Richard Condon: The Manchurian Candidate

Buch der Stunde:

Richard Condons Bestseller „The Manchurian Candidate  („Botschafter der Angst“) von 1959

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Unvorstellbar wäre noch vor 20 Jahren gewesen, wie gerade in diesen Wochen sämtliche Archetypen des Kalten Krieges auf den Kopf gestellt werden, wie ausgerechnet die US-Partei der Kommunistenfurcht im Namen der internationalen Geschäftemacherei jahrzehntelang gepflegte Feindbilder weg hext. Noch nie hat sich ein Politiker so offen – und folgenlos – dem Verdacht ausgesetzt, unter dem Einfluss einer fremden Macht zu stehen, wie der vollkommen schamlose Donald Trump das gerade tut. Ein “nützlicher Idiot” (полезные дураки, auf Russisch), wie Lenin das nannte? Ein Kulturbruch? Eine Zeitenwende? Für Alf Mayer ist es Anlass, sich einen Bestseller von 1959 und seine Wirkungsgeschichte noch einmal näher anzusehen.

Das muss sich seltsam anfühlen für so manchen alten Kalten Krieger und Falken in den USA. Wie ein frisch gewählter Präsident auf so beschämend dumme und aufreizend plumpe Weise den Eindruck weckt und festigt, eine Marionette Moskaus zu sein. Ein „Manchurian Candidate“. Ferngesteuert, gehirngewaschen, geföhnt und konditioniert von einer fremden, feindlichen Macht. Seltsam entmannt. Und gefährlich. Sogar unser so höflicher Außenminister Frank-Walter Steinmeier ist inzwischen sichtlich konsterniert. (Und natürlich sagt Trump: „I have nothing to do with Russians. No dealings.“ Das ist es ja, dass solche Kandidaten gar nicht wissen, wer in ihrem Kopf die Fäden zieht. Russisches Geldwäsche-Knete vom Genfer See und anderswo in „Trusts“ angelegt, das überteuerte Appartements zuhauf im Trump Tower gekauft hat, worüber u.a. die Financial Times ausgiebig berichtet hat, gilt Trump scheinbar nicht als Russisch.) weiterlesen auf cultmag

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