten Spielfilm aus deutschen Landen, dem[…]

Share
weiterlesen …

Colette (Regie: Wash Westmoreland)

Sie war ein Superstar für unserer Großeltern und Urgroßeltern: die französische Autorin Colette (1873 – 1954), eigentlich Sidonie-Gabrielle Claudine Colette. Ihre Berühmtheit ist mit der heutiger Pop-Stars vergleichbar. Ihr Markenzeichen war ein frivol-eleganter Stil in der Zeichnung üppiger Sittengemälde. Ihre Popularität rief auch immer wieder[…]

Share
weiterlesen …

Drei Gesichter (Regie: Jafar Panahi)

Der neue Film des im Iran unter Berufsverbot stehenden Regisseurs Der Film beginnt mit einer Video-Botschaft, einer verzweifelten Anklage, einer drohenden Ankündigung. Eine junge Frau (Marziyeh) spricht in die Kamera. Unter Tränen erzählt sie von ihrer großen Leidenschaft. Sie wäre gerne Schauspielerin geworden, hat die[…]

Share
weiterlesen …

Der Junge muss an die frische Luft (Regie: Caroline Link)

Hape Kerkeling hat die deutsche Unterhaltungsszene in den letzten fast dreißig Jahren mit etwas beschenkt, was hierzulande Seltenheitswert hat. Intelligenter Witz, der sich nicht zu satirischen Höhen aufschwingt und damit vom Niveau eines Unterhaltung suchenden Massenpublikums abhebt, der sich diesem Publikum aber auch nicht anbiedert,[…]

Share
weiterlesen …