„Bäumchen wechsle dich“

Ein „swerve“ ist eine Ausweichbewegung, ein plötzlicher

Schwenk, und als Titel gut gewählt für diesen nur auf DVD erhältlichen australischen Film. Die kleine Thrillergeschichte hat man anderswo auch schon gesehen, sie will nicht mehr als 86 Minuten unterhalten. Das tut sie auf anständige und amüsante Art.

Das Personal ist sehr überschaubar: ein Geldkoffer, ein Fremder, der ihn findet, buy cialis proffessional online eine rätselhafte Frau in einem Cabrio, ihr Mann, ein ziemlich wütender Polizist, ein Jäger/Killer, der den Koffer sucht, und ein Barkeeper im einzigen Hotel des kleinen Wüstenkaffs. Die Weite Australiens kontrastiert auf interessante Weise mit dem beschränkten Handlungsrahmen, der immer wieder neue Wendungen nimmt.

Die ersten sechs Minuten kommen ohne Dialog aus, der erste Stromstoß ist ein Auto, das fast von einem Zug gerammt wird; der Zug wird noch eine Rolle spielen, es ist der „Indian Pacific“ von Ost nach West. Drogen und Geld werden getauscht, eine Zeitbombe tickt, ein Auto explodiert, das andere wird bei einem Ausweichmanöver von der Frau im Cabrio gerammt und überschlägt sich spektakulär. „Was ist dir lieber? Füße oder Schultern?“, fragt ein Rettungssanitäter den anderen, nachdem wir zuvor erfuhren: „Die Windschutzscheibe hat ihm den Kopf sauber abgetrennt.“

Colin, der Fremde auf der Durchreise, gibt den Geldkoffer bei der Polizei ab, wo ihn Frank in einer Zelle deponiert und den Fremden für den Abend einlädt. Die Ehefrau ist die aus dem Cabrio, die eigentlich mit einem gepackten Koffer aufgebrochen war. Der Abend am Swimmingpool hat nette Lichteffekte, überhaupt ist der Film alleine seines Lichtes wegen eine Freude. Ok, eine Australienreise ersetzt er nicht, aber das Licht erkennt und erinnert man wieder. Auch dies ein schöner Gegensatz zur Schwärze der Story, die bald schon in einen Minenschacht führt, in dem ein Toter liegt, und in dem der inzwischen tote Polizistenehemann nun auch landen soll. „Du planst das schon eine ganze Weile, oder?“, fragt Colin die geheimnisvolle Jina (Emma Booth), aber es folgen noch etliche Volten in diesem drei Personen-und-ein-Verfolger-Stück.

Einen ironischen Rahmen setzen ein Marschkapellenwettbewerb, eine immer vor den Weg laufende Polizistenreisegruppe, der kleine Ort Neverest mit nur einer Straße, die aus ihm

führt, und der mürrische Barkeeper, der am Ende eine Fabel bereithält. Der Ton ist leichtfüßig, die Mechanik nicht überfrachtet, der Film ein ehrliches (kleines) Vergnügen.

Alf Mayer, CrimeMag

Swerve – Falscher Ort, falsche Zeit

Australien 2011

Regie und Buch: Craig Lahiff

mit: Jason Clarke, Emma Booth, David Lyons

DVD: Ascot Elite

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