Reese Witherspoon, die für ihren Auftritt in „Walk the Line“ (2005) den „Oscar“ ergatterte, hat jede Menge Kredit bei allen, die gute Unterhaltung mögen. Ob in „Eiskalte Engel“ oder in „Natürlich blond“ – sie hat mit Charme und Witz gepunktet.

Die verschleudert sie nun in der dünnen Story um zwei Männer und eine Frau. Die Beiden (Tom Hardy und Chris Pine) sind CIA-Agenten und beste Freunde. Sie wollen einander nichts Böses, nur die Frau (Reese Witherspoon) wegschnappen. Da ist viel Ansatz zu Komik, doch die geht selten über Krach-Bumm-Zisch hinaus. Wofür es noch einen deutschen Bösewicht gibt, den Til Schweiger spielt. Das macht’s auch nicht besser.

Regisseur McG gelang es nicht, Action, Romantik und Humor gut auszubalancieren. Je länger sich die Geschichte hinzieht, umso angeschaffter wirkt der Witz, manche Gefühlsregung aufgesetzt und jeder Anlass für Action zu konstruiert. An die Klasse seiner Kino-Version der TV-Serie „3 Engel für Charlie“ reicht er nicht heran.

Reese Witherspoon macht ja eine ausgesprochen gute Figur. Tom Hardy, gerade erst in „Dame, König, As, Spion“ glänzend, Chris Pine sorgt mit Muskeln und Macken für Abwechslung. Auch Til Schweiger hat seine Momente. Um einen verregneten Nachmittag aufzupeppen reicht das, leider nicht zu mehr.

Peter Claus

Das gibt Ärger, von McG (USA 2012)

Bilder: Fox

 

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