Das Dickens-Jahr 2012 geht zu Ende. Da darf’s noch einer sein. Nett ist die Romanverfilmung geworden, nicht mehr und nicht weniger. Die Kino-Kurzfassung des Wälzers illustriert die von Charles Dickens entwickelte Geschichte fein und klug, aber ohne pralles Leben und vor allem, ohne, wie der Schriftsteller, ein reiches Gesellschaftspanorama zu entwickeln. Wenn schon als Film, dann ist David Leans schon kurz nach dem Zweiten Weltkrieg herausgekommene Version (deutscher Titel: „Geheimnsivolle Erbschaft“) auf DVD vorzuziehen. Noch besser: Man lese den Roman! Dessen reiche Sprache, genau in der sozialen und psychologischen Zeichnung, kann wohl kein noch so engagierter Filmemacher wirklich ins andere Medium übertragen!

Peter Claus

Große Erwartungen, von Mike Newell (England 2012)

Bilder: Senator

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