Autoren über Kunst und Leben

Kategorie DVD

Der amerikanische Traum des deutschen Kinos (Jerry Cotton)

Er war nicht der größte der Helden im Trash-Kosmos der westdeutschen Nachkriegszeit. Winnetou war sexiger, die Inspektoren in den Edgar-Wallace-Filmen waren schwiegermutter-kompatibler, Götz Georges Schweiß war echter, bei Dr. Mabuse ging es grusliger zu, Sigurd war ritterlicher und die Schulmädchen,… Weiterlesen →

Russ Meyer

Kein Russ Meyer mehr. Schlimmer! Keine Russ Meyer-Filme mehr. Nur gut, dass sein Oeuvre auf DVD zu haben ist. Wahrscheinlich war Russ Meyer der erste Sexfilmer, der zugleich zum Geheimtipp unter Cineasten wurde. Dieser Mann drehte ferkeligen Stuss, sexistisch, unmoralisch… Weiterlesen →

Der Krieger und die Kaiserin (Tom Tykwer)

Die kindliche Kaiserin Es ist ein Banküberfall im finalen Stadium. Ein Mann liegt sterbend in der Ecke und einen der beiden anderen wird es in Sekunden ereilen. Da tritt die Frau zwischen die beiden Männer und die Pistolen, die sie… Weiterlesen →

The Way We Were

Hollywood – der Name steht nach wie vor für Traumfabrik, für Eskapismus, für bunte Realitätsflucht. Die Flut an Komödien und Science-Fiction-Märchen bestätigt dieses Vorurteil derzeit massiv. Aber: Es gab und gibt immer auch ein anderes, ein politisch engagiertes Hollywood. Eines… Weiterlesen →

Bonhoeffer – Die letzte Stufe

Das Wappen im Schild Wie man Geschichte im milden Licht verklärt Manchmal, scheint es, ist Ullrich Tukur für Augenblicke allein mit Dietrich Bonhoeffer. Ein leises Zögern hat er dann, eine Skepsis um den Mund und einen Zweifel in den Augen…. Weiterlesen →

Sunshine – Ein Hauch von Sonnenschein

Das vergessene Geheimnis Szabos bunter Bilderbogen Am Anfang explodiert der Schnaps. Die Destille des alten Aaron Sonnenschein fliegt sehr schön durch die Luft. Sein Sohn Emmanuel findet das schwarze Buch mit der geheimen Rezeptur des Schnapses »Sonnenschein« in den Trümmern,… Weiterlesen →

Die Stille nach dem Schuss

Geschichte und Geschichten Der letzte DEFA-Film Der Volkspolizist bricht ein großes Stück der blaue Pappe heraus. »So kommen Sie bis zur Werkstatt« sagt er mitfühlend zu der Fahrerin.

Meschugge

Ein ungeschriebener Film Die junge Frau tastet sich, die Taschenlampe in der Hand, durch die Dunkelheit. Irgendwo in diesem verdammten Haus ist das Büro von diesem Kaminski und dort sind, vielleicht, die Papiere, die ihre Mutter belasten, vielleicht mit einem… Weiterlesen →

Being John Malkovich

Die liebe Seele Ein Film  für Leute, die »kafkaesk« nervig finden Es ist kein guter Tag für Craig Schwartz. Der Marionettenspieler tingelt auf der Straße mit »Heloise und Abelard«, vielleicht, dass er träumt, seine Ehe wäre so, da bekommt er… Weiterlesen →

Das Leben ist schön

Der Prinz von Auschwitz Roberto Benigni gelingt ein Wunder Guido, der virtuose Kellner und Dr. Lessing, der traurige Arzt, lieben es, in Rätseln zu sprechen. Für den Deutschen ist es eine Besessenheit, seine einzige womöglich. Der Italiener gönnt sich eine… Weiterlesen →

Little Voice

Schön und sehr weit droben Ein wunderschönes Kunst-Stückchen Dieses Lied beginnt immer gut. „The Minute you walked in the joint….“ Eine Frau hämmert einem Mann erbarmungslos das Bewußtsein ihrer sexuellen Souveränität entgegen: „Hey Big Spender“. Und es ist, als würde… Weiterlesen →

Der General

Immer wenn ich eine Kritik zu einem Film von John Boorman schreiben will, wird daraus eine Liebeserklärung an eine merkwürdige Art des Kinos. Boorman ist kein „Autorenfilmer“, aber genauso wenig ist er ein Genre-Handwerker. Immer wieder schafft er es, einen… Weiterlesen →

Good Will Hunting

Der Geruch der Sixtinischen Kapelle „Du weißt“, sagt Sean McGuire, der Therapeut, zu Will Hunting, dem Genie, „alles über Michelangelo und die Renaissance. Aber ich wette, du weiß nicht, wie die Sixtinische Kapelle riecht“. Damit hat der kluge Robin Williams… Weiterlesen →

Mars Attacks!

Die grünen Ungeheuer Burtons verfilmte Sammelkarten Nicht, dass wir keine grünen Männchen mögen. Nicht, daß wir schwarzen Humor nicht liebten. Nicht, daß wir einen Zweifel an der zivilisationskritischen Relevanz des destruktiven Chaos hegten. Es ist nur so, daß Comic-Sammelkarten kein… Weiterlesen →

Neben der Zeit

Das Kino als ein Ort der Stille Andreas Kleinerts schöner, leiser Film neben dem Zeit-Geist Einmal klingelt das neue Telefon, Entschuldigung, ein Versehen. Einmal brennt das Kleid von Sophie und Georg übergießt sie mit Wasser, schade, so hätten wir doch… Weiterlesen →

Knockin‘ on heavens door

Taxi Driver und die STVO Schweiger und Liefers are „Knockin‘ on heavens door“ Der Martin hat einen Gehirntumor und der Rudi einen Knochenkrebs, das ist der Beginn einer wunderbaren Freundschaft. Der Til und der Thomas lieben amerikanische Filme. Und darum… Weiterlesen →

Independence Day

Die Bilder mit dem grünen Punkt Die neue Hemmungslosigkeit Die Menschen haben ein Problem, sie sollen ein wenig vernichtet werden, und der gütige Jude ermuntert sie zum kollektiven Gebet. „Ich bin aber kein Jude“ macht einer der Umstehenden geltend. „Nobody… Weiterlesen →

Die Jury

Ein Stammtisch für Millionen John Grisham verkauft „Die Jury“ – und das Thema It’s Showtime. Die Gegner drücken sich die Hand und wechseln einen fairen Spruch. Dann gehen sie in den Ring. Das Kampfgericht, das diesen Fight zu punkten hat,… Weiterlesen →

Die Brücken am Fluss

Vom Glück des Traurigseins Clint Eastwood geht mit Meryl Streep über Die Brücken am Fluss  Der Mann hat einen langen Weg hinter sich gebracht. Er hat den Kopf riskiert für eine Handvoll Dollar, und wenn er westwärts zog mit dem… Weiterlesen →

Schlafes Bruder

Laute Bilder denken nicht Ein deutscher Film, kitschig und sehenswert Die Kirche zu Feldberg, die Menschen frohgestimmt und die Orgel auch, ein Wettbewerb. Auf der Empore die braven jungen Musici im Sonntagsstaat und Johannes Elias Alder, das Naturwunder von oben… Weiterlesen →

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