Ein Klick – und der Film ist gewählt

Cinema on Demand Auf neuen Wegen ins Kino…  Die Lichtspielhäuser stehen mehr denn je vor großen Umbrüchen. Die technischen Veränderungen durch die Digitalisierung haben starke Konkurrenzmedien hervorgebracht, die das Kino als erstes und bisher kulturell wichtigstes Auswertungsfenster von Filmen zunehmend randständig machen. Hinzu kommt ein[…]

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Stationspiraten (Michael Schaerer)

Noch ein Debüt, diesmal aus der Schweiz, von Regisseur Michael Schaerer. Sein Thema: Krebs im Kindes- oder Jugendalter. Dieses nun alles andere als leichte Thema geht er gewitzt und erstaunlich leichtfüßig an. Kevin (Scherwin Amini), Benji (Vincent Furrer), Michi (Max Hubacher) und Jonas (Elia Robert)[…]

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Staub auf unseren Herzen (Hanna Dose)

Bekannt wurde der Film durch das tragische Ende einer der beiden Hauptdarstellerinnen, Susanne Lothar. Ihr viel zu früher Tod ist zweifellos furchtbar. Doch den Film nur deshalb anzusehen, der Sensationsgier nachzugeben, nach dem Motto, „der letzte Film“, das wäre fatal. Der Film hat’s nicht verdient.[…]

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Die Nacht der Giraffe (Edwin)

Wieder mal: Die Wahl des deutschen Verleihtitels ärgert. Auf der Berlinale lief der Film noch unter „Postcards From The Zoo“. Dieser Titel trifft viel genauer. Denn das ist es vor allem, was Regisseur Edwin bietet: Postkarten, Skizzen, Momentaufnahmen. In der Fülle sind die von großem[…]

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Hirnbruchstücke 36

Ein Apfel und ein Ei Weil Samstag ist, waren wir beim Chinesen. Da bekommt man das Mittagsbuffet für einen Apfel und ein Ei. Und eine Aussicht hat der Chinese über Fulda. Fürchterlich, weil überhaupt nicht vorhanden. Nur Dächer. Ich sitze da und stelle mir vor,[…]

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Im Nebel (Sergei Loznitsa)

Kein Ausweg, nirgends Ein außergewöhnlicher Film über das Ausgeliefertsein des Menschen im Krieg Der Mann zuckt mit der Schulter und trinkt ein Glas Wodka. Schicksal, sagt er nur. Seine Frau gibt ihm Speck und Zwiebeln. „Soll ich einen Spaten mitnehmen?“ fragt er die beiden Männer,[…]

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Die Ermüdung der Utopie (Ausstellung „Abschied vom Ikarus“)

Die Ausstellung „Abschied vom Ikarus“ schlägt ein neues Kapitel im deutsch-deutschen Bilderstreit auf. Leider hat sie nur ein schwaches Echo gefunden War die DDR eine gescheiterte Utopie? Oder startete sie schon als totgeborene Diktatur? Für den Zeithistoriker mag die Sache klar sein. Spätestens als die[…]

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Das ozeanische Gefühl

Hey, willst du nicht mal die News checken? Hmm? Internetradio? Zeitung auf’m Kindle? Handy-Apps? Ja, morgen vielleicht. Schau nur! Die Fischer kommen zurück. Lass uns nachschauen, was sie gefangen haben. Dies ist ein vollkommen fiktiver Text. Ähnlichkeiten mit lebenden Fischern oder untoten Politikern oder Feuilletonisten[…]

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Hirnbruchstücke (35)

Der Briefwechsel von Jochen Mersmann mit Heiner Lampert (2) Lieber Heiner, hier die gewünschten Wörter aus meinem Roman: es, weiter, Wille, Samstag, Menstruation, Hochhaus. Wähl einen anderen Titel für dein Stück. So wird das mit Peymann nie was. Wetter immer noch beschissen. Jochen   Lieber[…]

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Geschichte malen („Verführung Freiheit. Kunst in Europa seit 1945“)

An der Ausstellung „Verführung Freiheit“ hat sich ein Streit entzündet, ob Kunst politische Thematiken sinnvoll illustriert. Darüber diskutierten Kunsthistoriker in Berlin Ein sterbender Krieger, eine aufschreiende Mutter mit totem Kind, sieben symbolische Flammen. Als Picasso 1937 sein berühmtes Bild „Guernica“ malte, gelang ihm etwas Einzigartiges.[…]

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Laokoon & Propaganda – Skizzen

KUNST/ZEIT/SCHRIFT Um ein Bild zu verstehen, muss man zwei Dinge gleichzeitig tun: Die Dinge auseinanderhalten – sie unter-scheiden – und sie „zusammen sehen“. So gibt es also keine Trennung zwischen „Lesen“ und „Sehen“. In der Praxis. Wohingegen es sehr große Unterschiede macht, wie über das[…]

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Film-Chat: Red Dawn

Die getidan-Autoren Wolf Jahnke und Michael Scholten lernten sich in Berlin kennen, lebten von 2008 bis 2010 gemeinsam in einer Neuköllner WG und teilten ihre Filmleidenschaft bei vielen hundert DVD-Abenden und Kinobesuchen. Scholten wanderte nach Kambodscha aus, doch noch immer tauscht das Duo eifrig Informationen über Filme[…]

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Hannah Arendt (Margarethe von Trotta)

Mit dem Begriff der „Banalität des Bösen“ hat die Publizistin Hannah Arendt der geistigen Auseinandersetzung mit dem Terror der Nazis eine entscheidende Wendung gegeben. Geprägt hat sie den Terminus vor etwa einem halben Jahrhundert in Folge ihrer Beobachtungen beim Prozess gegen den Holocaust-Organisator Adolf Eichmann[…]

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The Loneliest Planet (Julia Loktev)

Kino als Kopfarbeit. Auch das kann reizvoll sein. Regisseurin Julia Loktev beweist es mit Eigensinn und Originalität. Alex (Gael Garcia Bernal) und Nica (Hani Furstenberg) wandern durch die Bergwelt Georgiens. Ein Einheimischer (Bidzina Gujabidze) führt sie. Die jungen Leute sind total auf sich selbst gestellt.[…]

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Jack Reacher (Christopher McQuarrie)

Regisseur Werner Herzog als Schauspieler. Das ist nicht neu. Doch Herzog als Fiesling vom Schlag eines James-Bond-Bösewichts – das ist von hohem Reiz. Der Regisseur von Kino-Klassikern wie „Fitzcarraldo“ (1982) tritt als „Zec“ auf, offenbar russisch-stämmiges Oberhaupt einer Verschwörung. Man darf es vorab verraten, der[…]

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Hirnbruchstücke (34)

  Ich bin und bleibe Mäuseträger Es soll Menschen geben, die noch keine Maus auf dem Kopf tragen. Ich kann es mir gar nicht vorstellen, denn seit ich eine Maus auf dem Kopf trage, hat sich mein Leben grundlegend geändert. Mäuse auf dem Kopf führen[…]

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Silver Linings (David O. Russell)

Menschen mit psychischen Störungen treten im Kino in den letzten Jahren oft in Komödien auf – gezeichnet mit Augenzwinkern, Verständnis, Sanftmut. Nur: Oft wird dabei die Schwere der Erkrankung überzuckert. Das ist meist ärgerlich. Drehbuchautor und Regisseur David O. Russell macht’s anders. Auch er wendet[…]

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Der Geschmack von Rost und Knochen (Jacques Audiard)

Côte d’Azur und Kino – da denken wohl die meisten sofort an die alljährlich im Mai stattfindenden Filmfestspiele in Cannes. Das könnte sich durch diesen Spielfilm ändern. Es geht um das Thema Nummer eins: die Liebe. Allerdings wird sie hier nicht als süß und himmlisch-schön[…]

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Paradies: Liebe (Ulrich Seidl)

Männer, die sich sexuelle Lust erkaufen, sind im Leben und in der Kunst nichts Ungewöhnliches. Frauen hingegen nach wie vor. Das Kino immerhin hat sich dem Thema schon zugewandt. So drastisch wie Ulrich Seidl in „Paradies: Liebe“ allerdings wohl nie zuvor. In diesem ersten Teil[…]

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Hirnbruchstücke (33)

Verkaterte Schockmauser Die Ruhe ist wie eine Katze, die es sich auf der Stadt gemütlich gemacht hat. Keine Autos fahren, keine Menschen eilen, alle liegen – vermutlich müde und abgekämpft, um im Katzenbild zu bleiben: verkatert – auf ihren Sofas und in den Betten. Eine[…]

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