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Manche Filme wären besser nie gedreht worden. Das neue Regie-Werk des Schauspielers Justus von Dohnányi fällt in diese Kategorie.

Es soll wohl eine Komödie sein, geht aber nicht mal als handfeste Klamotte durch. Gezeigt werden Gangster an der Côte d´Azur. Prollig, primitiv, peinlich. So unterbelichtet wie die gezeigten Typen ist der Film selbst. Denn die Story um betrogene Betrüger und andere Klischees hat keinerlei Charme, dümpelt in den Untiefen des Zotigen und zeigt durchweg Typen, bei denen man im wahren Leben den Platz wechseln würde, geriete man im Restaurant an einen Nachbartisch. Niemand von denen ist einem als Zuschauer sympathisch. Und so bleibt man draußen und ärgert sich über die vertane Zeit und das für die Kinokarte rausgeworfene Geld.

Besonders nervt einen, dass man das Gefühl hat, die Akteure – Justus von Dohnányi selbst, Stefan Kurt, Milan Peschel und Jan Josef Liefers samt Gattin Anna Loos – hätten sich da mal eben eine sinnfreie Zeit im Süden Europas gegönnt und wollten nun, dass wir, das Publikum, die Rechnung begleichen. Das ist obszön!

 

Peter Claus

Bilder:  Studiocanal

Desaster, von Justus von Dohnányi     (Deutschland 2015)

 

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