Tom Holert: Übergriffe. Zustände und Zuständigkeiten der Gegenwartskunst

Letzte Artikel von Ingo Arend (Alle anzeigen)

Auch das Werk der südafrikanischen MEDIENKünstlerin Candice Breitz analysiert Tom Holert in seinem Buch. Hier: Soliloquy (Clint), 1971 – 2000 (auf vimeo)   „Übergriffig“, wenn jemand mit diesem Wort charakterisiert wird, dann hat er Grenzen überschritten. Der Berliner Kunsttheoretiker Tom Holert wendet diesen Begriff nun[…]

Share
weiterlesen …

Musiktheater: Dede Korkut – Die Kunde von Tepegöz (von Marc Sinan)

Letzte Artikel von Ingo Arend (Alle anzeigen)

Schuld und Sühne im Lande der Oghusen In Berlin hatte Marc Sinans Fassung der “Heldensagen von Dede Korkut” Premiere. Ist die Türkei ein verfluchtes Land? Auf diese Idee könnte kommen, wer dieser Tage sieht, wie das Land am Bosporus wieder einmal nicht zur Ruhe kommt.[…]

Share
weiterlesen …

In der Hölle geht’s uns gut („Club Inferno“ – Theaterkollektiv Signa)

Letzte Artikel von Ingo Arend (Alle anzeigen)

„Club Inferno“ – die neueste Produktion des Theaterkollektivs Signa für die Berliner Volksbühne zeigt die Grenzen des Realitätstheaters Ein violett flackerndes Reklameschild im Flur, hinter einer Metalltür öffnet sich ein rotes Plüschboudoir, in dem ein schmieriger Mann im Seidenhemd seine Gäste empfängt. Zumindest von der[…]

Share
weiterlesen …

Solidarität ist die Zärtlichkeit der Völker

„Solidarität ist die Zärtlichkeit der Völker“ ist eine theatrale Tortenschlacht. Dreh- und Angelpunkt ist die Erbschuld „Deutschland“, die als thematischer Brocken 60 Minuten über die Bühne gewargelt wird. Das Stück ist ein buntes Hin und Her, ein naiv-derber Reigen, der kein Auge trocken lässt und[…]

Share
weiterlesen …

Theater Rudolstadt: Pension Schöller

Dubidubidu Das erste Wort an diesem Abend geht so: „Dubidubidu“. Mehr, viel mehr, wird im Grunde auch nicht folgen. Aber es macht, im Ernst, sehr viel Spaß. Es ist ein Sonderbares mit diesem Text. Beinahe jeder hat schon einmal von Carl Laufs Mutter aller Possen,[…]

Share
weiterlesen …

Weltweiter Kulturimpuls aus dem Meininger Theater

Als das Meininger Theater am 17. Dezember 1909 nach dem großen Brand mit „Wallenstein“ wiedereröffnet wurde, da war die große Zeit der Meininger schon Geschichte. Doch was diese Bühne leistete ist der, nach Klassik und Bauhaus, dritte große Kulturimpuls, der von Thüringen in die Welt[…]

Share
weiterlesen …

Lulu -Die Nuttenrepublik

Die Welt als Kissenschlacht Regisseur Volker Lösch konfrontiert Wedekinds Drama „Lulu“ mit den Erfahrungen von Sexarbeiterinnen, die er in die Berliner Schaubühne holt. Hier sind höchstens die Freier nackt. Daunenkissen, über tausend an der Zahl, an langen Schnüren aufgehängt wie eine Jalousie, bilden eine meterhohe[…]

Share
weiterlesen …

Der Maler des Königs (Peter Hacks)

ALTE SCHINKEN Christian Martin Claas hat Peter Hacks 1991 entstandene Komödie „Der Maler des Königs“, eine Parabel auf Untergangs- und Wendezeiten, am Theater Meiningen inszeniert. Wir sind, wie man so sagt, im falschen Film. Denn Walter Ulbricht wohnt dortselbst der Enthüllung des Bildes „Die Odaliske“[…]

Share
weiterlesen …

Schauspielerin Katharina Thalbach: Das Leben im Sandkasten

Am Sonntag hat in der Neuen Oper Erfurt „Die Fledermaus“ von Johann Strauss Premiere. Die Inszenierung realisiert die Berliner Regisseurin und Schauspielerin Katharina Thalbach. Frau Thalbach, Sie haben eben erst am Berliner Ensemble Brechts „Im Dickicht der Städte“ inszeniert und arbeiten jetzt „Die Fledermaus“ in[…]

Share
weiterlesen …

Friederike Caroline Neuber (†29.11.1760)

Das Menetekel des Harlekin Elend, länger als der Tod: Der Gauklerin wird 1760 ein christliches Begräbnis in Dresden verweigert, 1852 wird sie umgebettet im „Neuberin-Fest“, Eduard Devrient berichtet davon: „Seltsam war mir’s vor der wüsten Stätte an der niederen Mauer, wo die arme Frau verscharrt[…]

Share
weiterlesen …

Eberhard Esche (*25.10.1933)

Der Tänzer auf dem Seil Ein Mann auf dem Seil, wägend Schritt um Schritt. Dann, alle Vorsicht fahren lassend, beginnt er zu tanzen mit grimmer Verzweiflung. Schlägt Salti und dreht Pirouetten, als stünde er auf festem Grund. Und dann, wenn er zu stürzen scheint, richtet[…]

Share
weiterlesen …

Harold Pinter (*10.10.1930)

Ein zorniger alter Mann Das schöne Wort pinteresk ist nicht ganz so populär wie das Urwort dieser personalbezogenen Adjektive, kafkaesk. Pinteresk, das meint etwas geheimnisvoll Unenträtseltes, eine merkwürdige Geschichte, die niemand recht versteht, die nie aufgelöst wird, der aber dennoch atmosphärisch eine tiefere Bedeutung eingeschrieben[…]

Share
weiterlesen …

Martin Walser über Lieben und Reden

Gestern Abend erlebte Martin Walsers Stück „Ein liebender Mann“ in Meiningen seine Uraufführung. Der Autor hatte seinen Roman um die Liebe des alten Goethe zu der 19-jährigen Ulrike selbst dramatisiert. Herr Walser, Sie kommen jetzt als 83-jähriger auf das Drama zurück, mit dem Sie einst[…]

Share
weiterlesen …

Merce Cunningham Dance Company – Tanztheater von Weltrang

Merce Cunningham Dance Company ist das Hauptwerk des amerikanischen Choreografen Merce Cunningham, der, seitdem er 1975 zum ersten Mal in einem Stück den Tanz mit Elementen der Musik und darstellender Kunst kombinierte, die Grundsteine des modernen Tanzes revolutionierte. Die Schönheit der Bewegung Merce Cunninghams letzte[…]

Share
weiterlesen …

Alles Bratwurst, oder was?

Come Kloßer! Das war fällig. Und es wird die ab 2011 wieder anstehende Theaterdebatte auf ein vollkommen neues Niveau heben. In Holzhausen spielen sie nämlich ab 30. Juli den guten alten „Hans Wurst“… Und wovon handelt der? Genau: Von der Wurst. Der Bratwurst natürlich, denn[…]

Share
weiterlesen …