Wie in alten Zeiten (Joel Hopkins)

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Schon -x Mal gesehen: Komödien mit dem Ausgangspunkt, dass sich die Liebenden zunächst nicht ausstehen können. Amüsiert das noch? Wenn so leichtfüßig serviert, wie hier, durchaus.

Das Entscheidende bei solchen Klamotten ist stets die Präsenz der Hauptdarsteller. Sie müssen brillante Komödianten sein. Und die Chemie zwischen ihnen muss stimmen. Bei den Engländern Emma Thompson und Pierce Brosnan ist das so. Wie albern die wie_in_320Wendungen der Handlung auch sind, sie machen durchweg eine gute Figur. Sie spielen ein Paar, das schon seit langem getrennte Weg geht. Nun, das Alter steht an, müssen sie erleben, dass ihr Geld durch die Betrügereien eines falschen Fuffzigers den Bach runter gehen. Der Kampf gegen drohende Altersarmut schweißt sie zusammen. Gemeinsam sinnen sie auf Rache – und ziehen „ihr Ding“ durch.

Regisseur Joel Hopkins nutzt die bedrohliche Ausgangssituation allein als Vehikel. Daraus schlägt er weder dramatisch noch komödiantisch Funken. Ihn interessiert allein das witzig-romantische Wiederzueinanderfinden der Protagonisten. Thompson und Brosnan nutzen das ihnen gegebene Schauspielfutter mit spürbarer Lust. Dialog- und Situationsgags werden von ihnen schwungvoll serviert. Da stört es dann auch nicht, dass die Story, je länger sie dauert, doch recht stark ins Alberne abdriftet.

Dies ist kein Film, um reichlich Gedanken mit nachhause zu nehmen. Geboten wird reiner Eskapismus. Dank der Akteure ist dies aber ein erheblicher Spaß

Peter Claus

Wie in alten Zeiten, von Joel Hopkins (Frankreich/ England 2013)

Bilder: Universum Film

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