Die dunkelste Stunde (Regie: Joe Wright)

Biopics sind wieder in. Wie schon in den 1930er Jahren. Damals, in der Zeit großer wirtschaftlicher und sozialer Probleme in den USA und anderen Industriestaaten, hat Hollywood geradezu am laufenden Band Porträts bedeutender Persönlichkeiten auf den Markt geschmissen: Queen Victoria, Voltaire, Louis Pasteur und und[…]

Share
weiterlesen …

Die Anfängerin (Regie: Alexandra Sell)

Kenner von DEFA-Filmen erinnern zweifellos das Debüt der Schauspielerin Ulrike Krumbiegel in Bodo Fürneisens „Komm mit mir nach Chicago“, 1982 herausgekommen. Die junge Schauspielerin wirkte schon damals zugleich zart und rabiat, naiv und weise, konnte im selben Moment Introvertiertheit und Über-sich-hinaus-Wachsen zeigen. Das ist ihr[…]

Share
weiterlesen …

Wonder Wheel (Regie: Woody Allen)

Diane Keaton in „Manhattan“, Mia Farrow in „The Purple Rose of Cairo“, Julia Roberts in „Alle sagen: I love You“, Cate Blanchett in „Blue Jasmin“ und und und. Woody Allens schönste Filmfiguren sind Frauen, gespielt von berühmten Schauspielerinnen. In „Wonder Wheel“ hat er nun erstmals[…]

Share
weiterlesen …

Lux – Krieger des Lichts (Regie: Daniel Wild)

Ein Superheld made in Germany? Die Vorstellung lässt einen doch wohl eher schmunzeln. Aber: Daniel Wilds zeigt in seinem ersten abendfüllenden Spielfilm, dass die Idee viel weniger abwegig ist als man zunächst vermutet. Drehbuchautor und Regisseur Daniel Wild versucht nicht, die Hollywood-Helden mit ihrem Firlefanz[…]

Share
weiterlesen …

Die Flügel der Menschen (Regie: Aktan Arym Kubat)

Das Kino als Ort der Träume. Es funktioniert immer noch, trotz jahzehntelanger Verschleuderung standardisierter Massenware. Denn immer wieder gibt es Kunstwerke, die sich aus dem Einerlei der Dutzendware herausheben, die zu lustvollem Träumen einladen, ja, im besten Fall, selbst traumhaft schön sind. Aktan Arym Kubat[…]

Share
weiterlesen …

Meine schöne innere Sonne (Regie: Claire Denis)

Isabelle und ihre Liebhaber Claire Denis, die intellektuelle Grüblerin, auf kommerziellen Pfaden, als Regisseurin einer Komödie? Man will es erst einmal nicht glauben. Muss man auch nicht. Denn der Film wurde angeregt von Roland Barthes’ „Fragmente einer Sprache der Liebe“ („Fragments d’un discours amoureux“) aus[…]

Share
weiterlesen …

Die Lebenden reparieren (Regie: Katell Quillévéré)

Spielfilme, in denen das Thema Organspende vorkommt, gibt es bisher nur wenige. Wenn, dann sind es meist Thriller. Hier nun: ganz andere, ernst zu nehmende Kost. Diese Romanadaption bietet nichts Gefälliges. Aber: Wer anspruchsvolles Kino weitab üblicher Kommerzkost zu schätzen weiß, sollte sich „Die Lebenden[…]

Share
weiterlesen …

Happiness (Regie: SABU)

Erst vor wenigen Monaten ist in Deutschland der bisher letzte Spielfilm des Japaners SABU in die Kinos gekommen: „Mr. Long“. Die Ballade um einen Profikiller in Bedrängnis punktete – neben der originellen Story – mit gestalterischer Raffinesse. Die bestimmt ebenso, dieses, davor entstandene, Drama. Auch[…]

Share
weiterlesen …

Aus dem Nichts (Regie: Fatih Akin)

Jüngeren Kinogängern ist das Genre des „Gerichtsdramas“, wenn überhaupt, nur noch aus US-amerikanischen Produktionen geläufig. Die deutschen Gerichtsfilme der 1950er und 60er Jahre – der wichtigste sicher: „Rosen für den Staatsanwalt“ von Wolfgang Staudte – sind weithin vergessen. Unverdient. Nun also belebt Fatih Akin das[…]

Share
weiterlesen …

Human Flow (Regie: Ai Weiwei)

Die Reaktionen nach der Uraufführung beim Filmfestival Venedig fielen gemischt aus – es gab gleichermaßen Ablehnung und Zuspruch, beides jeweils heftig. Etwa ein Jahr lang hat Ai Weiwei mit -x Kamerateams, Drohnen und seinem Mobiltelefon in 23 Länder gedreht. Zu sehen sind Menschen in Zeltlagern,[…]

Share
weiterlesen …

Mord im Orient-Express (Regie: Kenneth Branagh)

Das Beste kommt zum Schluss, ganz zum Schluss, im Abspann: Michelle Pfeiffer singt. Es lohnt sich, das Kino erst danach zu verlassen. Bis zum Finale nach dem Ende der Geschichte braucht man allerdings einiges an Durchhaltevermögen. Das Star-Vehikel tuckert arg kraft- und saftlos als Bummelzug[…]

Share
weiterlesen …

Casting (Regie: Nicolaus Wackerbarth)

Nicolaus Wackerbarths dritter Spielfilm hat es in sich: vordergründig geht es um eine Entlarvung der bis zur Unmenschlichkeit bizarren Strukturen im Film- und Fernseh-Geschäft. Tatsächlich zeichnet der Film jedoch ein Porträt unserer Gesellschaft, das düsterer kaum ausfallen könnte. Das Geschehen: eine junge Regisseurin will /[…]

Share
weiterlesen …

Fack ju Göthe (Regie: Bora Dagtekin)

Skepsis? Noch eine Auflage der Krachklamotte um verkrachte Schülerexistenzen und einen Lehrer, der in Wahrheit gar keiner ist? Die ersten Filmminuten bestätigen die schlimmsten Befürchtungen: Die Kalauer im Sekundentakt sind eher lahm, die Pennälerwitz-Parade mutet plump an: lernfaule Kids und ihr Lehrer durchlaufen eine Peinlichkeitsparade.[…]

Share
weiterlesen …

Absolut sehenswert: „Die Kameliendame“ in Berlin

Das Schlosspark Theater in Berlin bietet mal wieder einen Coup Uff – der alte Schinken? Genau, eine Adaption des Romans von Alexandre Dumas d. J. Von alt kann allerdings nicht die Rede sein. Die Theaterfassung von Ulrich Hub ist nicht nur relativ neueren Datums, sie[…]

Share
weiterlesen …

The Square (Regie: Ruben Östlund)

Kunst bringt Kasse. Mit Gemälden, Skulpturen, Aktionen werden weltweit Millionen gemacht. Ist das immer seriös? Die Frage stellen sich viele. Das macht nun auch der schwedische Regisseur Ruben Östlund in seinem Spielfilm „The Square“ – mit satirischen Mitteln. Und: er weitet den Blick. Vom Kunstmarkt[…]

Share
weiterlesen …

Victoria & Abdul (Regie: Stephen Frears)

Schauspielstar Judi Dench und Regisseur Stephen Frears konnten vor einigen Jahren mit „Philomena“ zu Recht einen enormen Erfolg verbuchen. Jetzt haben sie sich erneut zusammengetan. Judi Dench glänzt – wie schon in „Ihre Majestät Mrs. Brown“ von Regisseur John Madden – als Queen Victoria (1819[…]

Share
weiterlesen …

Theater wider die Dummheit

Es muss nicht immer laut und vordergründig zugehen, wie in „It Can’t Happen Here“ auf der Bühne der Kammerspiele des Deutschen Theaters Berlin, um sich mit gesellschaftspolitisch brisanten Fragen der Gegenwart auseinanderzusetzen. Anders als diese Stückfassung des Romans von Sinclair Lewis, womit am DT die[…]

Share
weiterlesen …

Körper und Seele (Regie: Ildikó Enyedi)

Besinnlich ist vermutlich ein Attribut, das nicht irrsinnig viele Menschen ins Kino lockt. Denn zu oft wird damit sofort Langeweile assoziiert. Eine bedauerliche Fehlinterpretation. Besinnlich steht ja vor allem für wohltuende Entspannung. Und genau die ist es, die dieser Spielfilm bietet, ohne dass er den[…]

Share
weiterlesen …

74th Venice International Film Festival

Tag 11 | 09-09-2017 Es darf gestaunt werden: Die Jury der 74. Internationalen Filmfestspiele Venedig hat nicht nur klug entschieden, sie hat sogar den Erwartungen eines Großteils von Publikum und Kritik entsprochen. Und sie hat sich mit ihren Entscheidungen respektvoll vor Alberto Barbera, dem Festspiel-Direktor[…]

Share
weiterlesen …

Tulpenfieber (Regie: Justin Chadwick)

Tom Stoppard gehört zweifellos zu den cleversten Drehbuchautoren der letzten Jahrzehnte. Wer erinnert sich nicht mit Freude an „Shakespeare in Love“, die knallbunte Phantasie um die Entstehung der Tragödie „Romeo und Julia“. Hierbei, vor etwa zwei Jahrzehnten, war Tom Stoppard Drehbuchmitautor. Dieses Mal zeichnet er[…]

Share
weiterlesen …