The Guilty (Regie: Gustav Möller)

Preise, selbst wenn auf -x Festivals vergeben, sind nicht unbedingt ein Garant für Qualität und Publikumswirksamkeit. In diesem Fall jedoch durchaus! Erzählt wird (scheinbar) eine Heldengeschichte: Asger (Jakob Cedergren) ist Polizist. Er arbeitet, strafversetzt, in einer Notrufzentrale in Kopenhagen. Es ist seine letzte Nacht, bevor[…]

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Werk ohne Autor (Regie: Florian Henckel von Donnersmarck)

Nein, das ist kein subtiles Kammerspiel, nein, hier wird keine feinst ziselierte Erzählung geboten – hier wird guter Kintopp offeriert, holzschnittartig, kraftvoll, effektsicher. Dieser Begriff, Kintopp, wird von manchen abwertend gemeint. Was höchst unsinnig ist. Guter Kintopp ist massenwirksam, dabei nicht geistlos, sondern, ganz im[…]

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75. Filmfestspiele von Venedig

Happy End bei der 75. Mostra Internazionale d’Arte Cinematografica. Die Jury fällte überwiegend kluge und nachvollziehbare Entscheidungen. Manche hatten befürchtet, Regisseur Guillermo del Toro (Oscar für „The Shape of Water “) könne in der Rolle des Jury-Präsidenten befangen sein, und dagegen stimmen, seinem Landsmann, dem[…]

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71. Locarno Festival (01. – 11.08.2018)

Tag 10 Wie immer: die Jury hat mit zum Teil unerwarteten Entscheidungen verblüfft. Wobei die fünf Juroren doch weitestgehend klug geurteilt haben. Denn die Preise gingen in der Mehrzahl an Filme, die Unterhaltung und Anspruch, d a s Markenzeichen des Filmangebots in Locarno, klug und[…]

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Papillon (Regie: Michael Noer)

Gottlob: Noch ist niemand auf die Idee gekommen, ein Remake von „Manche mögen’s heiß“ zu produzieren. Doch die Gefahr wächst. Denn erstens fällt Hollywood kaum mehr Neues ein, zweitens sinkt die Schamgrenze allüberall, drittens sind schon einige Perlen via Remake entweiht worden. Jetzt also „Papillon“.[…]

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Die Frau, die vorausgeht (Regie: Susanna White)

Hollywood hat eine lange und dunkle Geschichte, wenn es um die „Vorführung“ der amerikanischen Ureinwohner geht. Mehr als vorgeführt – und das in der Regel mit einer abfälligen Attitüde – wurden sie selten. In den letzten Jahren hat sich das erfreulicherweise geändert – gelegentlich mit[…]

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Love, Simon (Regie: Greg Berlanti)

Spielfilme aus dem Arthouse-Sektor haben sich schon mehrfach der Selbstfindung schwuler oder lesbischer junger Leute zugewandt, zuletzt wirklich gelungen in „Call Me By Your Name“. Man mag’s kaum glauben, doch es stimmt wohl: dies ist nun tatsächlich die erste Teenager-Komödie aus einem der großen Hollywood-Studios[…]

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Vom Ende einer Geschichte (Regie: Ritesh Batra)

Stimmt es, dass jeder das Recht auf seine eigene Lebenslüge hat? Ist es tatsächlich legitim, sich selbst und das eigene Tun und Lassen in der Rückschau ins beste Licht zu rücken? Der Verstand sagt „Nein!“. Doch das Gefühl bringt wohl die meisten dazu, dennoch die[…]

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Auf der Suche nach Oum Kulthum (Regie: Shirin Neshat)

Noch 43 Jahre nach ihrem Tod genießt Oum Kulthum (geboren vermutlich 1904, gestorben 1975) in der arabischen Welt einen Ruhm, der in den so genannten westlichen Staaten allenfalls mit dem von Maria Callas vergleichbar ist. Stationen ihres Lebens und ihrer Karriere werden nun erstmals in[…]

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Heaven’s Gate (Regie: Michael Cimino)

Aktuell auf Blue Ray Der 1980 uraufgeführte Western „Heaven’s Gate“ ist einer der berühmtesten „unbekannten“ Spielfilme aus Hollywood. Berühmt ist er, weil er zur Zeit der Produktion die damals extrem hohe Summer von etwa 44 Millionen US-Dollar gekostet hat. Unbekannt ist „Heaven’s Gate“, weil der[…]

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Wer hat eigentlich die Liebe erfunden? (Regie: Kerstin Polte)

Leicht, charmant, im besten Sinne verrückt, schön schräg und skurril, zugleich erdverbunden und federleicht, romantisch und voller Lebensweisheit, bar jeglicher Schulmeisterei – das kann kein deutscher Spielfilm sein! Wie schön, dass das Vorurteil hier widerlegt wird. Um es gleich zu sagen: Dieser Spielfilm ist nicht[…]

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The Florida Project (Regie: Sean Baker)

Das deutsche Plakat zum Film lässt die Erwartung an eine locker-flockige Komödie aufkommen. Man sieht eine junge, attraktive Frau in aufreizend-knappen Shorts, die fröhlich ein Kind in einem Einkaufswagen durch die Gegend schiebt. Schaut man auf das Bild, fragt man sich, ob die weltweit ernsthaft[…]

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Lucky (Regie: John Carroll Lynch)

Über diesen Film könnte man dicke Bücher schreiben, über den raffinierten Schnitt, den kunstvollen Musikeinsatz, die kluge Dialogführung, die Schauspielführung. Ein Kleinod. Die Ballade über ein paar Tage im Leben des 91-jährigen Titelhelden, irgendwo im Südwesten der USA, in einem Kaff am Rande der Wüste, ist[…]

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Call me By Your Name (Regie: Luca Guadagnino)

Der mit Geld aus vier Ländern produzierte Roman-Adaption geht ein Ruf wie Donnerhall voraus – getragen von Erfolgen auf vielen Festivals. Besonders das Schauspiel wird gefeiert. Und ja. Die Darsteller tragen diese Literaturverfilmung vor allem. Da ist als erster der jetzt 22-jährige New Yorker Timothée[…]

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Freiheit (Regie: Jan Speckenbach)

Sperrig, schräg, staubtrocken: der 47-jährige Autor und Regisseur Jan Speckenbach hat Mut. Er traut sich, das Publikum herauszufordern. Er setzt, das hat Seltenheitswert, in seinem neuen Spielfilm nicht auf eine lineare Erzählung. Zudem verzichtet er darauf, jede Situation, jeden Gedankengang, jedes Gefühl auszubuchstabieren. Ein Film[…]

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Die dunkelste Stunde (Regie: Joe Wright)

Biopics sind wieder in. Wie schon in den 1930er Jahren. Damals, in der Zeit großer wirtschaftlicher und sozialer Probleme in den USA und anderen Industriestaaten, hat Hollywood geradezu am laufenden Band Porträts bedeutender Persönlichkeiten auf den Markt geschmissen: Queen Victoria, Voltaire, Louis Pasteur und und[…]

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Die Anfängerin (Regie: Alexandra Sell)

Kenner von DEFA-Filmen erinnern zweifellos das Debüt der Schauspielerin Ulrike Krumbiegel in Bodo Fürneisens „Komm mit mir nach Chicago“, 1982 herausgekommen. Die junge Schauspielerin wirkte schon damals zugleich zart und rabiat, naiv und weise, konnte im selben Moment Introvertiertheit und Über-sich-hinaus-Wachsen zeigen. Das ist ihr[…]

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Wonder Wheel (Regie: Woody Allen)

Diane Keaton in „Manhattan“, Mia Farrow in „The Purple Rose of Cairo“, Julia Roberts in „Alle sagen: I love You“, Cate Blanchett in „Blue Jasmin“ und und und. Woody Allens schönste Filmfiguren sind Frauen, gespielt von berühmten Schauspielerinnen. In „Wonder Wheel“ hat er nun erstmals[…]

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Lux – Krieger des Lichts (Regie: Daniel Wild)

Ein Superheld made in Germany? Die Vorstellung lässt einen doch wohl eher schmunzeln. Aber: Daniel Wilds zeigt in seinem ersten abendfüllenden Spielfilm, dass die Idee viel weniger abwegig ist als man zunächst vermutet. Drehbuchautor und Regisseur Daniel Wild versucht nicht, die Hollywood-Helden mit ihrem Firlefanz[…]

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Die Flügel der Menschen (Regie: Aktan Arym Kubat)

Das Kino als Ort der Träume. Es funktioniert immer noch, trotz jahzehntelanger Verschleuderung standardisierter Massenware. Denn immer wieder gibt es Kunstwerke, die sich aus dem Einerlei der Dutzendware herausheben, die zu lustvollem Träumen einladen, ja, im besten Fall, selbst traumhaft schön sind. Aktan Arym Kubat[…]

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