Ich war zuhause, aber… (Regie: Angela Schanelec)

„Ich war zuhause, aber…“ spielt in einem Spätsommer in Berlin. Astrid (Maren Eggert) hat einen 13-jährigen Sohn Phillip, der verschwunden war und jetzt wieder aufgetaucht ist. Astrid kommt angerannt, um den Jungen vom Jugendamt abzuholen. Schwer atmend fällt sie vor ihm auf die Knie, umarmt[…]

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Leid und Herrlichkeit (Regie: Pedro Almodóvar)

Pedro Almodóvar wird im September grad mal 70 – und legt schon jetzt ein stark von Altersweisheit geprägtes Werk vor. Staunen ist angesagt. Soviel Kino-Wonne ist selten! Der spanische Autor und Regisseur ist in den letzten drei Jahrzehnten mit Auszeichnungen geradezu überhäuft worden: „Das Gesetz[…]

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Gerd Conradt : Face_It! – Das Gesicht im Zeitalter des Digitalismus

In seinem neuen Dokumentarfilm startet der Regisseur und Videopionier Gerd Conradt einen Exkurs zur Codierung des Gesichts, die als moderner Fingerabdruck wie ein geheimnisvolles Siegel Zugang zur Persönlichkeit eines Menschen verschafft. Der Film startet bei missingFILMs am 25. Juli 2019 deutschlandweit in den Kinos. Angeregt[…]

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Aladdin (Regie: Guy Ritchie)

Auf ein Neues. Nun also „Aladdin“ zum Zweiten. Basierend auf dem Animations-Erfolg von 1992 ist dem Disney-Konzern nun das gelungen, was dessen Gründer Walt Disney immer haben wollte: Ein spannendes, das Herz in Wallung bringendes, unterhaltsames Filmerlebnis für die ganze Familie. Die Real-Verfilmung des berühmten[…]

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Liebesfilm (Regie: Robert Bohrer, Emma Rosa Simon)

Zwei nicht mehr ganz so junge Menschen im Frühling in Berlin. Sie heißt Ira und macht irgendwelchen „Computerkram“ in Peshawar, wo sie ab und an hinmuss. VPN einrichten und so was, damit ein Angestellter des Goethe-Instituts mit seiner Liebsten telefonieren kann. Ein Goethe-Institut in Pakistan[…]

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Asche ist reines Weiß (Regie: Jia Zhangke)

Die Wunder des Fortschritts China, so stellt man sich das manchmal gerne vor, wurde dazu verdammt, die Geschichte von Kapitalismus, Liberalismus, sogar von der Demokratisierung und ihrem Scheitern, von Boom und Krise, wie sie den Westen prägte, in kurzer Zeit und trotz der gewaltigen Größe[…]

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Agnès Varda, eine Revolutionärin des französischen Kinos ist am 29. März 2019 im Alter von 90 Jahren gestorben.

Daniela Kloock schrieb im Mai 2018 über einen ihrer letzten Filme auf getidan: Augenblicke: Gesichter einer Reise (Regie: Agnès Varda) Agnès Varda ist die charismatische Königin des französischen Kinos. Sie hat fast den kompletten Männerreigen der Nouvelle Vague überlebt, Truffaut, Chabrol, Rivette, Resnais, Rohmer –[…]

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Das Boot (Fernsehserie 2018 | Regie: Andreas Prochaska)

Neue Kriegsbilder Während der alte deutsche Kriegsfilm der fünfziger Jahre Propaganda für die Wiederaufrüstung der Bundesrepublik war, ist die neue Sky-Serie »Das Boot« ein Werbeclip für die Armee der Ära von der Leyen. Die Krise der Repräsentation deutscher Geschichte im Kino, die bei Wolfgang Petersens[…]

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Fahrenheit 11/9 (Regie: Michael Moore)

„How the fuck could this happen?“. Dies fragt sich Michael Moore in seinem neuen Film „Fahrenheit 11/9“ und sucht Antworten darauf, wie in einer der avanciertesten westlichen Demokratien ein „Neofaschist mit Twitteraccount“ (so M. M.) Präsident werden konnte. Mittlerweile scheint der US-amerikanische Filmemacher („Bowling for[…]

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Meine Welt ist die Musik – Der Komponist Christian Bruhn (Regie: Marie Reich)

„Meine Welt ist die Musik“ – der Titel, den die Regisseurin Marie Reich für ihren Film gewählt hat, ist auch das Lebensmotto Christian Bruhns. Daß der 84-Jährige Wahlmünchner einer der erfolgreichsten Komponisten und Musikproduzenten der Nachkriegszeit ist, weiß kaum jemand. Dabei hat er die Hits[…]

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Adam & Evelyn (Regie: Andreas Goldstein)

Anfang, Mitte der 1990-er Jahre machte der Begriff von der „Nischengesellschaft“ die Runde. Günter Gaus hatte ihn geprägt, um damit die Lebenssituation eines Großteils der DDR-Bevölkerung zu Mauer-Zeiten zu charakterisieren. Jetzt, fast dreißig Jahre danach, haben wir hier den ersten Spielfilm aus deutschen Landen, dem[…]

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Colette (Regie: Wash Westmoreland)

Sie war ein Superstar für unserer Großeltern und Urgroßeltern: die französische Autorin Colette (1873 – 1954), eigentlich Sidonie-Gabrielle Claudine Colette. Ihre Berühmtheit ist mit der heutiger Pop-Stars vergleichbar. Ihr Markenzeichen war ein frivol-eleganter Stil in der Zeichnung üppiger Sittengemälde. Ihre Popularität rief auch immer wieder[…]

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Drei Gesichter (Regie: Jafar Panahi)

Der neue Film des im Iran unter Berufsverbot stehenden Regisseurs Der Film beginnt mit einer Video-Botschaft, einer verzweifelten Anklage, einer drohenden Ankündigung. Eine junge Frau (Marziyeh) spricht in die Kamera. Unter Tränen erzählt sie von ihrer großen Leidenschaft. Sie wäre gerne Schauspielerin geworden, hat die[…]

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Der Junge muss an die frische Luft (Regie: Caroline Link)

Hape Kerkeling hat die deutsche Unterhaltungsszene in den letzten fast dreißig Jahren mit etwas beschenkt, was hierzulande Seltenheitswert hat. Intelligenter Witz, der sich nicht zu satirischen Höhen aufschwingt und damit vom Niveau eines Unterhaltung suchenden Massenpublikums abhebt, der sich diesem Publikum aber auch nicht anbiedert,[…]

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Mary Poppins‘ Rückkehr (Regie: Rob Marshall)

Ein wehmütiges Winke-Winke aus der Vergangenheit. Das vor allem ist dieser Spielfilm. Erzählt wird die Geschichte, die 1964 schon einmal erzählt worden ist: Das himmlische Kindermädchen namens Mary Poppens steigt aus den Wolken herab und schenkt einer Londoner Familie die Gabe, das eigene Glück zu[…]

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Roma (Regie: Alfonso Cuarón)

Der Oscar scheint greifbar nahe zu sein für dieses Epos. Schon anlässlich der Ehrung des Spielfilms mit dem Goldenen Löwen von Venedig im September 2018 sprachen die Kritikerinnen und Kritiker davon. Die Hoffnung auf den weltweit renommiertesten Kino-Preis hat den Streaming-Dienst Netflix, Hauptproduzent des Dramas,[…]

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Love, Cecil (Regie: Lisa Immordino Vreeland)

Ein Film über den schillernden Ausnahmekünstler und „Jahrhundertphotographen“ Cecil Beaton Cecil Beaton war ein Multitalent, Autor, Zeichner, Bühnen- und Kostümbildner, vor allem aber ein berühmt gewordener Photograph und Dandy par excellence. Zeit seines Lebens auf der Suche nach dem perfekten Schönen – denn sein Blick[…]

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Cold War – Breitengrad der Liebe (Regie: Paweł Pawlikowski)

Sieht man sich, etwa im Internet, den Trailer zu „Cold War – Breitengrad der Liebe“ an, möchte man einfach nur kreischend wegrennen. Da wabert falsches Pathos, dröhnt fader Kitsch. Da fragt man sich, wie die Jury im Mai in Cannes dem Polen Paweł Pawlikowski dafür[…]

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Ex Libris – The New York Public Library (Regie: Frederick Wiseman)

In der von Blake Edwards inszenierten Kino-Adaption von Truman Capotes Erzählung „Frühstück bei Tiffany“ ist der Lesesaal der NYPL, der New York Public Library, 1961 Zufluchtsort für die Hauptfigur Holly Golightly (Audrey Hepburn) und romantischer Hort der Liebe. Im vorigen Jahr beim Filmfestival Venedig kam[…]

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The Guilty (Regie: Gustav Möller)

Preise, selbst wenn auf -x Festivals vergeben, sind nicht unbedingt ein Garant für Qualität und Publikumswirksamkeit. In diesem Fall jedoch durchaus! Erzählt wird (scheinbar) eine Heldengeschichte: Asger (Jakob Cedergren) ist Polizist. Er arbeitet, strafversetzt, in einer Notrufzentrale in Kopenhagen. Es ist seine letzte Nacht, bevor[…]

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