Solang ich lebe (Yash Chopra) DVD-Tipp

Rohrkrepierer

„Der Mann, der nicht sterben kann“, ein todesverachtender cooler Bombenentschärfer in einem großen, bonbonfarbenen Liebesfilm, zwischen zwei Frauen, pardon the pun, beinahe zerrissen. Ich war gespannt. cialis 20mg Was ich aber dann auf 150 Minuten geboten bekam, liebes Bollywood, war leider ein ziemlicher Rohrkrepierer. „The Hurt Locker“ auf Indisch ist dies nicht, mit irgendeiner Realität außer der von Sonnenbrillenmarken hat „Solang ich lebe“ nichts zu tun. Das wird schon in der ersten Sequenz klar, einer italowesternhaft in Szene gesetzten Bombenentschärfung auf dem Markt von Ladakh. 97 Bomben hat Major Samar Anand (Shah Rukh Khan) schon entschärft und dabei jedes Mal einen Schutzanzug abgelehnt. Schnippschnapp, ultracool, Bombe tot, Sonnenbrille auf und ab aufs Motorrad. „Welches Schicksal hat ihn dazu gemacht?“, wird uns zugeraunt, und dann mit Hilfe einer jungen Journalistin erzählt. Rückblende. Rückblende. Rückblende.

Shah Rukh Khan, Jahrgang 1965, also auf die 50 zugehend, wird zum 25-jährigen Straßenmusiker, der sich in London sein Geld verdient, als Hilfskellner jobbt, einer wunderschönen jungen reichen Frau begegnet, ihr ein Pajabi-Lied beibringen soll, und dabei der unerfüllbaren großen Liebe begegnet. Niemals mehr als Freunde sein wollen sie, keine Grenze überschreiten, denn sonst könnte Gott sie bestrafen. Religiöser Kitsch und Aufnahmen im Schnee amalgieren hier mit den üblichen Zutaten des Bollywood-Films, es gibt schwülstige Kirchenszenen, einen Song in einer roten Londoner Telefonzelle und ein fetziges Post-Punk-Straßenballett in so etwas wie einer U-Bahnröhre.

To whom it may concern, an mir ging diese sinnfreie Konfettibombe relativ vorbei, dabei wollte ich einfach schönen runden Bollywood-Spaß haben in diesem letzten Regiewerk des Altmeisters Yash Chopra. Der 80-Jährige war 2005 mit „Veer und Zaara – Die Legende einer Liebe“ Gast auf der Berlinale und im Folgejahr Mitglied der Berlinale-Jury gewesen. An Shah Rukh Khans Seite spielen Katrina Kaif (ZIindagi Na Milegi Dobara – Man lebt nur einmal) und Anushka Sharma (Rab Ne Bana Di Jodi – Ein göttliches Paar), aber die Funken wollen nicht recht stieben. Also, Achtung Kalauer, dem Plot zum Trotze doch kein Bombenfilm.

Alf Mayer, cultmag

Solang ich lebe – Jab Tak Hai Jaan (Special Edition) [2 DVDs]

Indien 2012

Regie: Yash Chopra

ab 6 Jahren

Rapid Eye Movies (Alive)

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