Der Rosenkrieg (Danny DeVito)

Mit zynischer Freude

„Einem Mann wie mir“, sagt der Anwalt Gavin DAmato, „sollten Sie zuhören, wenn er Ihnen eine Geschichte erzählt.“ Das sollten Sie wirklich, denn Gavin DAmato ist Danny DeVito, der diese Geschichte 1989 erzählte, als Regisseur und Darsteller. Und Millionen haben ihm zugehört seitdem, der Titel dieses vorzüglichen Films wurde redensartlich und seither denken bei dem Stichwort „Rosenkriege“ nur noch Historiker an englische Geschichte.

Das ist eine böse Komödie, an deren Ende die sterbende Ehefrau die ausgestreckte Hand ihres Mannes abweist. Vorher haben sie sich auf dem Kronleuchter bekämpft, was sonst nur Menschen taten, die Degen trugen. Der Regisseur DeVito lässt diese Szenen einer Ehe ganz langsam, ganz sachte anlaufen, um sie dann mit zynischer Lust hochzutreiben. Was Kathleen Turner und Michael Douglas hier zeigen, das ist Schauspielerei allererster Güte. Doch, das Zuhören lohnt.

Text: Henryk Goldberg

Text erschienen in Thüringer Allgemeine

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