Schönheit & Vergänglichkeit (Regie: Annekatrin Hendel)

Grundsätzliche Bild- und Blickwechsel auf die Geschichte der DDR will die ostdeutsche Dokumentarfilmerin Annekatrin Hendel. Ob es um den DDR Schriftsteller Paul Gratzik geht („Vaterlandsverräter“) den Lyriker Sascha Anderson, „Flake“ von Rammstein oder die weltberühmte Familie Brasch, die Regisseurin versucht zementierte Bilder über die DDR[…]

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Helga Paris, Fotografin (Retrospektive in der AdK, Berlin)

Bilder, die im Verschwinden erscheinen – das ist Film. Fotografie dagegen hält fest, ist ein Moment von Dauer. Und wie bei einer Spur verweist die Fotografie über sich hinaus, stellt uns vor Rätsel oder läßt uns wundern. Immer jedoch bietet sie die Möglichkeit des Verweilen,[…]

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Bis dann, mein Sohn (Regie: Wang Xiaoshuai)

„Ich bin für euch nicht gut genug“, mit diesen Worten verschwindet der junger Mann für immer aus dem Leben seiner Eltern. Dass er nur der Adoptiv-Sohn eines Paares (Yaoun und Liyun) ist, welches bereits zwei leibliche Kinder verloren hat, weiß oder ahnt man. Denn „So[…]

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Searching Eva (Regie: Pia Hellenthal)

Der Film trägt seinen Titel zu Recht. Denn wer ist diese Frau? Und kann/soll man glauben, was da gezeigt wird?  Eva Collé – den pfiffigen Namen hat sie sich selbst gegeben – ist mit 14 Jahren von zu Hause, von ihren heroinabhängigen Eltern, weg. Bis[…]

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Das Picasso Museum in Antibes zeigt: „Germaine Richier, la Magicienne“ (vom 6. Oktober 2019 bis 26. Januar 2020)

Der Angstlust folgen … Ameisen, Spinnen, Kröten oder Heuschrecken – Tiere, vor denen vor allem Frauen sich fürchten. Sie sind klein oder glipschig, zuweilen unangenehm oder sogar gefährlich. Sie stechen und kratzen, kriechen am Boden oder sitzen im Verborgenen. Germaine Richier, eine der bedeutendsten Bildhauerinnen des[…]

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Deutschstunde (Regie: Christian Schwochow)

Immer wieder flattert weiße Wäsche, immer und immer wieder kommen Tier- und Vogelkadaver ins Bild. Metaphernlastig bleibt es auch die gesamten 125 Minuten. Dabei ist das noch nicht einmal das Nervigste an dieser Verfilmung der „Deutschstunde“ (Siegfried Lenz), jenem Roman der zu den absoluten Klassikern deutscher[…]

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Systemsprenger (Regie: Nora Fingscheidt)

„Systemsprenger“ war einer der deutschen Wettbewerbsbeiträge der diesjährigen Berlinale und erhielt den Silbernen Bären. Dieser Tage wurde bekannt, dass der Film als deutscher Beitrag ins Rennen um den Auslands-Oscar 2020 geht. Die bundesdeutsche Kritik war sich einig wie selten. Der Film sei von einer unglaublichen[…]

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„Biete Welt!“

„Biete Welt!“ so lautet der Lockruf von „Madame X“, einer scharfen Lady im Lederdress. Wer dabei allerdings an Madonna (Louise Ciccone) denkt, ist auf dem falschen Dampfer. Denn hier handelt es sich um „Madame X“ aus dem gleichnamigen Film von Ulrike Ottinger. Über vierzig Jahre[…]

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Paranza – der Clan der Kinder (Regie: Claudio Giovannesi)

Eigentlich nette Jungs mit den üblichen Träumen und Wünschen: hübsche Mädels, schicke Klamotten und schnelle Motorroller. Wenn da nur nicht der Biotop wäre, in dem sie aufwachsen. In dem Fall handelt es sich um Neapel, wo bereits Kinder mit schweren Waffen unterwegs sind. Für sie[…]

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Ich war zuhause, aber… (Regie: Angela Schanelec)

„Ich war zuhause, aber…“ spielt in einem Spätsommer in Berlin. Astrid (Maren Eggert) hat einen 13-jährigen Sohn Phillip, der verschwunden war und jetzt wieder aufgetaucht ist. Astrid kommt angerannt, um den Jungen vom Jugendamt abzuholen. Schwer atmend fällt sie vor ihm auf die Knie, umarmt[…]

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Über Theater, Film und ein Buch

Andres Veiel und Andreas Dresen im Gespräch Eine Spurensuche vor Publikum – so ließe sich diese Begegnung am besten beschreiben, die auf Einladung der Akademie der Künste Anfang April stattfand. Anlass war die Buchpremiere „Andreas Veiel – Streitbare Zeitbilder“ der Autorin Claudia Lenssen, die die[…]

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Im Land meiner Kinder (Regie: Dario Aquirre)

„Bitte langsam, bitte langsam! Ich bin Ausländer und spreche nicht gut deutsch!“ Dario Aquirre, Maler, Performance-Künstler und Filmemacher aus Ecuador, hat aus diesem Satz einen rapartigen Song gemacht. Es ist bei weitem nicht sein einziger, aber ein ausgesprochen witziger Versuch der künstlerischen Verarbeitung dessen, was[…]

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Agnès Varda, eine Revolutionärin des französischen Kinos ist am 29. März 2019 im Alter von 90 Jahren gestorben.

Daniela Kloock schrieb im Mai 2018 über einen ihrer letzten Filme auf getidan: Augenblicke: Gesichter einer Reise (Regie: Agnès Varda) Agnès Varda ist die charismatische Königin des französischen Kinos. Sie hat fast den kompletten Männerreigen der Nouvelle Vague überlebt, Truffaut, Chabrol, Rivette, Resnais, Rohmer –[…]

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Filme der Berlinale 2019 – Auslese

Talking About Trees (Regie: Suhaib Gasmelbari) „Was sind das für Zeiten, wo ein Gespräch über Bäume fast ein Verbrechen ist, weil es ein Schweigen über so viel Untaten einschließt.“ Diese Brecht-Zeilen werden von einem der vier Männer zitiert, die im Mittelpunkt dieses Filmes stehen. Ibrahim,[…]

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Filme der Berlinale 2019 – Im Wettbewerb

Ich war zuhause, aber (Regie: Angela Schanelec) „Ich war zuhause, aber“ spielt in einem Spätsommer in Berlin. Astrid (Maren Eggert) hat einen 13-jährigen Sohn Phillip, der verschwunden war und jetzt wieder aufgetaucht ist. Astrid kommt angerannt, um den Jungen vom Jugendamt abzuholen. Schwer atmend fällt[…]

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Filme der Berlinale 2019 – Höhepunkte

Die Kinder der Toten (Regie: Kelly Copper, Pavol Liska) Ein Stummfilm mit Laien, in der Steiermark von zwei US-amerikanischen Künstlern ohne Deutschkenntnisse auf Super-8-Material gedreht, eine Zombieparade auf der Grundlage eines Romans von Elfriede Jelinek – geht es schräger? Wohl kaum. Endlich einmal etwas Mutiges,[…]

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Filme der Berlinale 2019 – „Überleben an den Rändern des Kapitalismus …“

Buoyancy (Regie: Rodd Rathjen) Wieder ist es das überzeugende Spiel eines Laiendarstellers, welches den Film trägt. Cahkra ist erst 14 Jahre alt und arbeitet schwer auf den Reisfeldern in Kambodscha. Um den Konflikten mit seinem Vater zu entgehen, haut er von zu hause ab und[…]

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Die zweite Heimat – Fotografien von Peter Bialobrzeski

Heimat ist ein großes, ein undurchsichtiges, ein prekäres Wort. Für manche bedeutet Heimat Sicherheit, Geborgenheit und Identität, für andere Flucht oder Widerstand, Ab- oder Ausgrenzung. Jahrzehntelang auf Grund seiner Instrumentalisierung durch die Nazis so gut wie tabu, taucht der Begriff jetzt immer häufiger auf. Tourismus,[…]

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Fahrenheit 11/9 (Regie: Michael Moore)

„How the fuck could this happen?“. Dies fragt sich Michael Moore in seinem neuen Film „Fahrenheit 11/9“ und sucht Antworten darauf, wie in einer der avanciertesten westlichen Demokratien ein „Neofaschist mit Twitteraccount“ (so M. M.) Präsident werden konnte. Mittlerweile scheint der US-amerikanische Filmemacher („Bowling for[…]

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Meine Welt ist die Musik – Der Komponist Christian Bruhn (Regie: Marie Reich)

„Meine Welt ist die Musik“ – der Titel, den die Regisseurin Marie Reich für ihren Film gewählt hat, ist auch das Lebensmotto Christian Bruhns. Daß der 84-Jährige Wahlmünchner einer der erfolgreichsten Komponisten und Musikproduzenten der Nachkriegszeit ist, weiß kaum jemand. Dabei hat er die Hits[…]

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