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2012 kam „Die Kirche bleibt im Dorf“ heraus, eine zum Schmunzeln anregende Klamotte mit Heimatfilmanklang, nett. Der Erfolg war verdient. Leider hat er zu einer Fortsetzung verführt, die einen fast nur gähnen lässt.

Schwaben in Norddeutschland. Das ist die unoriginelle Grundidee, um die herum eine überraschungsarme Story gestrickt wurde: Da müssen Musikanten zweier verfeindeter Gemeinden gemeinsam in Hamburg musizieren, um das Geld für die dringende Renovierung der gemeinsamen Kirche zusammen zu bekommen. Das Lustspiel wird geradezu lustlos abgespult. Einzig die musikalischen Nummern halten einen wach.

Mundart-Witz im Kino ist selten. Man wünscht sich das öfter, doch dann, bitte, muss der Witz auch zünden. Hier verpuffen zu viele Gags, weil sie keine wirklichen sind. Es fehlt an kernigem Humor, der auch mal die kleinen grauen Zellen in Gang setzt. Traurig: gute Schauspielerinnen wie Karoline Eichhorn und Natalia Wörner werden regelrecht verheizt. Drum verlässt man das Kino nicht amüsiert, sondern verärgert ob der peinlichen Posse.

Peter Claus

Fotos:

Täterätää! Die Kirche bleibt im Dorf 2, von Ulrike Grote     (Deutschland 2015)

 

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