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Die Schlacht von Gallipoli (1915), einer d e r Schrecken des Ersten Weltkrieges, wurde schon mehrfach in Spielfilmen thematisiert. In seinem Regie-Debüt nutzt Schauspiel-Star Russell Crowe den Horror als Anstoß für eine Geschichte um Treue, Vertrauen und Demut: Der australische Farmer Joshua Connor (Russell Crowe) kann und will nicht glauben, dass seine Söhne Art (Ryan Core), Henry (Ben O’Toole) und Edward (James Fraser), gefallen sind. Drum macht er sich 1919 auf, einmal rund um die halbe Welt, um seine Kinder zu finden.

Crowe beherrscht die Regeln Hollywoods, setzt auf die Parole „bigger than life“, schrammt aber klug am drohenden Kitsch vorbei. Crowe spielt selbst den verzweifelten Vater, und das mit von ihm gewohnter Bravour. Doch: Wirklich Neues hat er nicht zu bieten. Ein Herz-Schmerz-Drama, das schlaglichtartig die Historie beleuchtet, das auch mal zu Tränen rührt, keineswegs langweilt, aber das sich nicht wirklich tief eingräbt. Gutes Gebrauchskino.

Peter Claus

Bilder: Universal

Das Versprechen eines Lebens, von Russell Crowe  (Australien, USA, Türkei)

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