K. Sello Duiker: Die stille Gewalt der Träume

Cool und draußen K. Sello Duiker erzählt von desorientierten Jungerwachsenen, der Schattenwelt des urbanen Südafrika und sexueller Gewalt. Eine Entdeckung Sie lieben Musik, sie gehen viel aus, sie kiffen zu viel. Tshepo und seine beste Freundin Mmabatho tun das, was aufgeweckte Studierende eben so tun:[…]

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Goethe

Werthers Echte Werthers echte Erlebnisse gibt es nicht, sie sind Fiktion. Sie sind nicht einmal Goethes echte Erlebnisse, denn der war ein Meister der Sublimierung , der griff, wenn er geplagt war, auch nicht spielerisch zur Pistole, der nahm die Feder. Dennoch hat dieser Film,[…]

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Deutschland im Herbst

Wenn der Regierung das Volk nicht passt, hat Bert Brecht mal gespottet, dann solle sie es doch auflösen und sich ein neues wählen. Sieht so aus, als würde genau dies gerade passieren. Die Merkel/Westerwelle-Regierung wählt sich nicht gerade ein neues Volk, es ist ja auch[…]

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Schauspielerin Helga Göring starb am 3. Oktober

Sie starb bereits am 3. Oktober in einem Berliner Pflegeheim, 88 Jahre alt. Wer will, mag darin ein Stück Symbolik sehen: Die Schauspielerin, die Millionen unterhielt, starb unbemerkt von der Öffentlichkeit. Und sie starb an jenem Tag, der das Ende des Landes bezeichnet, in dem[…]

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Nationales Freiheits- und Einheitsdenkmal

Bürger in Bewegung In Berlin sind jetzt die Entwürfe für das „Freiheits- und Einheitsdenkmal“ zu sehen L´etat c´est moi. Unter Ludwig XIV. war die Sache noch klar. Der Staat, das war, auch ästhetisch, der Herrscher. Der Potentat verkörperte die Nation. Und stand ganz oben auf[…]

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Ein beinah unverhofftes Wiedersehen

Es ist eine Rückkehr aus der Unterwelt, aus der Finsternis ans Licht. Es ist, als könnte der moderne Mensch mit seinen technischen Fähigkeiten den Tod überwinden. Orpheus stieg einst mit nichts als seiner Lyra in den Hades hinab, um singend die Geliebte zurückzuholen. Er vertraute[…]

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Friedenspreis für David Grossman

Lernen, sich vom Entsetzlichen verletzen zu lassen Der israelische Schriftsteller David Grossman nahm in der Frankfurter Paulskirche den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels entgegen. „Auch wenn man wichtige Dinge zu verhandeln hat, man muss immer auf das Fernsehen warten.“ Die launige Bemerkung von Gottfried Honnefelder, dem[…]

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Glamour und Improvisation (Berliner Art Forum 2010)

Art Forum: Der Berliner Kunstherbst hat sich zu einem zivilgesellschaftlichen Projekt ausgewachsen Wann genau begann das eigentlich mit diesen Nebenmessen? Waren sie zuerst in Basel da? In Miami? Oder doch in Köln? Als der Galerist Christian Nagel 1992 mit der „Unfair“ zum ersten Mal eine[…]

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Andreas Maier: Das Zimmer

Heimatvermessung „Dehaam is dehaam!“ war auf einer Baumscheibe eingraviert, die Onkel J. einmal seiner Mutter als Geschenk mitbrachte. Daheim ist daheim – das könnte auch Andreas Maier in direkter Nachfolge des Onkels behaupten, kehrt er doch mit seinem neuen Roman „Das Zimmer“ in die heimische[…]

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Ernst Jünger: Kriegstagebuch 1914–1918

Bum, bum, huiuiui, Bautz Ernst Jünger wäre wohl kaum auf die Idee gekommen, diese Kriegstagebücher in ihrem Rohzustand zu publizieren. Das Originäre war ihm kein Wert an sich. Er pflegte seine Texte immer weiter zu verändern, auch noch lange nach der ersten Veröffentlichung. Sie blieben[…]

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Wolfgang Herrndorf: Tschick

Abenteuer aus dem rätselhaften Osten Tschick steht zu Ferienbeginn in einem gestohlenen Lada bei Maik vor der Tür, um ihn aus seiner Einsamkeit zu erlösen. Was folgt, ist eine Road-Novel, die so grotesk, traurig, dramatisch und komisch ist, dass man vor Lachen oft gar nicht[…]

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Vom Krieg und von der verzweifelten Heimkehr

Filme als posttraumatische Visionen der Kriege in Irak und Afghanistan Der Krieg und das Kino, das ist eine lange Geschichte einer prekären Beziehung. Das Kino war immer das beste Propagandainstrument für den „modernen“ Krieg, für Männerkörper in Stahlgewittern, das Pathos des Sterbens und Tötens. Das[…]

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Harold Pinter (*10.10.1930)

Ein zorniger alter Mann Das schöne Wort pinteresk ist nicht ganz so populär wie das Urwort dieser personalbezogenen Adjektive, kafkaesk. Pinteresk, das meint etwas geheimnisvoll Unenträtseltes, eine merkwürdige Geschichte, die niemand recht versteht, die nie aufgelöst wird, der aber dennoch atmosphärisch eine tiefere Bedeutung eingeschrieben[…]

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Männerherzen (Simon Verhoeven)

Männer suchen ein Zuhause Simon Verhoevens Film „Männerherzen“ richtet sich gegen Schwule und Frauen und erinnert in seiner altbackenen Machart verdächtig an den „Bewegten Mann“ Sie sind zwischen 30 und 40 Jahre alt, sie leben in Berlin und gehen dort mehr schlecht als recht ihrem[…]

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The Social Network

Frauen mögen dich nicht, sagt die Frau am Anfang zu Mark Zuckerberg, und zwar nicht weil du ein Nerd, sondern weil du ein Arschloch bist. Du bist kein Arschloch, sagt eine andere Frau am Ende zu Mark Zuckerberg, du kommst nur so rüber. Zwischen diesen[…]

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Nutrition Transition

Es gibt, offensichtlich für jede und jeden, die das Denken noch nicht vollständig eingestellt haben, die Notwendigkeit eines kulinarischen Diskurswechsels. Außer für das Geld und für ein paar Leute, die daran hängen, besteht nämlich kein Sinn darin, dass sich Menschen auf dieser Erde zu Tode[…]

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José Saramago: Die Reise des Elefanten

Das Leben ist ein Elefant, Madame! Auch ein großes Tier hat es manchmal schwer: Der letzte Roman des Schriftstellers José Saramago liest sich manchmal wie eine Bauanleitung für die ästhetische Postmoderne. Der Elefant war nämlich in Wahrheit ein anderes Wesen. So anders, dass er mit[…]

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Das Sandmännchen – Abenteuer im Traumland

Doch, ich bin schon zufrieden mit meinem Leben. Damals, in der DDR, und heute eigentlich auch. Ist mir auch nicht peinlich, wirklich nicht. Klar, meine Fahrzeuge sind schon etwas anders jetzt, die Reiseziele auch. Das ist ganz schön und macht auch Spaß, aber es ist[…]

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Wie durch eine Sicherheitsschleuse

Cedric Bomfort: Das Amt Künstlerhaus Bethanien, bis zum 20. Oktober 2010 Eine Arbeit, wie sie nicht besser nach Berlin passen könnte: Ein Jahr lang hat der kanadische Künstler Cedric Bomfort hier übrig gelassene Bauhölzer gesammelt. Die Skulptur, die er daraus gebaut hat, erinnert an die[…]

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Loops, das Schmerzgedächtnis und 5 Euro

Vermutlich das Gruseligste an der untergegangenen DDR war der „Lipsi“, eine Art Ententanz von oben, eine Mode aus der Retorte, die die westliche Rock’n’Roll-Dekadenz aus dem Rennen schubsen sollte. In der streckenweise schönen Fernsehreihe „Pop 2000“ (WDR, 1999) plaudern die Konstrukteure aus dem Nähkästchen: wie[…]

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