Dead Man Down (Niels Arden Oplev)

Mit der schwedischen Bestseller-Adaption „Verblendung“ wurde der dänische Regisseur Niels Arden Oplev 2009 zum Star. Hollywood rief an. Er ließ sich locken. Nun haben wir seinen ersten Spielfilm made in USA. Das ist kein Meisterwerk, aber immerhin solide Krimi-Kost.

Die Saga um Gut und Böse beginnt, weil Gangsterboss Alphonse (Terrence Howard) eine Leiche im Tiefkühlschrank hat. Außerdem wird er selbst bedroht. Kumpel Darcy (Dominic Cooper) will helfen. Stellt sich aber nicht gerade geschickt an. Auch Freund Victor (Colin Farrell) ist keine Stütze. Denn den interessieren grad nur die Reize der feschen Beatrice (Noomi Rapace). Was ihm – und einigen anderen – zum Verhängnis wird. Die Schöne hat nämlich keine reine Seele. Beatrice ist ein Biest. Und sie handelt allein nach dem Motto „Friss oder stirb!“ Dabei hat sie den festen Willen, sehr alt zu werden…

Regisseur Niels Arden Oplev und Autor J. H. Wyman balancieren zunächst Spannung, Action, Romantik und Ironie gut aus. Doch im Verlauf des Geschehens wackelt die Konstruktion mehrfach beträchtlich. Gutes Schauspiel und ein wirklich faszinierendes Finale gleichen das aus. Aber es bleibt doch ein fader Beigeschmack. Nun muss man allerdings auch eingestehen, dass die Vorlage zu „Verblendung“ von einer nur selten zu erreichenden hohen Qualität war. Schrauben wir diesmal die Erwartung lieber von vornherein ein wenig nach unten!

Peter Claus

Dead Man Down, von Niels Arden Oplev (USA 2013)

Bilder: Wild Bunch (Central)

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