Preisselbeersauce

Haßloch, es heißt wirklich so, ist eine kleine Stadt unweit von Mannheim. Sie wartet mit zwei Besonderheiten auf: besonders schnellen und steilen Achterbahnen und sonst unbekannten Lebensmitteln im Supermarkt. Die Achterbahnen sind Teil des „Holiday Park“, eines Themenparks, der einst aus einem charmant verschnarchten Märchenpark hervorging, das obligatorische Maskottchen ist hier ein schmutziggrüner Papagei mit gelber Baseballkappe. Über die Superlative wird heftig gestritten, aber im „Holiday Park“ stehen zumindest zwei der rasantesten und größten Achterbahnen der Welt, Höhepunkte der Ingenieurtechnik, und die Betreiber bieten auch therapeutische Kurse gegen Achterbahnangst an, deren Abschluss eine vergnügliche Fahrt ist (Achterbahnangst beeinträchtigt sicher massiv das Alltagsleben vieler Menschen). Obwohl der „Holiday Park“ sich also reichlich müht, ist die spannendere Parallelwelt die Stadt selber. Denn in Haßloch werden unauffällig Produkte getestet, bevor sie im Rest des Landes die Läden erreichen. Auch überregionale Zeitungen und Zeitschriften werden extra für die Haßlocher so präpariert, dass sie Anzeigen für diese Produkte enthalten, und die Fernsehwerbung wird für dieses kleine Sendegebiet verändert. So geht es seit Jahrzehnten und ist immer mal wieder eine Story in Funk, Fernsehen und Print wert. Interessant ist nun, dass zum einen die Geschichte mittlerweile allgemein bekannt ist, zum anderen das Internet jedem Haßlocher schnell Auskunft über die Sonderstellung fraglicher neuer Mayonnaisen im Regal geben könnte, und dieses permanente Menschenexperiment trotzdem nicht abgebrochen wird. Die Lösung dieses Rätsels liegt auf der Hand bei einem Besuch in Haßlochs kleiner Innenstadt: Wer ein wenig Prisoner – oder Truman Show– Flair oder wenigstens einen Hauch von Andersartigkeit erfahren möchte, erlebt im Supermarkt eine herbe Enttäuschung. Die Probeprodukte leuchten einem natürlich gerade nicht exotisch und interessant entgegen, und man müsste schon ein echter Supermarktexperte sein (und seltener Bio kaufen) um die wirklich noch unerprobte Tomatensuppe unter all den handelsüblichen verbesserten Rezepturen, neuen Dessins oder bisher übersehenen Trockenplörren ausfindig machen zu können. Die Aussagekraft der Tests liegt genau darin, dass Produktkenntnis trotz allem nur für wenige ein lebensfüllendes Hobby ist. Und die mühsam in die Massenmedien geschmuggelten Anzeigen diesen nicht dazu, die Haßlocher in einer verschwörerischen Scheinrealität einzusperren, sondern dazu, die Testartikel wenigstens so in ihren Hirnen zu verankern, dass sie danach greifen KÖNNTEN, auch wenn sie ihnen unbekannt sind. Selbstverständlich, darauf weisen die involvierten Institute ausdrücklich hin, sind die in Haßloch drapierten Wackelkandidaten durch die Bank ungefährlich und lecker und haben schon Jahre in Labors und Testreihen hinter sich. Der Unterschied zur wirklicheren Welt bei uns drum herum liegt also tatsächlich lediglich in einer weiteren Probephase, die exklusiv in Haßloch auf eine ganze Stadt unter simulierten Marktbedingungen ausgeweitet wird. Nein, nicht Haßloch ist das Interessante an dieser Geschichte.

In seinem äußerst lesenswerten Buch „Gehirnwäsche“ (dt. 2008 bei Zweitausendeins), das einen ernsteren Artikel verdienen würde, gibt sich der Brite Dominic Streatfeild größte Mühe, den ganzen Glauben an tatsächliche Gehirnwäsche, Hypnose, Suggestionen und unterschwellige Botschaften als Schwindel zu entlarven. Streatfeild hat illustre wie verschwiegene Experten zum Reden gebracht, und blättert eine wirklich schaurige Geschichte skrupelloser Versuche, vor allem gefördert durch amerikanische und britische Geheimdienste während des kalten Krieges, auf, wie Menschen gebrochen, entselbst und umprogrammiert werden sollen. Doch immer wieder gelangt er zur gleichen Pointe: Alles zwecklos. Das LSD, von der CIA als Wahrheitsdroge konzipiert, funktioniert vielleicht als alles Mögliche, aber zur eigentlichen Bestimmung überhaupt nicht. Anmaßende experimentelle Psychiater können ausgelieferte Patienten vielleicht durch Schlafentzug oder künstlich induzierten Schlaf, sensorische Deprivation, Geräuschfolter und wiederholte Befehle verwirren und lebensuntüchtig machen, aber ihnen nicht einen wirklich neuen Gedanken eingeben oder eine tiefsitzende alte Überzeugung nachhaltig brechen. Werbefirmen können Unsummen für aufblitzende Dias voller Befehle zum Popcornkauf herausschmeißen, und das getestete Kinopublikum hat in der Pause vor allem Durst. Die selbsternannten Experten für tiefenpsychologische Manipulation sind paranoide Wirrköpfe, und die beste Verhörmethode besteht immer noch in Stress und einer anschließenden Tasse Kaffee plus Zigarette. Gleichzeitig räumt Streatfeild auf jeder zweiten Seite ein, dass kluge Köpfe in eben dieser Sekunde überall auf der Welt von Gehirnwäsche träumen und ziemlich viele Hebel in Bewegung setzen, um sie möglich zu machen. Und sein Buch wimmelt von zerstörten Persönlichkeiten. Streatfeilds analytische Freude übersieht völlig, dass er freie und fröhlich integrierte Persönlichkeiten voraussetzt, die dem ganzen Mummenschanz trotzen können. Und wo will er die hernehmen?

Judas Priest, Screaming for Vengeance
Judas Priest, Screaming for Vengeance

Man muss sich nicht für Hard’n’heavy interessieren, um sein Kapitel über das Bohei um rückwärts gespielte Schallplatten in den 80ern angesichts toter Teenager besonders fragwürdig zu finden. Nein, es lassen sich keine Aufforderung zur Selbsttötung oder zur Anbetung Satans finden, wenn man Judas Priest-Platten genauestens untersucht. Aber, so Streatfeild, kunstvoll eingeflochtene Zeichnungen von zerspringenden Schädeln auf Covern, die dem flüchtigen Betrachter entgehen, und kaum wahrnehmbares kryptisches morbides Gebrabbel im Mix der Musik versteckt. Für einen reflexartigen Verteidiger der Rockmusik ist das relativ beunruhigender Tobak, doch Streatfeild freut sich klug über die Unwissenschaftlichkeit von Verschwörungs- und Wirkungstheorien. (Mehr Sorgfalt widmet er der Frage, unter welchen Umständen Folter gerechtfertigt sein kann, auch wenn sie bestenfalls völlig unzuverlässige Ergebnisse hervorbringt und natürlich mit massiven ethischen Problemen verbunden ist, die es abzuwägen gelte.) Streatfeild denkt strikt politisch, strategisch und militärisch, und so gelangt er in seinem ganzen, lesenswerten Buch nie zu der Frage, was er überhaupt als psychologische Wirkung definiert – von Schlafentzug bis zum Plattencover, und was als Selbstbestimmung. Der Schlafentzug et al verdient einen deutlich ernsteren Artikel, doch das Plattencover sollte uns beschäftigen.

Wenn die Menschen von Noelle Neumann und Kollegen gefragt werden, ob es sie in ihren Ansichten beeinflusse, wie häufig Politiker im Fernsehen auftauchen, antworten sie in der Regel mit einem strikten, selbstzufriedenen „Nein“. Wenn sie Politikernamen aufzählen sollen, nennen sie die, die am Häufigsten im Fernsehen zu sehen sind. Dass kritische Menschen, und das sind wir ja immer irgendwie alle, bspw. skeptisch gegenüber „Wer wird Millionär?“ sind erfüllt sie mit Stolz, und trotzdem wissen sie, welche Joker zur Verfügung stehen. Wer nicht regelmäßig non-fiction in der Glotze konsumiert, und sei es mit halbem Auge, hat regelmäßig das Gefühl, auf einem fremden Planeten gestrandet zu sein, weil immer wieder über Nacht bestimmte Bilder und Ansichten zu heißen Themen allgegenwärtig sind, die beim ersten Hören nichts mit der Sache zu tun zu haben scheinen, und die die lieben Mitmenschen angeblich alle spontan aus sich selber herausschöpfen. Was nicht heißt, dass die Einbettung eigener Gedanken in unerkannte Klischees aus Zeitungen, Zeitschriften, Internet und Büchern prinzipiell irgendwie besser wäre. Es heißt, das Letzte, was ein Fisch bemerken könnte, sei Wasser. Wir schwimmen alle.

Seit den 8oern wird viel Aufhebens um die „Event-Kultur“ gemacht, um Guy Debords „Gesellschaft des Spektakel“. Großereignisse, Monsterfirmen, Megastars und künstliche Ausnahmezustände machen uns zu manipulierten Gaffern. Selbst Naomi Klein argumentiert in ihrer „Schock- Strategie“ gekonnt ein backsteindickes Buch lang, dass der gegenwärtige Kapitalismus die Menschen durch heftige Erschütterungen auf sich einschwören und manipulierbar machen würde. Das ist alles klug und sicher sehr richtig, aber sind es die wirklich die Mobilmachungen, die Sonderfälle und Extremsituationen, die uns prägen, oder sind es nicht eher die Immobilmachungen, die Regelfälle und die Normalität? (Das ist übrigens natürlich ein Gedanke, der auch Naomi Klein beschäftigt, dass wir angesichts deutlich ausgestellter Katastrophen mit einer unnormalen Normalität Frieden schließen sollen, aber sie argumentiert dennoch vom anderen Ende her).

Was in dieser Gesellschaft in diesem Land zur Zeit ausgetragen wird, an allen Ecken und Enden, ist eben kein Kampf um Extreme, sondern um die Definition und die Definitionsmacht von unspannender Normalität (die nach wie vor das Spannendste, Unnormalste und Utopischste bleibt) . Das Wildeste, was der Bundespräsident zur Zeit offenbar tun konnte, war, ohne besondere Pointe oder Positionierung, den Islam zur Normalität in diesem Land zu erklären, und das geht tatsächlich sehr viel weiter als ein flammender Appell an Toleranz oder sogar an heftige Sympathie. Die Massenmedien wimmeln davon, was man sagen können muss oder darf oder eben nicht, welche Denkrichtungen in welchem Kontext wie formuliert werden dürfen oder sollen. Das reicht von Kopftüchern über Zigaretten auf öffentlichen Plätzen bis hin, natürlich, zu angeblich tabuisierten xenophoben Grundwerten und wirtschaftlichen Scheinnotwendigkeiten.

Die Bandmitglieder von Judas Priest, die der sicherlich unverdächtige Gehirnwäschenexperte Dominic Streatfeild mit Wohlwollen und Respekt schildert, sind sicherlich nette Leute, die keine amerikanischen Teenager zum Selbstmord anstiften wollten. Versteckte Bilder von deformierten Schädeln, makabre Scherze und düstere Larmoyanz sind ihr Alltag, entsprechen ihrem Lebensgefühl, und damit verdienen sie ihre Brötchen. Selbst amerikanische Teenager entscheiden selber, ob sie sich erschießen wollen oder nicht, und außerhalb der USA sind Schadensersatzklagen gegen kulturelle Einflüsse ohnehin nicht üblich. Aber es bleibt die Frage nach der Bedeutung eines kulturellen Umfelds. Nicht das Medium ist die Botschaft, wie McLuhan und seine Adepten seit den 60er Jahren behaupten, sondern das Zeichensystem, oder eben das kulturelle Umfeld einer Aussage.

Bild via Deesillustration.com

Der vehementeste Nachfolger McLuhans war bekanntlich der Fernsehkritiker Neil Postman, der behauptete, „Sesamstrasse“ würde Kinder nicht dazu bringen, das Lernen zu lieben, sondern nur dazu, dass Fernsehen zu lieben. Wenn Lehrer sich nicht aufführen würden wie die quietschbunte Menagerie in der „Sesamstrasse“, wären das A und B und die Zahlen von 1 bis 10 nicht mehr annähernd so attraktiv für ein durch Jim Henson geprägtes Publikum. Postman war, wie er selber immer gerne zugab, ein Kulturkonservativer. Die Pädagogen, unter deren Aufsicht Jim Henson und seine Leute die „Sesamstrasse“ konzipierten, waren es nicht. Der Unterschied zwischen diesen beiden Lagern liegt nicht in der Frage nach Fernsehen oder nicht, sondern in der Frage, ob Lernen mit Witzen über Frösche, die von Mauern fallen, verbunden werden kann, oder bspw. eindeutige Autoritätsfiguren braucht. Ein regelmäßiges didaktisches Straßentheater mit flauschigen Puppen in armen Großstadtregionen hätte Postman sicherlich auch nicht glücklich gemacht.

Heavy Metall-Fans verweisen unermüdlich auf die intelligenten und problembewussten Texte mancher Gruppen, auf die musikalische Virtuosität und die stilistische Vielfalt. Halbwegs intelligente Heavy Metall-Skeptiker fürchten sich nicht vor CDs (und dämonisieren auch keine Plattencover), sondern stehen ratlos vor einem Zeichensystem, das ganz sicher keine Teenagerselbstmorde produziert, aber eventuell dumpfe, todesverliebte Agonie potenziert (und alle Liebhaber von Rockmusik können sich vermutlich darauf einigen, dass ihr unbestreitbarster Vorzug ist, in allen Spielarten Gegengift zu dumpfer, todesverliebter Agonie zu sein).

Wenn Wirkung tatsächlich aus dick herausgestrichenen Aussagen, Statements und erkennbaren ausgefallenen Reizen bestünde, würden Städte nicht verschönert und keine Blumen am Straßenrand gepflanzt, es würde keine „Initiative soziale Marktwirtschaft“ geben, keine Waldorfschulen, und keine Debatten um Leitkultur. Wenn Wirkung aus Medien und leeren Ritualen bestünde, könnten Louis Malle-Verehrer auch genau so gut Bollywood und Nollywood-Filme betrachten, und Frank Plasberg müsste nicht jede Woche eine neue Talkshow über die Bühne bringen (nein, das sind immer neue Sendungen, außer in den Produktionspausen, es kommt einem nur nicht unbedingt so vor). Und wenn kulturelle Wirkung in eindeutig benennbaren Produkten/Reizen/Erfahrungen begründet wäre, wäre es Rauchern egal, was sie rauchen, wären Markenartikel unwichtig, und die Popmusik befände sich nicht in der Krise. Und Haßlochs Supermärkte wären spannend.

Die (umstrittene) „broken windows“-Theorie bringt die amerikanische Polizei in kriminalitätsgefährdeten Bezirken dazu, ansonsten unbescholtene Menschen wegen umgefallener Mülleimer und heruntergetretener Gartenzäune zu schikanieren, lediglich aufgrund des Gedankens, dass Signale der Verwahrlosung Aggressionen, Verantwortungslosigkeit und Rechtlosigkeit nach sich ziehen könnten.

Beinahe alle Diskussionen über problematische, nicht justiziable, Inhalte im Internet ignorieren die Tatsache, dass sie sich ja einfach wegklicken lassen, so wie Auseinandersetzungen über Fernsehsendungen eben nicht damit erledigt sind, dass ja niemand gezwungen ist, sich den Schrott anzutun.

Die Erkenntnis, dass es Zeichensysteme gibt, die uns umgeben wie Herbstluft, und denen wir ähnlich schlecht ausweichen können, ist lange noch kein Grund, sich mit einer Menge Rudolf Steiner in einer Berghütte zu verschanzen, oder einem unangenehme Signale von der Straße zu prügeln. Sie verpflichtet lediglich, wie üblich, zum genauen Hingucken, und auch das fällt furchtbar schwer, da sich beinahe jedes Zeichen in einem entsprechenden Zeichensystem umdeuten lässt. Wer verliebt ist, hat absolut recht, wenn er eventuelle Irritationen nicht wichtig nimmt. So wie sich tiefverwurzelte Überzeugungen und begründete Vorlieben nicht durch ein seltsames Zitat aushebeln lassen.

Die Frage ist, ab welchem Punkt wir in nicht schön und klug selbstgewählten Kontexten nicht mehr aufwachen können, ab welchem Punkt eine reichlich beliebige und bröckelige Konstruktion sich als allgemeingültige Schwerkraft aufspielt, und damit sind wir wieder mitten in Haßloch. Wer kopfkratzend vor den Regalen voller abgefüllter und eingeschweißter Salatsaucen steht und sich ernsthaft die Frage stellt, welche von ihnen eventuell noch ihrer offiziellen Produkteinführung harrt, welche ein wenig bizarrer, origineller, unerprobter aussehen mag, welche als Mitbringsel aus einer unerhörten Anderswelt taugen könnte, sieht sich mit einem Mal unvorbereitet mit der tonnenschweren Absurdität von Salatsaucenregalen konfrontiert, wie mit der von der Suche nach einer Sensation. Und geht mit unklarem Seufzen seiner Wege.

Hier beginnen die interessanteren Fragen.

Es macht ja nicht immer Sinn, mit den Beatles anzufangen, aber manchmal muss es sein. Diese Gruppe hat als erste ihre Platten mit verwirrenden zusätzlichen Bedeutungsebenen beladen. Aber wie verwirrend waren die wirklich? In der Ausblende von „Strawberry fields forever“ knurrt John Lennon möglicherweise schläfrig: „I buried Paul.“ Als ein kleiner Teil der Welt sich mit der Möglichkeit zu befassen begann, Paul Mc Cartney könnte tot und durch einen Doppelgänger ersetzt worden sein, versicherte dieser, der entsprechende Tonschnipsel habe den Wortlaut „Cranberrysauce“, und wer das nicht lustig fände, würde den Humor der Beatles nie begreifen. Offiziell also nichts als Preisselbeersauce, aber die Ohren dieses Autors hören tatsächlich ganz unmissverständlich: „I buried Paul“. Und es macht keinen Unterschied. Bei einem Lied darüber, sich in Erdbeerfeldern zu verlieren und die äußere Realität hinter sich zu lassen, das Rhythmus und Tonart in der Mitte wechselt und versichert, dass das Leben mit geschlossenen Augen einfach sei, ist eines so gut wie das andere. Das Zeichensystem des Songs (und erst recht im Zusammenhang mit der Rückseite „Penny Lane“, anderer Songs, dem Image der Beatles, der damaligen Jugendkultur, der Idee der Psychedelik) ist unmissverständlich, wenn auch nicht unbedingt einfach formulierbar, und kaum jemand wird sich in einem Fall dazu inspiriert fühlen, jemanden umzubringen, im anderen, einen Kuchen zu backen.

Es geht nicht um Salatsaucen, und es geht nicht um Preisselbeersauce. Es geht nicht um einzelne Symbole, Provokationen, Ereignisse, Nachrichten, Gesetze. Es geht um Meere. Um ihre Kartographierung, ihre Analyse, und vor allem um unsere Möglichkeit, selbstgewählt in diesem oder jenem zu schwimmen. Ohne dabei einzelne Strömungen und Wale aus den Augen zu verlieren. Oder auch nur glitzernde kleinere Fische.

Text: Florian Schwebel


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