Alles, was ich bin

Ich sitze mit Oliver beim Essen und bemerke plötzlich eine Wimper auf meiner Hand, die von einem Windstoß, betritt doch eben ein neuer Gast das Restaurant, unter oder neben den Tisch geweht wird. Ich schwitze, den Schweiß würde ich am liebsten auffangen und bewahren, entschuldige[…]

Share
weiterlesen …

Helmut Kohl

Der Abschied vom Überkanzler ist eingeläutet. Doch die Deutschen ­weiden sich lieber am Zerfall seiner Familie, als die Folgen seiner Regentschaft zu hinterfragen Vor der Schaffung des neuen, größeren Deutschland und dem Erwachen in Sozialabbau, Krieg und Krisen war die Bundesrepublik in einen langen Schlaf[…]

Share
weiterlesen …

Jean Ziegler: Die nicht gehaltene Festspielrede 2011

Der Aufstand des Gewissens Jean Ziegler, Soziologe, Globalisierungskritiker und Politiker, sollte im Juli 2011 die Salzburger Festspiele mit seiner Rede eröffnen. Nach seiner Einladung wurde er überraschend wieder ausgeladen. Seine Rede durfte er in Salzburg nicht halten. Was Jean Ziegler dem Festspielpublikum und der interessierten[…]

Share
weiterlesen …

Michael David Lukas: Das Orakel von Stambul

CC BY-SA Christiaan Briggs Orientkitsch für die Völkerverständigung Ein übersinnlich begabtes Mädchen wird zur Beraterin des osmanischen Sultans: Mit einer Mischung aus Märchen und Geschichtsroman will Michael David Lukas zur kulturellen Verständigung zwischen Orient und Okzident beitragen. Mehr als Klischeebildung ist ihm dabei aber nicht gelungen.[…]

Share
weiterlesen …

Geständnisse (Tetsuya Nakashima)

Ein Horrorfilm der sehr anderen Art. Regisseur Tetsuya Nakashima bemüht keine Geistererscheinungen, keine Kreisch- und Schlachtorgien. Schließlich geht es ihm ja auch um den Horror alltäglicher Gewöhnlichkeit. Der Schrecken schleicht sich an: Eine Lehrerin (Takako Matsu) steht vor einer Klasse. Die Halbwüchsigen schenken ihr wenig[…]

Share
weiterlesen …

Jutta Brückner: Über Heimat, Sprache und Romantik

[media id=82 width=640 height=320] Interview, Kamera, Schnitt: Alexander Biedermann  (Mai 2011, Hamburg, © getidan) Jutta Brückner Geboren in Düsseldorf, lebt in Berlin. Studium der Politischen Wissenschaft, Philosophie und Geschichte. Dissertation über „Die deutsche Staatswissenschaft im 18. Jahrhundert.” Seit 1975 Drehbuchautorin, Regisseurin und Produzentin. Share

Share
weiterlesen …

Das Kunstwerk im Zeitalter seiner digitalen Verschleuderbarkeit

I. WAS BISHER GESCHAH                                                        „Das Genie ist heute das Publikum“                                                                   Chris Dercon, Direktor Haus der Kunst, München Nichts ist schlimmer als etwas oder jemand, dem man zuschreibt, es, sie oder er würde sich „neu erfinden“. Irgendwas zwischen Botox-Zombie, Mode-Junkie und unscharfer Esoterik; Gefasel[…]

Share
weiterlesen …

Georg Fülberth über das „Manifest zur Überwindung der Massenarbeitslosigkeit“

Manifest mit Anlauf Die Professoren Heinz-J. Bontrup und Mohssen Massarrat aus dem Umfeld der „Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik“ und der attac-Arbeitsgruppe „ArbeitFairTeilen“ haben im Mai 2011 unter dem Titel „Arbeitszeitverkürzung und Ausbau der öffentlichen Beschäftigung jetzt!“ ein „Manifest zur Überwindung der Massenarbeitslosigkeit“ vorgelegt, dessen Inhalt sich[…]

Share
weiterlesen …

Feindgebiet Supermarkt

Eine erfahrene Frau macht so was nur im Notfall: ihn mit einem Einkaufszettel in den Supermarkt schicken. Man gewinnt nichts wirklich dabei. Keine Zeit, und Nerven schon gar nicht. Entweder er kommt ewig nicht wieder, oder er schleppt die falschen Sachen an. Steaks statt Salat[…]

Share
weiterlesen …

Die postheroischen sozialen Bewegungen brauchen keine Märtyrer mehr, doch der postdemokratische Staat erzeugt sie trotzdem.

Zum Helden wird man gemacht  CC BY-ND Assi (31.09.2010; Stuttgart; Schloßpark) Auf den Demonstrationen in Ägypten waren in den vergangenen Tagen Transparente mit den Namen jener Menschen zu sehen, die von Polizei und Agenten ermordet worden waren. Die Getöteten erhielten ausdrücklich den Status von »Märtyrern«, und[…]

Share
weiterlesen …

Die These vom einsamen Spinner (Anders Behring Breivik)

Wir müssen uns von der mittig gewordenen Islamophobie distanzieren Es ist kaum auszuhalten: Anders Behring Breivik ist seinem Ziel so nahe gekommen! Alle Welt schreibt jetzt über ihn, leuchtet sein Leben, seine Motive aus, und viele, viele klicken sich dieser Tage durch sein krankes, aber[…]

Share
weiterlesen …

Der Philosoph (Rudolf Thome)

Das Label Kinowelt hat ja bereits einiges des deutschen Regisseurs Rudolf Thome veröffentlicht. Neu jetzt zum Beispiel: „Der Philosoph“. Der 1988 entstandene Film spiegelt das Thema, das Thome besonders oft angepackt hat: die Schwierigkeit, Liebe auszuhalten. Drei Frauen und ein Mann bewegen sich dabei im[…]

Share
weiterlesen …

Nichts zu verzollen (Dany Boon)

Ein Großteil der deutschen Filmkritik schäumt: Nach seinem Hit „Willkommen bei den Sch‘tis“ kassiert Regisseur Dany Boon Prügel. Da wird sogar die Keule geschwungen, diesmal sei er „rassistisch“. Geht’s nicht ‘ne Nummer kleiner? Sicher: die neue Klamotte des Franzosen ist derb, auch mal unter der[…]

Share
weiterlesen …

Achim Szepanski: Pole Positon – Fußnoten

Die Preisbewegungen auf den Finanzmärkten ähneln heute möglicherweise den Bewegungen eines strukturierten Chaos. Wie die ökonomische Chaosforschung annimmt, können laminare bzw. strukturierte Kapitalströmungen auf makroskopischer Ebene höchst turbulente Strömungen auslösen, die auf mikroskopischer Ebene vollkommen linear organisiert sind, wobei die Systemzustände blitzschell erudieren, abdriften, weil[…]

Share
weiterlesen …

Achim Szepanski: Saal 6

Achim Szepanski, der ehemaligen MILLE PLATEAUX-Chef und Deleuze-Fan hat in den letzten Jahren viel geschrieben. „Saal 6“ ist der erste Roman seiner Frankfurt-Trilogie.     Achim Szepanski
: Saal 6 756 Seiten, Paperback, 
rzm 001/ Rhizomatique 24 Euro ISBN978-3-98 13227-2-9 bestellen bei:  acs@edition-mille-plateaux.com bei amazon kaufen[…]

Share
weiterlesen …

Philip-Lorca diCorcia: Eleven

Mit Drama und Mystery garniert Elf eingefrorene Tableaus des Fotografen Philip-Lorca diCorcia „Bilder sind gewöhnlich ein Spiegel dessen, der sie produziert hat“ seufzte einmal Philip-Lorca diCorcia. Bei dem Versuch, den Fotograf aus dem Spiel zu nehmen, entstand 2000 seine Serie „Heads“. Die Porträts Tausender Passanten,[…]

Share
weiterlesen …

Pole Position

Achim Szepanski, der ehemaligen MILLE PLATEAUX-Chef und Deleuze-Fan hat in den letzten Jahren viel geschrieben. „Pole Position“ ist der zweite Roman seiner Frankfurt-Trilogie.   Achim Szepanski: Pole Position
 816 Seiten, Paperback, rzm 002, Rhizomatique ISBN 978-3-98-13227-0-5 24.- Euro bestellen bei:  acs@edition-mille-plateaux.com bei amazon kaufen         Leseprobe: Pole[…]

Share
weiterlesen …

Das Geständnis, oder Was für ein Kerl

Am Tag nach dem Fund, fünf Tage nach der Tat also, sind die Kameras in unser Dorf gekommen, sie sind über uns gekommen, über uns hergefallen, auf uns hernieder gestürzt wie eine Heuschreckenplage, wie etwas, was uns bestrafen sollte, für was, so sagte ich zu[…]

Share
weiterlesen …

Widerruf

War das ein Menetekel? Die Schrift an der Wand? Es war das Display der digitalen Wundertüte. Und da stand es, klar und deutlich: „Nichts zu widerrufen.“ Hatte mir da jemand eine Botschaft gesandt? Und warum? Hatte ich letzthin etwas widerrufen, oder angekündigt, es zu tun?[…]

Share
weiterlesen …

Salz in die Wunde

Henryk Goldberg beteiligt sich am Brötchen-Krieg Die Geschichte Thüringens ist reich an furchtbaren Kriegen. A. D. 1999 hatten wir in Weimar den sog. Buren-Krieg, dabei ging es um die Frage, ob ein Parkplatz zum Kunst-Platz werden darf. Er durfte nicht. Einer der furchtbarsten tobte im[…]

Share
weiterlesen …