Traumfrauen (von Anika Decker)

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Man möchte es nicht glauben, doch man muss: Der deutsche Film kann immer noch schlechter sein als schon gedacht. Mit dieser Null-Geist-Klamotte ist ein neuer Tiefpunkt erreicht.

Hannah Herzsprung, Karoline Herfurth, Palina Rojinski, Iris Berben, Michael „Bully“ Herbig, Elyas M’Barek, Helene Hegemann und andere mehr oder weniger prominente Schauspielerinnen und Schauspieler müssen im Regie-Debüt der bisher als Drehbuchautorin bekannten Anika Decker („Keinohrhasen“) durch eine Sturzflut von Billiggags staksen und stolpern, dass es weh tut.

Die in eine Revue viertklassiger Ulknummern ohne Ulk-Faktor gepresste Story ist nur zu erahnen: da soll wohl mal ein bisschen wider dem allgemein wabernden Gesäusel von den Superfrauen der bürgerlichen Gegenwart gepiesackt werden. Könnte lustig sein, wenn geistreich und vielleicht sogar gefühlvoll. Gezeigt werden vor allem Mädels, die sich als Heulsusen entpuppen, als vorvorgestrige Typen, die sich den Männern total ergeben und allein darin ihren Lebenssinn sehen. Das ist nicht nur Unsinn, das ist Schwachsinn. Das Schlimmste: Der „Humor“ zielt fast nur darauf ab, über die Figuren zu lachen, statt sich mit ihnen zu amüsieren. Man kann gar nicht so viel kotzen, wie man angesichts dieses Mülls gern kotzen würde.

Peter Claus

Bilder: © Warner Bros.

Traumfrauen, von Anika Decker  (Deutschland 2014)

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