Der-unaussprechliche-Vulkanfilm-680

Tierärztin Valérie (Valérie Bonneton) und Fahrlehrer Alain (Dany Boon) sind ein Paar, das nur noch durch Hass aneinander gekettet ist. Als die Tochter in Griechenland heiraten will, sollen die Zwei natürlich dabei sein, friedlich vereint. 2010 passiert’s. Das ist das Jahr, in dem der Ausbruch des isländischen Vulkans Eyjafjallajökull tagelang für ein globales Verkehrschaos sorgte. Und in dem stranden die Streitenden natürlich. Sie müssen gemeinsam kämpfen, um zum großen Tag ihres Kindes zu kommen. Doch sie können nicht. Klar also, dass zur Aschekatastrophe vom Himmel noch ganz andere Katastrophen kommen …

Komisch soll  das sein – und ist doch nur öde. Die Story wirkt nicht einmal wahrhaftig, sondern nur ausgedacht, die Akteure dürfen keinerlei Charme entwickeln, der Wortwitz bleibt weitgehend pointenfrei. Dany Boon („Willkommen bei den Sch’tis“) mutet derart unsympathisch an, dass man versucht ist, ihn mitten hinein in den Eyjafjallajökull zu wünschen. Was nicht an ihm liegt. Es liegt daran, dass Drehbuch und Regie den Erzkomödianten von einer kindischen Situation in die nächste hetzen. Dabei kann kein Erwachsener eine gute Figur machen.

Sich kabbelnde Paare können urkomisch sein. Man denke nur an „Leoparden küsst man nicht“. Nur wenn nicht in der Wirklichkeit verankert, und wenn die Story frei von jeglicher Herzenswärme ist, gehen sie einem nur auf die Nerven.

Peter Claus

Bild: © SquareOne / Universum Film

Eyjafjallajökull – Der unaussprechliche Vulkanfilm, von Alexandre Koffre (Frankreich / Belgien 2013)

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