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Sieben Regisseure, sieben Episoden, sehr locker miteinander verwoben, sieben Tage Havanna, sieben Milieuskizzen, Alltag von Montag bis Sonntag. Da erwarten wache Geister einen in politischer Hinsicht aufmerksamen Film. Geboten jedoch wird nette, süßliche, durchweg leichte Unterhaltung, die fleißig Klischees aneinander reiht und sich keinen Deut um die soziale Realität in Kuba schert. Das ist ärgerlich. Das ist dumm. Das ist obszön. Zwei Jahrzehnte nach dem wunderbaren „Erdbeer und Schokolade“ von Regisseur Tomás Gutiérrez Alea, einer kraftvollen Lovestory, die ganz nebenbei ein feinsinniges und dabei tiefschürfendes Havanna-Porträt entwirft, verlässt man das Kino fassungslos.

Peter Claus

7 Tage in Havanna, von sieben Regisseuren (Frankreich/ Spanien 2012)

Bilder: Alamode

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