Glücklich wie Lazzaro (Regie: Alice Rohrwacher)

„Lazzaro“ flüstert es geheimnisvoll und beschwörend im dunklen Blattwerk, und „Lazzaro“ ruft es leise aus der Ferne. Musik dringt durch die Nacht, man sieht eine dunkle Kemenate, Menschen mit derben Gesichtern. Es wird gelacht, gesungen, Blicke werden getauscht. Dann kommt ein blasser, junger Mann ins[…]

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Auf der Suche nach Ingmar Bergman (Regie: Margarethe von Trotta)

Das aktuelle Kino erinnert mit Margarethe von Trottas Dokumentarfilm an den weltberühmten Filmemacher, der am 14. Juli vor 100 Jahren in Uppsala geboren wurde. Ingmar Bergman gilt noch heute als einer der besten Filmregisseure aller Zeiten. In Europa wie in den USA wird er gleichermaßem[…]

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Zentralflughafen THF (Regie: Karim Aïnouz)

Der 2008 stillgelegte Berliner Flughafen Tempelhof als größte Flüchtlingsunterkunft Deutschlands – das ist das Thema des neuen Films von Karim Aïnouz. Doch den brasilianisch-algerischen Regisseur (Praia Do Futuro, Wettbewerb Berlinale 2014) interessiert nicht nur dieser Aspekt. Anhand einer nachgestellten Architekturführung erfährt man auch einiges über[…]

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In den Gängen (Regie: Thomas Stuber)

Er ist wortkarg, ein Beobachter. Seine Vergangenheit bleibt im Dunkeln – doll kann sie nicht gewesen sein. Er, das ist Christian (Fritz Rogowski), ein junger Mann, der seine Probezeit in einem Großmarkt absolviert. Irgendwo da, wo früher die DDR war. Der Alltag hat seine ewig[…]

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„Abfallprodukte der Liebe.“ Eine Ausstellung mit Werken von Elfi Mikesch, Rosa von Praunheim und Werner Schroeter

Akademie der Künste Berlin, Pariser Platz 18.05. bis 12.08.2018 ______ Freundschaften sind Komplizenschaften. Man teilt etwas Gemeinsames, Vorlieben und Abneigungen. Aber Freundschaften sind auch unberechenbar, turbulent und wechselhaft. Wenn drei Menschen über Jahrzehnte, über Höhen und Tiefen, über Liebes- und Konkurrenzbeziehungen hinweg sich zugeneigt bleiben,[…]

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Der Buchladen der Florence Green (Regie: Isabel Coixet)

Kleine Buchhandlungen führen ein Nischendasein. Ihr Geschäftsmodell passt nicht mehr so recht in die heutige Zeit. Kaum jemand scheint auch zu wissen, dass fast fünfzig Prozent eines Buchpreises beim Verkäufer landen. So profitieren die großen Ketten, vor allem aber Amazon von der Bequemlichkeit der Leser[…]

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3 Tage in Quiberon (Regie: Emily Atef)

Marie Bäumer als Romy Schneider „Min Kamp“, mein Kampf – Romy Schneider hätte ihre Autobiografie auch so betiteln können. Denn ihr gesamtes, nicht eben langes Leben war wirklich ein einziger Kampf: gegen eine ehrgeizige Mutter mit ins Stocken geratener Film-Karriere, gegen das übermächtige Sissi-Image, gegen[…]

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Transit (Regie: Christian Petzold)

Christian Petzolds Thema sind Gespenster, Geschöpfe des „Nicht-Mehr“ oder „Noch-Nicht“. Immer wieder geht es in seinen Filmen um ein Leben im Schwebezustand, in Zwischenzonen. Unfälle, Verwechslungen oder falsche Entscheidungen machen seine Figuren zu Getriebenen oder Verfolgten, zu Menschen, die aus einer (sozialen) Ordnung und aus[…]

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Berlinale 2018 – Familien-Dokus im Panorama

Familienleben | Deutschland 2018 | Regie: Rosa Hannah Ziegler Alfred kann brüllen und mühelos 130 Kilo stemmen, wenn ihn die Wut packt. Er wohnt mit Biggi und ihren zwei Töchtern auf einem heruntergekommen Bauernhof in Sachsen-Anhalt. Alfred hat kein schönes Leben hinter sich, Heimaufenthalte, Drogen,[…]

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Berlinale 2018 – Filme aus Brasilien

Ex Pajé | Brasilien 2018 | Regie: Luiz Bolognesi Die Kultur der indigenen Völker ist überall auf der Welt bedroht. So auch im brasilianischen Regenwald. Seit 1969 sind die im Amazonasbecken lebenden Indianer mit den sogenannten Errungenschaften der westlichen Welt konfrontiert. Statt mit der Natur zu[…]

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Berlinale 2018 – When I am Dead and Pale (Regie: Zivojin Pavlovic | Serbokroatien 1967)

Dieser Film ist eine atemberaubende Wiederentdeckung. Er spielt in einem Land, welches heute nicht mehr existiert. Jimmy ist die Hauptfigur, ein Herumtreiber, ein Kleinkrimineller, der mit miesen Tricks diejenigen bestiehlt, die ihr spärliches und hart verdientes Einkommen schlecht hüten. Auch läßt er keine Gelegenheit aus[…]

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Berlinale 2018 – Zwei französische Filme über das Leben junger Menschen

Premières Solitudes | Frankreich 2018 | Regie: Claire Simon Die französische Regisseurin, Drehbuchautorin, Kamerafrau und Schauspielerin Claire Simon liebt Experimente. Und ihr gelingt in „Premières Solitudes“ ein kleines Juwel innerhalb der schier unüberschaubar gewordenen Masse an Filmen der Berlinale. Tessa, Manon, Elia, Catia oder Hugo[…]

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Berlinale 2018 – Wettbewerbsfilme aus Italien (Figlia mia), Schweden (Toppen av ingenting) und Frankreich (La Prière)

Figlia mia / Daughter of Mine | Italien | Regie: Laura Bispuri Ein Film, der die konfliktreiche Geschichte eines 10-jährigen Mädchens auf Sardinien erzählt, ist schon eine kleine Überraschung. Denkt man bei Insel-Melodram doch sofort an Liebesgeschichten à la Ingrid Bergman auf Stromboli. In Laura Bispuris Film[…]

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Akademie-Gespräch an der Berliner AdK zur Situation des Kinos in Deutschland

Es lebe das Kino! Es lebe das Kino, ein Aufruf, der kurz vor der BERLINALE auf offene Ohren stößt. Im letzten Jahr verzeichnete das Festival knapp 500 000 Kinobesuche. Eine Stadt im Filmfieber läßt vergessen, dass Kinos verschwinden – nicht nur in der Provinz oder[…]

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Licht (Regie: Barbara Albert)

Sehen kann wehtun …. Der Film handelt von zwei Menschen, die im Rokoko vermutlich über 200 Jahre zu früh lebten. Die blinde Pianistin Maria Theresia Paradis (1759–1824) hat es wirklich gegeben, sie war ein Wunderkind am Klavier, eine großartige Komponistin und vermutlich die erste sogenannte[…]

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Der seidene Faden (Regie: Paul Thomas Anderson)

„Der seidene Faden“ (Phantom Thread) handelt von der Schneiderkunst, von Macht- und Abhängigkeitsverhältnissen und deren Verschiebungen, und von einer zwanghaften männlichen Psyche und deren Aufweichung. Paul Thomas Anderson ließ sich bei sei seinem neuen Film vom Leben des spanischen Modemachers Cristóbal Balenciaga (1895-1972) inspirieren, dessen[…]

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Leaning Into The Wind – Andy Goldsworthy (Regie: Thomas Riedelsheimer)

Ein Mann stemmt sich auf einer Klippe gegen starken Wind. Mit all seiner Körperkraft hält er dagegen, hebt ab, stürzt, purzelt rückwärts, richtet sich mühsam auf und beginnt das „Spiel“ von neuem. Mit diesem einprägsamen und titelgebenden Bild endet der Dokumentarfilm von Thomas Riedelsheimer über[…]

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God’s Own Country (Regie: Francis Lee)

Bei der 20. Verleihung der British Independent Film Awards (BIFA) am 10. Dezember 2017 wurde God’s Own Country von Francis Lee als Bester britischer Independent-Film ausgezeichnet. Zudem wurden  Josh O’Connor als Best Actor, Francis Lee für sein Debütdrehbuch und Anna Bertmark in der Kategorie Bester Sound geehrt. Ein[…]

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Brecht und Benjamin – ziemlich beste Freunde?

„Benjamin und Brecht. Denken in Extremen“ in der AdK, Berlin Eine beeindruckende Ausstellung über zwei Giganten des 20. Jahrhunderts Wie spielte der traumwandelnde Walter Benjamin mit einem sich radikal der Aufklärung verschriebenen Dramatiker Schach? Flippte der ungeduldige Berthold Brecht angesichts des vergrübelten Gegenübers regelmäßig aus?[…]

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Andres Veiel – Werkschau des Regisseurs im Berliner Bundesplatz Kino

BEUYS Sonntag, den 17. Dezember 2017 um 15:30 Uhr Zu Gast: Regisseur ANDRES VEIEL   —————- Andres Veiel sticht in Wunden, legt Traumata frei, macht Dinge sichtbar, die im verborgenen schlummernd wirkmächtig sind. Seit den früher 1990er Jahren produziert Veiel Theaterstücke, Filme, Bücher, gehört zu[…]

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