My Name Is Khan

Rizvan Khan (Shahrukh Khan) ist Autist. Deshalb kann er bei anderen Menschen oft nicht die wahren Gesichter hinter den Masken des Lächelns erkennen. Humor, gar Ironie, versteht er überhaupt nicht. Deshalb macht er sich wirklich auf den Weg, als seine Frau Mandira (Kajol) witzelt, er soll zum US-Präsident gehen und ihm sagen, dass er kein Terrorist ist, nur weil er einen muslimischen Namen hat. Rizvan Khan macht sich quer durchs Land auf den Weg. Während der Reise denkt er über sein Leben nach, erinnert sich, wie er Mandiras Liebe erobert hat, wie nach den Anschlägen vom 11. September 2001 die Kunden in ihrem Schönheitssalon wegblieben, wie der Sohn nur wegen des Namens „Khan“ zu Tode geprügelt wurde. All das will der dem Mann im Weißen Haus erzählen und um Hilfe bitten. Doch wird er je dort ankommen?

Die Hauptdarsteller sind das A und O. Shahrukh Khan und Kajol fesseln mit Gefühl und Leidenschaft. Wohl niemand kann sich ihrem Zauber entziehen. Superstar Shahrukh Khan setzt sich auch in Wirklichkeit für ein friedliches Miteinander ein. Das hat ihm in Indien von politisch rückständiger Seite viel Ärger eingebracht. Doch er gibt nicht auf. Das beweist auch dieser berührende Film! Regisseur Karan Johar verzichtet weitgehend auf typische Bollywood-Zutaten wie üppige Tanzszenen. Dafür bietet er einen traumhaft sicheren Balanceakt zwischen Romantik und Gesellschaftskritik. Das macht den Film zu einem packenden Aufruf zu Toleranz im Miteinander der Kulturen – und zu starkem Kino voll feinem Humor.

Autor: Peter Claus

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