Fassbinders Bayern – Chronik einer schwierigen Beziehung

Zum 70. Geburtstag von Rainer Werner Fassbinder

Von Markus Metz und Georg Seeßlen

Fassbinders Bayern – Chronik einer schwierigen Beziehung

Fassbinder hat die Hassliebe zu seiner Heimat nicht wie Achternbusch oder Kroetz ins Zentrum seiner Arbeit gestellt, doch sie ist auch bei ihm immer wieder präsent. Und auch Bayern tat sich mit dem „Enfant terrible“ Fassbinder schwer.(BR2)

Die Autoren Markus Metz und Georg Seeßlen zeichnen zum 70. Geburtstag von Rainer Werner Fassbinder die schwierige und doch sehr fruchtbare Beziehung Fassbinders zu seiner Heimat Bayern nach: von den Anfängen in der Münchner Theaterszene bis zum konfliktreichen Umgang mit seinem Erbe. Zwar stand bei Fassbinder die Hassliebe zu Bayern weniger im Zentrum seiner Arbeit als etwa bei Herbert Achternbusch oder Franz Xaver Kroetz. Aber das Bayerische ist auch bei ihm immer wieder präsent. München bildet den Hintergrund für seine frühen Filme, aber auch ein späteres Werk wie „Händler der vier Jahreszeiten“ schöpft aus dem Lokalkolorit der bayerischen Landeshauptstadt. Auf der Bühne wie im Film entwickelte Fassbinder ein sehr spezielles „Kunstbayerisch“ als eine Sprache der emotionalen Verkrüppelung und griff immer wieder Stoffe bayerischer Autoren auf. Andererseits hat auch Bayern gezögert, Fassbinder als einen Sohn des Freistaats anzuerkennen. Man tat sich schwer mit dem „Enfant terrible“, mit seinem Bayerisch-Sein beziehungsweise der Verweigerung dessen. (BR2)

Von Markus Metz und Georg Seeßlen

Produktion: BR2 2015

Quelle: Bayern 2 – radioThema 
Donnerstag, 28. Mai 2015, 20.03 Uhr

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