Contraband (Baltasar Kormákur)

Ex-Teenie-Pop-Star und Ex-Model Mark Wahlberg beweist mal wieder, dass er als Schauspieler vor allem im Part des harten Kerls fesseln kann. Diesmal verkörpert er einen Mann, der dem Verbrechen Adieu gesagt hat. Doch die Umstände zwingen ihn zu einem vermeintlich letzten Großeinsatz als Schmuggler.

2007 bekam Mark Wahlberg für eine Nebenrolle in „Departed – Unter Feinden“ immerhin eine „Oscar“-Nominierung. Dafür muss man schon was können. Und, ja, er kann. In diesem Thriller sorgt er durch die Doppelbödigkeit seines Spiels für besondere Spannung. Lange ist nicht klar, ob der von ihm verkörperte Chris ein Ehrenmann oder ein Gauner ist. Das ist recht reizvoll. Denn als Zuschauer erwischt man sich immer wieder dabei, dass man vielleicht einem echt fiesen Typen auf dem Leim geht und ihm die Daumen drückt.

Inszeniert hat der vor zwölf Jahren mit der Erotik-Komödie „101 Reykjavik“ international bekannt gewordene Isländer Baltasar Kormákur. Er gibt mit diesem Krimi seinen Einstand in Hollywood. Die Handlung des Films basiert auf dem 2008 gestarteten isländischen Publikumserfolg „Reykjavík Rotterdam“. Darin hatte Kormákur, der in seiner Heimat auch als Darsteller geschätzt wird, die Hauptrolle gespielt. In seinem Remake setzt er mit Mark Wahlberg auf einen zugkräftigen Star. Der und das zügige Tempo des Films sorgen dafür, dass sich Action-Fans gut unterhalten können – nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Peter Claus

Contraband, von Baltasar Kormákur (USA/ Großbritannien 2012)

Bilder: Universal

Share

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Ich akzeptiere