Leisten wir uns was! z. B. das Berliner Stadtschloß

CC BY-SA Robert Schediwy Was soll der Geiz – leisten wir uns mal was Schönes. So wie man sich beim Sonntagsausflug einen Eisbecher mit Sahne leistet oder einen neuen Wintermantel, den man eigentlich nicht braucht. Sich was leisten, dabei ein klitzekleinwenig über die Stränge schlagen, das schlechte[…]

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London-Blues

Kann ich mich da sehen? Im Widerschein des Feuers. Die Feuer brennen. Ich kann mich sehen. Rennend. Schreiend. Dem Ende ein Schnippchen schlagen. Reichtum ist keine Schande. Armut ist eine Schande. Der Schande entgehen. Mit einer Schandtat. Zündeln. Feuer legen. Terror. Wenn dir nichts mehr[…]

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Guter Aufstand oder schlechter Aufstand?

Zum Großen und Ganzen des Diskurses über die Zumutbarkeiten des jeweils neuesten Kapitalismus für den Menschen gehört auch die Verwunderung darüber, dass das „Empört Euch“ bei den Bürgern in der ökonomischen und sozialen Mitte viel mehr Gehör zu finden scheint als bei den viel direkteren[…]

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Linke Straße rechts abbiegen

CC BY NC-SA  fscklog Dass Männer aus Prinzip nie nach dem Weg fragen, ist bekannt. Aus diesem Grund haben sie ja auch das Navigationsgerät erfunden. Aber es gibt Ereignisse im Leben einer Autofahrerin, da versagt diese fabelhafte Erfindung. Das passiert in der Regel in einsamen Gegenden, mit[…]

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Peppermint Candy (Lee Chang-dong)

„Peppermint Candy“ beginnt mit dem Ende eines zerstörten Lebens. 1999, bei einem Klassentreffen, steht Yong-Ho auf eine Eisenbahnbrücke. Man hört den sich nähernden Zug. Yong-Ho breitet die Arme aus, die Augen weit aufgerissen. „I want to go back“ ruft er laut, bevor er überrollt wird,[…]

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Der Gang in die Nacht / Der Brennende Acker (Friedrich Wilhelm Murnau)

Wenn man heute Filme von Murnau sieht, weiß man trotz neuer blendender Kopien nicht, ob dies nun die Originalfassungen sind. Ich habe den „Gang in die Nacht“ einmal ohne Untertitel gesehen in einer gekürzten Fassung und einmal mit Untertitel in einer längeren. Das war sehr[…]

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Wo es in Berlin wirklich brennt

Die grassierende soziale Verdrängung muss das Thema sein Berlin, Berlin, nie war die Begeisterung über die Kapitale der alternativen Lebenskultur größer als in diesen Tagen. Der Billigfliegertourismus boomt, ebenso der Immobilienmarkt, denn in der Mauermetropole steigen zwar die Preise, aber Bier und Wohnungen sind immer[…]

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Liebe

Für Annette Du! Immer da. Dein Gesicht auf meinem Gesicht. Die Gesichter fallen ineinander. Verkeilen sich. Zähne, die zu einem Gebiss werden. Das Reiben der Haut. Wo gehobelt wird, da fallen die Kleider. Liegen da wie tote Tauben. Wie Gebirgszüge umgrenzen sie unsere Körper. Wüsten.[…]

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Captain America (Joe Johnston)

  Der Captain für die Kids Postironischen Popcorn-Patriotismus von Joe Johnston. Mit 3-D-Effekten und ohne Skepsis gegenüber Amerika und seinen Helden. Dies ist der Kino-Sommer der Superhelden aus den großen amerikanischen Comic-Häusern DC und Marvel. Und wie der Verlierer an den Kinokassen – der etwas[…]

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Der exlpodierende Kreuzritter (Making of)

Anmerkungen zum Terror und seinen Bildern 1 Jeder Terror-Akt hat drei Geschichten: Eine Geschichte der Psychologie/Pathologie. Eine Geschichte der Ideologie/Religion. Und eine Geschichte der Narrative/Ikonographien. Diese drei Geschichten müssen zusammenkommen, um den Terror-Akt, den Amoklauf, das Selbstmordattentat und andere Taten kalter, sich selbst rechtfertigender Gewalt[…]

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Shit Year (Cam Archer)

Schon vor einer Woche gestartet, aber auf Grund einer eher überschaubaren Zahl an Kopien wohl – hoffentlich! – noch lange auf Tour. Die Geschichte ist sehr klein: In die Jahre gekommene Schauspielerin ohne Fortune (hinreißend selbstironisch verkörpert von Ellen Barkin) zieht sich zurück. Zwischen schrillen[…]

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Wir schaffen das schon (Giulio Manfredonia)

In den 1970er Jahren galt Italien als führend in Sachen Betreuung psychisch Kranker. In der Theorie. Die Praxis sah anders aus. Es fehlte allenthalben an Mitteln und Möglichkeiten. Tiefpunkt der Misere: 1978 wurden sämtliche psychiatrischen Anstalten dicht gemacht. Inzwischen hat sich die Lage zwar wieder[…]

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Midnight in Paris (Woody Allen)

Woody Allen lässt uns staunen. Nein, nicht weil ihm wieder ein überaus charmantes und skurriles Kino-Märchen gelungen ist, sondern weil er aus Owen Wilson einen Schauspieler gemacht hat. Bisher vor allem als mehr oder weniger munterer Clown bekannt, darf der Blondschopf diesmal wirklich einen Charakter[…]

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Nachschrift zu den „Blödmaschinen“ (5)

In ihrem Buch „Blödmaschinen – Die Fabrikation der Stupidität“ haben Markus Metz und Georg Seeßlen versucht, eine neue Herrschaftsform in Postdemokratie und Finanzkapitalismus zu beschreiben, die offensichtlich vor nichts und niemandem halt macht. Ab nun werden sie in unregelmäßiger Folge neue Indizien und Methoden der kapitalen Verblödung[…]

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Robert De Niro (*17.08.1943)

Die Kunst der Verwandlung Es gibt manchen Filmschauspieler, dem es schwer würde, sich an einem mittleren deutschen Stadttheater zu behaupten. Robert De Niro wäre auch ein berühmter Schauspieler, wenn er nur Theater spielte. Heute hat er Geburtstag. Wenn der Mann Jeans und alte Unterhemden trug, dann wusste[…]

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Junkie

Schweißtropfen fliegen. Die Menge starrt gebannt. Mit seiner Rechten legt dich dein Gegner flach. Du knickst ein. Gehst auf die Knie. Betest das Scheinwerferlicht an. Das Licht. Von dem Licht haben dir alle erzählt. Man würde es kurz vor der Niederlage sehen. Es wäre wunderschön.[…]

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Kreativwirtschaft

Da kommt ein richtiger Druck Kreativwirtschaft: In Berlin erklärte der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit wie die Stadt „Reicher werden, aber sexy bleiben“ soll Gemessen an China ist Berlin ein reiches Land. Zwar stehen hier nur knapp vier Millionen Menschen gegen eine Milliarde. Und noch ist[…]

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Hanif Kureishi: Mein Ohr an deinem Herzen

Von Poona nach London Improvisation: In seinem jüngsten Werk „Mein Ohr an deinem Herzen“ entfaltet der britische Schriftsteller Hanif Kureishi die Geschichte seiner indisch-pakistanisch-britischen Familie und erfüllt seinem Vater posthum den größten Wunsch Peter Brook fragt Hanif Kureishi einmal nach Indien. Auf der Suche nach[…]

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64. Festival del Film Locarno (13.08.2011)

Die Leoparden von Locarno zeigen Samtpfoten Das Sensible, Stille, Unspektakuläre hat in Locarno das Rennen gemacht. Die Jurys lieben es leise, das Publikum offenkundig auch. Selbst der per Umfrage ermittelte Preis der Zuschauer ging nicht an einen der Krach-Knaller des Festivals, wie etwa „Cowboys &[…]

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Kleinigkeiten

Sterbegeld-Vorsorge, Nicolas Barbon, Volkskapitalismus, Umzugszeiten und andere Kleinigkeiten von Georg Seeßlen Aus irgendeinem Grunde haben wir nach der Krise nicht etwa beschlossen, uns etwas weniger Kapitalismus zu leisten, sondern vielmehr alle zu Kapitalisten zu werden, mindestens für die Minuten, in denen Tag für Tag die[…]

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