ANDERES im NETZ
Weihnachten im Digital
von Marion Brasch in Fundsachen II, Kolumnen & Blogs am 23. Dezember 2011

Das ist eine SMS vom Erzengel Gabriel an die Jungfrau Maria. Er teilt ihr mit, dass sie einem gewissen Sohn Gottes das Leben schenken wird.
In dem schönen Video unten kann man sehen, wie die Geschichte mit Jesus abgelaufen wäre, hätten die Leute damals schon das ganze moderne Zeug gehabt. Ausgedacht hat sich das die portugiesische SoftwarefirmaExcentric.
Besonders lustig der Routenplaner von Google Maps:

Und hier jetzt die ganze schöne, schräge Weihnachtsgeschichte:
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Ein Berlinbesuch mit Folgen (2)
von @getidan in Fundsachen II, Kolumnen & Blogs am 21. Dezember 2011
Origineller Protest
Am 21. September 2011 machte der Aktionskünstler Wolfram P. Kastner, als Papst verkleidet, zusammen mit seinem Kollegen Linus Heilig als Hitler, in einer Kunstaktion auf die längst überfällige Trennung von Kirche und Staat aufmerksam. (getidan berichtete unter Ein Berlinbesuch mit Folgen) Ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen wurde eingeleitet.
Und so ging es weiter:
14. November 2011:
Die Künstler bitten den Bundestagspräsidenten um Unterstützung für die Freiheit der Kunst. Zum Rest des Beitrags »
Nazi-Terror
von @getidan in Fundsachen II, Kolumnen & Blogs am 12. Dezember 2011
via ARD YouTube Channel © NDR, EXTRA3 gesendet 07.12.12 um 22:50 Uhr mehr auf ndr.de
Wie der Verfassungsschutz es schaffte, am braunen Terror vorbei zu sehen und ihn gleichzeitig zu finanzieren erklären Olli Durke, Julian Amershi und Samira Knoke.
Gesunde Infektionen – Viral Video Award
von Marion Brasch in Fundsachen II, Kolumnen & Blogs am 25. November 2011
Das ist ein öffentliches Klo mit typischer, mehr oder weniger kunstvoller Kriegsbemalung. Diese fröhliche Nasszelle bildet die Kulisse für einen Animationsfilm, der beim gerade in Berlin zu Ende gegangenen Wettbewerb um den Viral Video Award 2011 den Hauptpreis gewonnen hat – lustig-frivole Kondomwerbung mit aufklärerischer Wirkung ohne Zeigefinger und mit einem orgiastisch-glücklichen Ende.
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Aus Gottes Perspektive
von Marion Brasch in Fundsachen II, Kolumnen & Blogs am 11. November 2011
Das ist eine Szene aus dem Film “Eternal Sunshine of the Spotless Mind” von Michel Gondry. Die Einstellung wurde aus der so genannten Top Shot-Perspektive gefilmt, genau 90° über dem Geschehen – also gewissermaßen aus “God’s Eye View”. Im Video für den Song “Down Boy” der YEAH YEAH YEAHS gibt es jede Menge solcher Einstellungen aus vielen bekannten Filmen. Viel Spaß beim Raten…
(via God’s Eye View from Brian Carroll)
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Thomas
von Marion Brasch in Fundsachen II, Kolumnen & Blogs am 3. November 2011
Das ist mein Bruder Thomas. Ich habe das Foto gemacht, als ich ihn 1993 in San Francisco besuchte. Er wollte dort für ein paar Monate wohnen, um zu schreiben. “Komm doch einfach her”, hatte er am Telefon gesagt. “Es ist schön hier.”
In Berlin war kalter November, also nahm ich Urlaub und flog mit meiner neun Monate alten Tochter nach San Francisco. Mein Bruder holte uns vom Flughafen ab und wir fuhren zu seinem Apartment unweit von Fisherman’s Wharf.
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Mittag!
von Marion Brasch in Fundsachen II, Kolumnen & Blogs am 11. Oktober 2011
Das ist das Storyboard für den Trickfilm “Parigot”. Er erzählt die Geschichte eines Butlers, der das Mittagessen für seinen Herren vor einem Bettler retten will. Es ist ein lustiger Actionfilm …
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Ein Berlinbesuch mit Folgen (1)
von @getidan in Fundsachen II, Kolumnen & Blogs am 10. Oktober 2011
getidan.de erhielt am 9. Oktober folgende E-Mail von Wolfram P. Kastner vom Institut für Kunst und Forschung, Trivastr. 7, D-80637 München:
betreff: Papst + Hitler in Berlin – Kriminalpolizei ermittelt, weil sie nicht lesen kann?
An den
Polizeipräsidenten in Berlin
Platz der Luftbrücke 6
12101 Berlin
Papst + Hitler in Berlin -
StrafGesetzBuch § 86 – Können oder wollen Polizeibeamte nicht lesen?
Sehr geehrter Herr Polizeipräsident,
am 21 . September 2011 realisierte ich zusammen mit meinem Kollegen Linus Heilig eine Kunstaktion in Berlin, bei der wir als Papst und Hitler Arm in Arm Unter den Linden bis zum Reichstag spazierten. Wir bezogen uns damit kurz vor der Papstrede am ehemaligen Reichsportfeld kritisch auf das sog. Reichskonkordat, das 1933 zwischen dem Nazi-Staat und dem Vatikan geschlossen wurde und als einziger Staatsvertrag der Nazis bis heute in Deutschland gilt. Hunderte von Passanten verstanden das auf Anhieb als Forderung nach der längst überfälligen Trennung von Kirche und Staat, schmunzelten, lachten und gaben ihre Zustimmung zu erkennen.
Vor dem BundesReichstag wurden wir von Polizeibeamten ohne Begründung, also widerrechtlich, abgeführt. Nach unbegründeter Personalienaufnahme erläuterte ich den offenbar völlig ahnungslosen Polizisten, dass der Artikel 86 des Strafgesetzbuchs eine Ausnahmeregelung enthält, wenn eine Handlung der staatsbürgerlichen Aufklärung, Kunst oder Wissenschaft dient. Ein Beamter mit der Dienstnummer 24023468 wollte prüfen lassen, ob eine strafbare Handlung vorliege. Zum Rest des Beitrags »
Pole Position
von @getidan in Fundsachen II, Kolumnen & Blogs am 25. Juli 2011
Achim Szepanski, der ehemaligen MILLE PLATEAUX-Chef und Deleuze-Fan hat in den letzten Jahren viel geschrieben. “Pole Position” ist der zweite Roman seiner Frankfurt-Trilogie.
Achim Szepanski: Pole Position
816 Seiten, Paperback, rzm 002, Rhizomatique
ISBN 978-3-98-13227-0-5
24.- Euro
bestellen bei: acs@edition-mille-plateaux.com
bei amazon kaufen
Leseprobe: Pole Position
Mansfeld 2
»Sehen wir uns den Wahnsinn Mansfelds einen Moment lang etwas genauer an. Ein Wahnsinn, der gerade, weil er von sich selbst längst nicht alles, aber doch sehr viel weiß, die Konkurrenten zu infizieren oder zu stimmen vermag, weil schließlich die Konstituenten im Unbewussten unbarmherziger zuschlagen als jeder (fiktive) Willensakt das vielleicht tun könnte. Natürlich spielt sich das unternehmerische Handeln eines gut organisierten Spekulanten im Horizont von Ungewissheit ab, wobei der Futurisierung der eigenen Aktivitäten systemisch beziehungsweise systemkonform mit der wahrscheinlichkeitstheoretischen Kalkulation von Risiken begegnet wird. Und natürlich hofft unser lieber Mansfeld, dass die Würfelwürfe ihm gnädig sind und ihn gnädig stimmen und sein geliehenes Geld vermehren, um Schulden zu tilgen und zugleich zu vermehren, das heißt, der Idee der geschuldeten Schuld gerecht zu werden.» Dr. Markson, der den Posten eines creative psychologist bei der Commerzbank einnimmt, überhört den als gehässigen Kommentar auf sein intellektuelles Gesülze gedachten und doch galanten Low-Level-Rülpser Mansfelds; Dr. Markson, ein schlanker Mann, Mitte dreißig mit modischem, kurzem, silberblonden Haar, und buschigem, silberblonden Kinnbart und einem Gesicht, dessen Glätte die oft geschickt auftrumpfende Sanftmut des Psychologen weniger karikiert als zentral- und bloßstellt zugleich, weshalb er sprachlich den Modus der ersten Person Singular nicht zu häufig einsetzt, um etwa das Anbiedernde und zugleich Bedrohliche seiner Aussagen nicht zu extrem zu modulieren, so dass er eben nur ganz selten den unverschämten Exzentriker spielt, der er vielleicht auch ist, was jedoch die Funktion seines Kleinlaut-Seins schließlich nur noch stützt und multipliziert. »Man darf also zu dem Glück, das einem zufällt, getrost das Glück hinzurechnen, welches den richtigen Entscheidungen, zugegeben auch der exzellenten Personalpolitik desjenigen, der entscheidet, entspringt oder entspricht?« Mansfeld sagt diesen Satz, ohne das Wort Neugier anzuhängen, das bei ihm nur selten den Reiz inkludiert, etwas empörend Verlockendes oder Begeisterndes entdecken zu wollen, vielleicht ultraharten Sex, sondern meistens nur dem Reiz entspringt, den Berechnungs- und Finanzierungsmodellen seiner Mathematiker & Physiker folgen zu wollen, und seine Denkbilder, Sprachfragmente und Sprachfetzen erscheinen ihm selbst hier im Moment äußerst komprimiert und des Öfteren runzelt er zwanghaft die Stirn und erstaunlich selten spielt er heute mit der Fernbedienung für das Interstate-Multifunktionsgerät herum, das seine sechs Monitoren mit Daten, Informationen und Bildsequenzen aller Art speist. Tatsächlich, sagte Snaffu in einer der letzten Meetings in den Büroräumen von Mansfeld & Mansfeld im Bahnhofsviertel, der Super-Unternehmer Mansfeld konzipiere oder folge einer Praxeologie, die permanent in der Lage sei, das Glück zu korrigieren, allerdings unter Inkaufnahme der Möglichkeit des Scheiterns der verschiedenen Projekte, dennoch empfehle er Snaffu himself selbst gegen die untypischen Zweifel von Mansfeld ausdrücklich, einen Teil der Kursgewinne, die exakt am 25. Januar 2009 erzielt wurden, als drei Trader des Hedgefonds, da sowohl steigende Highs und Lows bei der Internetaktie Gangler gesichtet wurden, in eine Longposition einstiegen und den Trade mit Hilfe der Steuerung durch Candlestick-Charts durchzogen und sofort Teilsummen zugunsten langfristiger Anlagen in neue, exotische Immobilienprojekte an die Ränder des Globus verschoben, jawohl, er empfehle weiterhin in die Company Church of Sex zu investieren, zumindest würden die Andeutungen in Richtung einer strategischen Planung von Mansfeld selbst davon ausgehen (dessen scharfsinniges Denken, wenn es die strikte Ablehnung des dérive, des Treiben-Lassens, mitdenke, eine hochexplosive Marktpolitik unweigerlich nach sich ziehe, der selbst er allerdings manchmal nicht gewachsen sei), weiterhin Riesenpakte der Aktie von COS zu kaufen.
Bild: CC BY Azur_Medium
Mansfeld ficht das alles anscheinend nicht an, weil für ihn die Welt per se voller Optionen steckt, wenn er auch glaubt, dass er manchmal im Inneren einer Sprengmaschine hockt, deren Zündzeitpunkt, so Mansfelds exakte Berechnung, vielleicht mit seinem (un)wahrscheinlichen Tod zusammenfallen könnte, insbesondere, wenn er ins Innere der Nacht rast Zum Rest des Beitrags »
Sonntagsmärchen – Tödliche Tomatensuppe
von Marion Brasch in Fundsachen II, Kolumnen & Blogs am 10. Juli 2011
Das ist eine schlimme Splatterszene aus dem Trickfilm “Defective Detective” von Avne Geller und Stevie Lewis.
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Beaker: “Meep meeeeeeep meep …”
von Marion Brasch in Fundsachen II, Kolumnen & Blogs am 16. Juni 2011
Das ist Beaker – der immer irgendwie deprimierte Assistent von Prof. Dr. Honigtau Bunsenbrenner im Labor der Muppet-Show. Beaker kann zwar nicht richtig sprechen, doch Beaker kann Nachrichten twittern.
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Lou Reeds METALLICA
von Marion Brasch in Fundsachen II, Kolumnen & Blogs am 16. Juni 2011
Das sind James Hatfield und Lou Reed. Das Foto wurde vor zwei Jahren gemacht, als Metallica und der ehemalige Velvet Underground-Vorsitzende beim 25. Geburtstag der Rock’n’Roll Hall of Fame zusammen spielten. Inzwischen haben sie ein paar Songs mehr geübt und werden diese sogar veröffentlichen.
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Zwischentöne: Der Filmkritiker Georg Seeßlen im Gespräch mit Michael Langer (Deutschlandfunk, 09.01.2011)
von @getidan in Filmwissen, Fundsachen II, Kolumnen & Blogs am 13. Januar 2011
“Heute bei uns zu Gast im Kölner ZWISCHENTÖNE-Studio ist der Film- und Kulturkritiker Georg Seeßlen.”
Georg Seeßlen wurde 1948 in München geboren; er studierte Malerei, Kunstgeschichte und Semiologie. Er zählt zu den bedeutendsten Filmkritikern hierzulande und ist einer der produktivsten. Fast jedes Jahr veröffentlicht er ein neues Buch. Gerne erinnert man sich an seine Standardwerke über Genrefilme, über “Western” oder “Detektive”, an Bücher über Regisseure wie David Lynch und Martin Scorsese. Zuletzt erschien von Georg Seeßlen “George Romero und seine Filme” in der Edition Phantasia.
Sendung: Zwischentöne, Fragen zur Person – Deutschlandfunk 09. Januar 2011
Filmkritiker Georg Seeßlen im Gespräch mit Michael Langer
Teil 1 hören:
Teil 1 hören:
oder zum Nachhören direkt auf Deutschlandfunk (ondemand-mp3.dradio.de)
Robinson Crusoe 2.0 oder Die Unmöglichkeit einer Insel
von @getidan in Fundsachen II, Kolumnen & Blogs am 8. November 2010
Von Cornelia Fiedler, Patrick Bethke, Marko Pfingsttag, David Steinitz und Maximilian Theiss, entstanden im Rahmen eines Radiofeature-Workshops von Markus Metz und Georg Seeßlen an der Bayerischen Theaterakademie August Everding, München
Dance Of The Seven Veils (Ken Russell)
von @getidan in Fundsachen II 2010
A comic strip in 7 episodes on the life of Richard Strauss 1864-1949
Ken Russell at his best and most kitsch, a foretaste of energy and excitement of The Music Lovers. It is his first television film in colour. The film is about composer Richard Strauss, who Russell seems to hate violently. The comic strip approach and appearance of Hitler alienated his audience. savage messiah A Ken Russel site by Iain Fisher
The last film Russell would make for the BBC, the infamous The Dance of the Seven Veils: A Comic Strip in Seven Episodes on the Life of Richard Strauss (1970), exhibited no such restraint. The complete title reveals Russell’s intention to create a satirical political cartoon on the life of the German composer, who Russell saw as a “self-advertising, vulgar, commercial man . . . [a] crypto-Nazi with the superman complex underneath the facade of the distinguished elderly composer.” Zum Rest des Beitrags »













