Die Ordnung des Chaos

© Maurice Weiss/OSTKREUZ „Ordos“

Städte können auch sterben: Die Fotografen der Berliner Agentur Ostkreuz präsentieren im Berliner Postfuhramt bei C/O Berlin ihren realistischen Blick aufs Urbane (Bild: via Ostkreuz)

Am Anfang war ein Pfeil. Der Berliner Fotograf Maurice Weiss fand das Kreidezeichen in China. Mitten in der Steppe, am Rande der Wüste Gobi markiert es den Bauabschnitt der Stadt Ordos, die es schon gibt, die aber noch nicht lebt. 800 Kilometer nordwestlich von Peking baut das von Landflucht und Bevölkerungsexplosion geplagte Reich der Mitte eine Metropole, in der einmal fünf Millionen Menschen wohnen sollen: Straßen, die ins Nichts führen, schlüsselfertige Siedlungen, riesige Ampelmasten an unbefahrenen Straßen. Was an dieser menschenleeren Kulisse unter Wüstenhimmel mehr erschreckt als ihre Größe, ist die architektonische Vorwegnahme des Lebens, das einmal in ihr stattfinden soll. …mehr (Ingo Arend, der Freitag)

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