Das Auge (Claude Miller)

Ein Mann starrt auf ein Schulfoto mit jungen Mädchen. Fragt, ob Marie das Mädchen oben links sei, … mit dem traurigen Blick. Jedes Jahr erlaubt ihm seine Exfrau einmal zu raten und jedes Jahr liegt er daneben. Etwas scheint schief gelaufen zu sein, bei Privatdetektiv[…]

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Nachschriften zu den „Blödmaschinen“ (4)

In ihrem Buch „Blödmaschinen – Die Fabrikation der Stupidität“ haben Markus Metz und Georg Seeßlen versucht, eine neue Herrschaftsform in Postdemokratie und Finanzkapitalismus zu beschreiben, die offensichtlich vor nichts und niemandem halt macht. Ab nun werden sie in unregelmäßiger Folge neue Indizien und Methoden der kapitalen[…]

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Douglas Coupland: Marshall McLuhan. Eine Biografie.

Häuptling im globalen Dorf Zum 100. Geburtstag: Douglas Coupland schenkt dem Medienguru Marshall McLuhan eine Biografie „Ich liebe die Massenkultur“. Vielleicht liegt in diesem Bekenntnis Douglas Couplands in einem Interview die Antwort auf die Frage, was ihn bewogen haben mag, eine Biografie Marshall McLuhans zu[…]

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Äcker

Weil es diese Geschichte nicht gab, weil es diese Geschichte nicht geben durfte, will ich sie erzählen, ohne dabei gewesen zu sein, bin ich doch nur das Ohr für einen Mund, der sich die Geschichte von einem anderen Mund lieh und so weiter und so[…]

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Win Win (Tom McCarthy)

Tom McCarthy setzt auf Gefühl. Und er setzt auf seinen Star Paul Giamatti, der gerade in Barneys Version brillierte. Die Mischung geht prima auf. Giamatti spielt den Anwalt Mike Flaherty. Der fristet ein eher bescheidenes Dasein, irgendwo in der Provinz. Die Vormundschaft für einen alten[…]

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Brautalarm (Paul Feig)

Dieser dämliche deutsche Verleihtitel dürfte einige Zuschauer kosten. Er klingt viel zu brachial und nach grobem Witz, als dass sich Liebhaber geistreichen Humors darauf einlassen mögen. Was der Komödie – die durchaus auch Deftiges bietet – unrecht tut. Die Story ist nicht wirklich wichtig. Es[…]

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Ein Sommersandtraum (Peter Luisi)

Ein Mensch vergeht, er rieselt dahin, Sandhäufchen für Sandhäufchen wird er weniger. – Das ist die höchst originelle Ausgangsidee dieses Schweizer Spielfilms, der im Januar den Publikumspreis beim Festival um den Max Ophüls Preis in Saarbrücken gewann. Die Hauptfigur ist Benno, ein Bohemien wie aus[…]

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Rückfall in die Barbarei

Ein Pranger für Sexualstraftäter Natürlich, es würde funktionieren. Sie würden nie wieder rückfällig. Und wenn doch, dann würden sie gelyncht. In Deutschland. Die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) hat jetzt gefordert, den Aufenthaltsort entlassener Sexualstraftäter im Internet zu veröffentlichen. Hintergrund ist der Fall eines solchen Mannes, der in Dortmund rückfällig[…]

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Auf der anderen Seite (Fatih Akin)

Ali, der alte Türke, nimmt sich Yeter, die alte Hure, ins Haus. Yeter erzählt Nejat, Alis Sohn, sie gehe anschaffen, damit ihre Tochter in der Türkei ein besseres Leben schafft. Dann schlägt Ali die Hure und sie fällt unglücklich, ein Sarg nach Istanbul. Nejat bricht mit seinem Vater auf[…]

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Ankündigung einer Versteigerung

Auch Gedichte Gedichte sind auch dabei. Und Zeichnungen. Der Nachlass eines sehr bekannten Toten stiftet immer Interesse. Allerdings, die Poesie und die Kunst waren nicht die eigentliche Tätigkeit, mit der er sich eine weltweite Bekanntheit erwarb. Ungezählte Artikel wurden über ihn geschrieben, der Mann kam[…]

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Stadtranalytiker über Berliner Stadtschloss (Interview mit Dieter Hoffmann-Axthelm)

„Schluss mit den Spiegelfechtereien“ Architekturdebatte in einer neurotischen Stadt: Ein Gespräch mit dem Stadtanalytiker Dieter Hoffmann-Axthelm über das Berliner Stadtschloss und das Humboldtforum. Herr Hoffmann-Axthelm, das kubistische Gebilde der Humboldt-Box auf dem Schlossplatz in Berlin ist ja ein ungewohnt modernistischer Anblick auf diesem geschichtsgesättigten Rasen.[…]

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Tom meets Zizou – Kein Sommermärchen (Aljoscha Pause)

Es ist erstaunlich, was alles da ist in diesem Film. Aus dem Australien des Jahres 2011 blickt „Tom meets Zizou – Kein Sommermärchen“ zurück auf die Fußballerbiografie des Thomas Broich – und bis nach Burghausen im Jahre 2003. Da ist Thomas Broich 22 Jahre alt,[…]

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Tarkowskijs „Offret“

  Über reale und imaginäre Räume   Man kann nicht über Szenografie zu sprechen, ohne auch immer anderes  im Blick zu haben: die Kamera und den Schnitt. Wer über Raum im Film spricht, spricht über Kameraeinstellungen und  Montage. Szenografie schafft die Räume, in denen die[…]

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Der Künstler als Bandit (Rundgang an der UdK)

Junge Kunst Jedes Jahr präsentieren die Studierenden auf dem Rundgang der UdK ihre Arbeiten. Sie zeigen ihre Unabhängigkeit, aber auch, dass der Künstler nur noch die Spitze eines Eisbergs namens Massenbohème ist Der Künstler als Bandit. Als der junge John Hamilton Mortimer in der Mitte[…]

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Henry Roth: Ein Amerikaner

Es ist wohl der hartnäckigste Fall eines „Writers Block“, den man sich denken kann. 60 Jahre dauerte es, bis nach Henry Roths Debütroman „Nenn es Schlaf“ aus dem Jahr 1934 Anfang der 1990er Jahre der erste Teil seiner vierbändigen Autobiographie erschien. Roth hatte unterdessen als[…]

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Martin Walser: Muttersohn

Je älter ein Schriftsteller wird und je mehr er geschrieben hat, umso rätselhafter erscheint das, was man der Einfachheit halber als „Werk“ bezeichnet. Das „Werk“ fasst auch heterogenstes Material zu einer Einheit zusammen, weil es ja schließlich ein und dieselbe Person ist, die darin zum[…]

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Macht und Sex – Zum Fall Strauss-Kahn

Der Fall Strauss-Kahn zeigt einmal mehr, dass Macht sich nicht mehr gut über Sex symbolisieren lässt. Über Geld allerdings schon. Die Reihe der hochkarätigen Anklagen wegen sexueller Übergriffe in diesem Jahr hat fast schon etwas von einem Menetekel. Julian Assange, Mosche Katzav, Silvio Berlusconi, Jörg[…]

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Dresscodes und Dribblings

Letzte Worte zu Frauenfußball, Jack Wolfskin, Deutschland-Fähnchen und Sinnstiftung Was die Entwicklung dessen, was wir post-feministisch oder prä-demokratisch „Gender Kultur“ nennen könnten (also das, was jenseits der juristischen, politischen und semiotischen „Gleichstellung“ als soziale und ästhetische Praxis in Bezug auf Gender-Konstruktionen und Lebensentwürfe möglich ist),[…]

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Doktoren und Plagiate

Endlich werden Doktorarbeiten gelesen. Massenhaft. Das gab es noch nie. Es gehörte immer eine ordentliche Dosis Masochismus dazu, sich freiwillig mit Textkonvoluten zu Themen wie „Vergleich des politischen Denkens in den USA und Europa“ zu befassen. Selbst professionelle Doktorarbeitsleser, Doktorväter genannt, lasen eher flüchtig, obwohl[…]

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Das Thema seines Lebens (Der Maler Bernhard Heisig – Die Totenrede von Christoph Hein)

Der Krieg hat dem Maler Bernhard Heisig zeitlebens die Inhalte seiner Kunst vorgegeben. Hinterlassen hat er ein Lebenswerk in progress – die Totenrede von Christoph Hein Im September 1942 wird Bernhard Heisig zum Wehrdienst einberufen und nach einer Grundausbildung in einer Panzerdivision eingesetzt. An der[…]

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