Captain Fantastic – Einmal Wildnis und zurück (Regie: Matt Ross)

Der Titel lässt ein Fantasy-Spektakel erwarten. Doch ganz anderes wird offeriert: Ehepaar Ben (Viggo Mortensen) und Leslie (Trin Miller) macht sich mit den sechs Kindern auf in die Natur. Sie wollen frei sein. Doch was heißt das eigentlich, „frei“?

Was wie ein Plädoyer für ein Leben in der Natur beginnt, wird zum ernsthaften und ernst zu nehmenden Drama. Ein Schicksalsschlag zwingt einige der Protagonisten dazu, sich wieder auf Normalmaß stutzen zu lassen, dem Ursprünglichen den Rücken zu kehren, zurück in die Stadt. Und nun wird’s richtig spannend.

Keine Schwarz-Weiß-Malerei. Der Film trumpft mit gedanklicher Tiefe auf, ohne dass es überzogen wird. Viggo Mortensen überzeugt durchweg, mit Präsenz und mit Sensibilität, trägt die Handlung, zeigt viele Gesichter. Da kommt erst mal vor allem Komödiantisches zum Zuge, ehe sich Tragik Bahn schlägt. Mortensen hält das mit großer Geschicklichkeit zusammen. Man kann sich an ihm kaum satt sehen.

Peter Claus

Bilder: Universum

Captain Fantastic – Einmal Wildnis und zurück, von Matt Ross (USA 2016)

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