Kino in der dritten Dimension

Zum Greifen nah

Ein Wunder der an Wundern nicht eben armen Kino- bzw. Filmgeschichte ereignet sich derzeit. Nach Einführung des Tons und der Farbe ist jetzt die dritte Dimension „erobert“.  „Avatar“, der als der kommerziell erfolgreichste Film aller Zeiten gefeiert wird, brachte den Durchbruch: 3 D ist mittlerweile in aller Munde, ist das Gebot der Stunde und die Hoffnung für das Kino. Doch ist diese berechtigt? Was ist wirklich neu an der dritten Dimension? Und was bedeutet diese für das Filmerleben? Zum Rest des Beitrags »

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Oscars 2010

Frauentag

Kathryn Bigelows „The Hurt Locker – Tödliches Kommando“ ist der Gewinner dieser Nacht: Sechs Oscars, darunter die für den besten Film und die beste Regie.

Ihrem Ex-Mann James Cameron und seinem „Avatar“ blieben nur die Trostpreise. Bester Schauspieler (Nebenrolle) wurde der Österreicher Christoph Waltz, Michael Hanekes „Das weiße Band“ hingegen ging leer aus. Das ist schon eine Überraschung: 16 Millionen Dollar gewinnen gegen 1,8 Milliarden Dollar.

Die Einspielergebnisse sind der eigentliche Daseinsgrund der Fabrik Hollywood, und während James Cameron mit „Avatar“ das höchste Einspielergebnis der Kinogeschichte gelang, blieb seine Ex-Frau bei eher mageren 16 Millionen hängen. Eine tragende Mehrheit der knapp 6000 Academy-Mitglieder muss allerdings Gründe gesehen haben, die Magie der großen Zahl, die Aura des Erfolges, nicht als entscheidend zu bewerten.

Dabei, die Juroren hätten sich, begründbar, ohne Peinlichkeit, auch gut für „Avatar“ entscheiden können. Denn dieser Film ist nicht nur extrem erfolgreich, er ist ebenso kreativ, er markiert wohl den Durchbruch des 3D-Kinos. Cameron zeigte, so wie schon mit seiner „Titanic“, wie neue Technologien und große Budgets Kreativität nicht ersticken müssen, sondern befördern können.

Allerdings, „Avatar“ handelt, trotz seiner naiven Rettet-den-Planeten-Geschichte, letzten Endes wohl doch von – nichts. Beziehungsweise einfach vom Zauber-Kino und seinen Möglichkeiten. „The Hurt Locker“ hingegen handelt vom Irakkrieg, von einem Mann, der dort Bomben entschärft – von einem aktuellen Thema also, das Amerika bewegt. Man wird, auch ohne Kenntnis des Sieger-Streifens, schwerlich kritisieren wollen, das der einflussreichste Filmpreis dieser Welt eine wirklichkeitsbezogenen, realistische Arbeit für wichtiger erachtet als die wunderbare Perfektion eines Zivilisations-Märchens.

Ein anderes kommt hinzu, ein Hilfspunkt möglicherweise für schwankende Mitglieder der Academy. Denn mit Kathryn Bigelow erhielt erstmals in der Geschichte des seit 1929 vergebenen Oscar eine Frau den Regiepreis, überdies den für den besten Film. Das hätte Jane Campion für ihren wunderbaren Film „Das Piano“ bereits 1994 passieren können, doch hatte sie das Unglück, in eben jenem Jahr gegen Steven Spielberg und „Schindlers Liste“ antreten zu müssen. Zum Rest des Beitrags »

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Im Zeichen der Zeichner


3-D-Wunder und Animationsfilme: Das Kinojahr 2009 brachte grundlegende Umwälzungen

In den 50er-Jahren war das Fernsehen die große Herausforderung für das Kino. Heute ist es das Internet. Die Filmnutzung im Netz hat sich innerhalb des vergangenen Jahres angeblich um 38 Prozent gesteigert (Quelle: comscore). 36 Millionen deutsche User sahen monatlich durchschnittlich 178 Videos, die meisten davon auf  YouTube. Die Länge der Filme lag bei maximal 5,3 Minuten. Bis zu 80.000 neue Einträge pro Tag werden registriert. Das heißt, bereits jetzt steht jedem einzelnen der rund sieben Milliarden Menschen ein Video auf YouTube gegenüber – mit steigender Tendenz. Die kleinen, leicht konsumierbaren Film-Formen im Netz, aber auch die Möglichkeit sich Langfilme downzuloaden und zu kopieren, prägen vor allem jene Generation, die mit den digitalen Technologien groß geworden ist. Filme verflüchtigen und verflüssigen, verändern, vermehren und differenzieren sich. Das Netz bietet mehr und schneller, als es das Kino kann, und: kaum einer bezahlt. Zum Rest des Beitrags »

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In der Mainstreaming-Falle. Der deutsche Film kann gar nicht besser sein

Seit den Anfängen lebt das Kino von einer Dialektik zwischen Mainstream-Entertainment und Filmkunst. Die deutsche Filmpolitik will nun aber seit den Neunziger Jahren auf eine neue Mitte hinaus: Filme, die ein bisschen anspruchsvoll sind, aber gleichzeitig Mainstream-Appeal haben. Es gibt zweifellos Gewinner in dieser neuen deutschen Filmpolitik und dem publizistischen Klima, das es begleitet. Die Filmkunst gehört nicht dazu.

Eine Sendung von Georg Seeßlen und Markus Metz

gesendet: 06.12.2009,  22.05 Uhr, ZÜNDFUNK – Generator auf Bayern 2

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Das entgrenzte Bild – warum 3D das Kino nicht retten wird

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Dieses Jahr in Cannes erhielt 3D den Ritterschlag. Denn Hollywood hat zwar das Geld, die tollsten Schauspieler, Regisseure, Studios, aber die Klasse, die kulturelle Anerkennung kann es sich nicht selbst bescheinigen. Und so ist es nach wie vor der kleine, schicke Erdenfleck an der Cote d’Azur, der Filme weltweit adelt.

Der Wettbewerb um die goldenen Palme wurde mit „UP“ von John Lasseter aus dem Hause Pixar eröffnet. Als wolle schon der Filmtitel zum Ausdruck bringen, dass nicht nur der  Animations-, sondern auch der 3D Film jetzt ganz oben angekommen ist. Und damit endlich vom Image befreit zu sein scheint, lediglich Kinderkram zu sein. Die internationalen Filmkritiker jedenfalls ließen sich verzücken. Selbst der sonst so kritisch-ernsthafte „Spiegel“ schrieb: „wer von ‘OBEN’ nicht zu Herzen gerührt ist, muss sich fragen, ob er eines hat.“1 Und Richard Corliss vom „Time Magazine“ meinte sogar: „UP ist mit Sicherheit einer der zufriedenstellendsten Film-Erfahrungen des Jahres!“2 Damit wird von höchster „opinion leader“ Instanz eine Technik abgesegnet, die Hollywood für die Zukunft des Kinos hält. 3D nämlich soll fürderhin ein vor allem junges Publikum erreichen, soll Horror, Science Fiction, Adventure Filme – die klassischen Genres, die bereits zu früheren Zeiten mit dreidimensionalen Seheindrücken angereichert wurden –, aber eben auch Rock- und Pop-Konzerte attraktiver machen.

Doch welchen Mehrwert verbinden die Kinozuschauer eigentlich mit 3D? Zum Rest des Beitrags »

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Die erweiterte Kinematografie – 3D-Kino oder die Auflösung der Bilder?

Das Bild bezahlt seine universale Marktgängigkeit mit dem hohen Preis seiner Auflösung.
Auch das stereoskope (3D) Bild wird das Kino nicht retten.
Eine erhellende „tour d’horizon” durch die Sozial- und Mediengeschichte des Kinozeitalters

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Kino – Geschichte und Zukunft (Interview mit Thomas Elsaesser)

Herr Prof. Elsaesser, Sie verstehen das Digitale als kulturelle Nullstelle und nicht als technologischen Bruch. Damit stellen Sie die momentanen Veränderungen, die das Kino und den Film betreffen, in ein völlig anderes, neues Licht.

Sie haben einmal gesagt, die Digitalisierung sei als eine Art Nullpunkt zu verstehen, von dem aus die Geschichte und die Theorie des Films neu zu begreifen wären. Damit formulieren Sie eine große Herausforderung. Was sind hier die entscheidenden Punkte, um die es in unserem Gespräch gehen soll?

Die Digitalisierung stellt in der Tat eine Aufforderung zur Reflektion dar, zu einem Neu- Überdenken der Mediengeschichte des 20. Jahrhunderts.

Ein ganz wichtiger Punkt in diesem Zusammenhang ist der Realitätsbegriff, der ja ganz stark an die Fotografie gebunden ist. Kino wird in diesem Zusammenhang als ein Abbild der Realität verstanden. Mit der Digitalisierung haben die Bilder jedoch den physischen Bezug zu ihren Vorbildern, zum dem was vor der Kamera war, verloren. Man kann ihnen also nicht mehr in dem Maße vertrauen.

Was heißt das nun bezogen auf das Kino als Maschine des Sichtbaren?

Es gibt sehr viele Versuche Bilder und Bildlichkeit anders zu denken, sich also nicht auf die Fotografie und ihre Genealogie festzulegen – wenn wir über Kino reden – , Zum Rest des Beitrags »

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Deutschland sucht den Superfilm

Kunst oder Unterhaltung? Der verzweifelte Spagat, es mit dem Deutschen Filmpreis allen Recht zu machen

(DEUTSCHER FILMPREIS, 2009)

Das Kino, so geht seine Legende, ist vor allem deshalb so spannend, weil es immer Industrie und Kunst gleichzeitig ist. Was aber, wenn eine Gesellschaft wie die deutsche ihr Kino weder richtig als Industrie noch richtig als Kunst behandeln kann? Dann entsteht ein »Kinokomplex«, in dem es vornehmlich um Transferleistungen von Staat, Kino und Fernsehen geht. Diese Transferleistungen, verstrüppt genug, um sich allgemeinem Verständnis und Kritik zu entziehen, werden in der Sphäre der Produktion und in der Sphäre der Verwertung vollzogen. Dazwischen liegen merkwürdige Veranstaltungen, in denen sich sehr verschiedene Impulse mehr oder weniger gekonnt verbinden: die Organisation der finanziellen Transferleistungen, die Selbstdarstellung eines Komplexes, der weder Industrie noch Kunst genannt werden darf, der Versuch »Glamour« zu erzeugen, die Arbeit an der Fernsehkompatibilität der Produkte des Filmkomplexes und schließlich die Auszeichnung der »besten« Filme. Zum Rest des Beitrags »

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Breit gegen die Wand

Das Kino ist schon oft gestorben, am prächtigsten in Breitwand-Filmen. Die Retrospektive der Berliner Filmfestspiele ist dieses Jahr einem ausladenden Format gewidmet

Jedes Bild hat einen Rahmen, der es begrenzt. Sonst wäre es kein Bild, sondern ein Teil von etwas anderem, der Wirklichkeit zum Beispiel. Industrielle Bilder haben normierte Rahmen. Filme haben ein „Format”. Das Format eines Filmes sagt viel darüber aus, was in seinen Bildern geschehen kann und was nicht. Zum Rest des Beitrags »

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Zukunft Kino: Effekte, Spiele, Abos

Vom interaktiven 3D bis zur Kino-Flatrate: Wie das junge Publikum für die große Leinwand wiedergewonnen werden soll.

Das Kinojahr 2008 wird eine ordentliche Bilanz aufweisen, auch wegen deutscher Produktionen wie „Keinohrhasen“ oder „Die Welle“. Aber die Konkurrenz der Bild(schirm)medien macht der Branche weiter zu schaffen: Wie zum Beispiel finden die vielen europäischen Filmproduktionen – über 900 Filme waren es allein 2007 – ihren Weg auf die Leinwand? Zum Rest des Beitrags »

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68 : 24

Wie kinematografisch war die Revolte, und wie revolutionär war das Kino? Bescheidener Vorschlag, im Rückblick nicht nur politische Filme zu sehen, sondern Filme auch politisch zu sehen

Das Jahr “68″ – diese Chiffre, die einem schön langsam gehörig auf die  Nerven zu gehen beginnt (oder anders gesagt: Der 68-Diskurs des  Jahres 2008 sagt sehr viel mehr über das Jahr 2008 als über 68), steht  unter vielem anderen für eine Bewegung der Öffnung zwischen dem  gewöhnlichen Ort der Utopie, nämlich der Kunst, und dem  gewöhnlichen Ort der Wirklichkeit, nämlich dem öffentlichen Raum. Zum Rest des Beitrags »

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Als die Bilder fliegen lernten

Rollout ins digitale Zeitalter: über den schweren Abschied vom guten alten Zelluloid und die Zukunft des Kinos. Ein Ort für die Sinne: noch mehr Spektakel oder Oase?

Wer heute ins Kino geht, setzt sich einem Paradox aus. Auf der Leinwand läuft ein Film, der digital aufgenommen oder bearbeitet wurde, während hinter dem Rücken des Zuschauers eine antiquierte, 200 Kilogramm schwere Maschine rattert. Das Kino des frühen 21. Jahrhunderts bietet eine verblüffende Liaison zwischen der alten mechanischen und der neuen digitalen Welt: Eine Technologie des 19. Jahrhunderts gewährleistet, dass kilometerlange zusammengeklebte Streifen abrollen und an einem hellen Fenster vorbeiziehen. Gleichzeitig ist dies das letzte analoge Glied in einer weitgehend geschlossenen digitalen Bilderverwertungskette. Zum Rest des Beitrags »

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So gewinnt man einen Auslands-Oscar

Der Oscar zeichnet Filme und Menschen aus, die es fertig bringen, die beiden widersprüchlichen Impulse des Kinos miteinander zu versöhnen, nämlich Kunst und Handwerk auf der einen, Kommerz und Industrie auf der anderen Seite. Wer es nach einer der beiden Seiten hin übertreibt, ist nicht, was im entsprechenden Jargon als »oscarreif« gilt. Zum Rest des Beitrags »

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Zum Stand der Dinge zwischen Kino und DVD

Kapitel 1: Traumpalast und Heimkino

Eine kurze Geschichte des Films

Seit es das Kino, ach was, seit es überhaupt technisch reproduzierte Bilder gibt, gibt es auch zwei entgegengesetzte Formen damit umzugehen: Auf der einen Seite werden die immer eindrucksvolleren, lebensnäheren und illusionistischeren Bilder in einem öffentlichen Raum mit möglichst ausgefeilter Technik und deutlich sichtbarer Pracht vorgeführt. Das ist die Geschichte des Kinos, von der Jahrmarktattraktion über die Filmpaläste hin zu Cineplex, Programmkino und Imax- Theater. Zum Rest des Beitrags »

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Angriff der Killerscheiben

Das Kino ist durch die Konkurrenz der DVD bedroht. Doch es arbeitet auch fleißig an seiner eigenen Auflösung

Das Kino steckt wieder in der Krise. Von einem Besucherrückgang um ein Viertel in diesem Sommer ist die Rede, zehn Prozent sind es jedenfalls in der ökonomischen Statistik. Die Schlüsselposition auf dem Markt der audiovisuellen Erzählung erobert derweil die DVD. In den zehn Jahren, seit sie auf dem Massenmarkt ist, hat sie bewiesen, dass sie doch mehr ist als nur ein schnelleres, luxuriöseres und handlicheres Speichermedium für den gewöhnlichen Bilderfluss. Zum Rest des Beitrags »

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Oscars (2003)

Balancen

Die Oscars: Link und Polanski als Gegengewicht zu “Chicago”

Ging es denn um Kunst? Durfte es denn darum gehen? Die Veranstalter dieser 75. Oscar-Gala hatten kein anderes Problem, als jeder beliebige Mensch, der am Abend, derweil die Bomben fielen, essen gehen will, und sich fragt, ob das rechtens sei. Der Satz “The show must go on” ist nicht nur das Credo dieser Branche, er steht, schließlich und endlich, über beinahe jedem Leben.

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Die arbeitslose Traumfabrik

Kino-Bilder der Arbeit: Ein 100 Jahre altes Missverständnis

Von der ersten öffentlichen Vorführung des „Kinematografen” in einem Pariser Café bis zum totalen Erlebnis im Multiplex-Kino unserer Tage zieht sich als ein roter Faden durch die mehr als hundertjährige Geschichte des Kinos ein Kampf um die Bilder. Im Kino, sagt die eine Fraktion, wollen wir für ein paar schöne Stunden vergessen, wie bedrückend, wie gleichförmig unser Alltagsleben ist. Vergesst die Fabrik, vergesst den Spülstein und vergesst vor allem, wie das zusammenhängt, die Maschinen, die Arbeit, die Familie, und die Politik. Zum Rest des Beitrags »

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Warte bis es dunkel wird

Geht im Kino das Licht aus, ist alles möglich: Das Schönste. Und das Schrecklichste

Jeder Mensch hat seinen eigenen Weg von der Wirklichkeit zu den Bildern. Meiner führt durch den suggestiven Raum alpenländischer Nachteinbrüche. Als Kind bin ich viel herumgekommen in den Hochwäldern, zu jenen dämmrigen Stunden zwischen Tag und Traum, in denen Bilder und Geräusche weder ganz wirklich noch pure Einbildungen sind. Die Erwachsenen erklären einem zwar den natürlichen Ursprung der fantastischen Bilder und Töne: So schreit ein Uhu, so sieht ein kleiner Felsvorsprung aus. Aber da ist man vielleicht schon hoffnungslos verloren an jenen träumerischen Augenblick, in dem die Empfindungen sich vom sicheren Innen ins vage Außen verlagern. Zum Rest des Beitrags »

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Der Moment, fixiert im Verschwinden

Zur Eröffnung der Dauerausstellung im Filmmuseum Berlin

Das Kino ist eine zusammengesetzte Kunst. Mehr noch: Es ist die Kunst des Zusammensetzens, und zwar in Bewegung. Das Kino ist die Kunst, etwas entstehen und zugleich verschwinden zu lassen. Das Museum ist eine auseinander genommene Darstellung. Mehr noch: Ein Besuch im Museum ist eine Erfahrung des Auseinandernehmens, in der Reihung, in der Historisierung, im Modellhaften. Das Museum ist die Kunst, etwas ein für alle Mal festzuhalten, was in der Wirklichkeit zu verschwinden drohte. Zum Rest des Beitrags »

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Lachende Erben

Warum das neue deutsche Komödienkino dem alten so furchtbar ähnlich ist

Der Autorenfilm in Deutschland ist tot. Er musste, so scheint es, sterben, um ein deutsches “Filmwunder” zu ermöglichen, in dem es wieder eine “Branche” gibt, die das Wunder bejubeln kann. Nur einer Handvoll übellauniger Kritiker bereitet es noch Unbehagen. Zum Rest des Beitrags »

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