Was das Herz begehrt
von Henryk Goldberg in Film, Filmspiegel, Kolumnen & Blogs, Kritik 2009
Was das Herz begehrt – manchmal nur Diane Keaton und Jack Nicholson
„Wie sieht’s mit Verhütung aus?“, fragt Harry. „Menopause“, entgegnet Erica. Und fügt, noch immer lachend, hinzu „Wir sollten Deinen Blutdruck messen“. Und am Morgen, am nächsten Morgen, erkennen sie nicht, wie spät es ist, weil, die Brillen liegen noch neben dem Bett.
Solche Titel wollen Nachricht sein. Wie es euch gefällt. Was ihr wollt. Was das Herz begehrt. Nachrichten nicht über Geschichten, sondern über Absichten. Der Absicht, zu unterhalten. Tatsächlich trägt dieser Film wenig bei zum Verständnis der Welt und sehr viel dazu, sich einige Stunden auf dieser Welt sehr, sehr wohl zu fühlen. Einfach so. Nancy Meyers hat das geschrieben und inszeniert, Michael Ballhaus fotografiert. Und das Beste, was er zu zeigen hat, sind Diane Keaton und Jack Nicholson. Zum Rest des Beitrags »
ShareLolita
von Henryk Goldberg in Film, Filmspiegel, Kolumnen & Blogs, Kritik 2009
Ein unmoralisches Angebot
Über verlorene Werte, einen armen Mann und eine kleine Schlampe
Die Frage, ob eine erwachsende Frau für eine Million Dollar mit einem fremden Mann schläft, der aussieht wie Robert Redford, ist kein ernsthafter Diskurs über ein unmoralisches Angebot, es ist ein amüsantes Gesellschaftsspiel. Die Frage nun, wie es ist, wenn eine wohnungssuchende Studentin dem fiesen fetten Vermieter den kleinen Gefallen erweist, ist schon weniger amüsant: Das Amüsement der Geschichten verfliegt in dem Maße, in dem sie sich der Wirklichkeit und nähern und den wirklichen Fragen. Die Frage also, wie es sich mit der Moral verhält, wenn ein vierzigjähriger Mann mit einem zwölfjährigen Mädchen schläft, ist vollkommen unamüsant. Zum Rest des Beitrags »
ShareJackie Brown
von Henryk Goldberg in Film, Filmspiegel, Kolumnen & Blogs, Kritik 2009
Offene Zweierbeziehungen
Tarantino denkt über seine Zukunft nach

Jackie hat nicht mehr viel Zeit. Jackie ist 44 und schwarz. Ordell, der Waffenschieber, hat gerade erst einen Mitarbeiter letal entsorgt, so wird er es jetzt mit Jackie halten. Aber Jackie ist anders. Jackie hat dem Kautionsanwalt Max die Pistole geklaut, als er sie aus dem Knast nach Hause fuhr. Und jetzt ist es dunkel im Zimmer und Ordell ist da und er hat die Hände an ihrem Hals. Und Jackie hat die Pistole in der Hand. Fortan wird Ordell diese Frau ernster nehmen. Dennoch wird Jackie schließlich in einem Auto sitzen mit einer halben Million, die einmal Ordell gehörte. Er wird sie aber nicht vermissen, denn er wird auf dem Boden liegen mit einer Kugel, die einem Polizisten gehörte. Zum Rest des Beitrags »
ShareThe Green Mile
von Henryk Goldberg in Film, Filmspiegel, Kolumnen & Blogs, Kritik 2009
Friedhof der Kuscheltiere

Fred Astaire singt vom »Heaven« und Ginger Rogers schwebt auf Wolken, Wange an Wange. Der alte Mann aber, der das im Fernsehzimmer sieht, beginnt zu weinen. Er hat diesen alten Film schon einmal gesehen, damals, als es ein neuer Film war. Es war der letzte Wunsch von John Coffey, dem großen, wundersamen Neger, ehe sie ihn über die Grüne Meile in den Himmel führten. Da hatte er seine Wunder schon getan. Er hatte Paul Edgecom von seiner Harnleiterentzündung befreit, er hatte die tote Maus Mr. Jingle zum Leben erweckt, und er hatte Mrs. Moores den Tumor aus der Seele gesaugt. Es war, als Percy Wetmore, der sadistische Wächter, den Scheiterhaufen für Eduard Delacroix entzündete, der mit der Maus tanzte. Zum Rest des Beitrags »
ShareGottes Werk und Teufels Beitrag
von Henryk Goldberg in Film, Filmspiegel, Kolumnen & Blogs, Kritik 2009
Über die Regeln
“Gottes Werk und Teufels Beitrag” – mit sieben Oscar-Nominierungen deutlich überschätzt
Niemand von den schwarzen Apfelpflückern, Maine, 1943, ist des Lesens kundig. So bitten sie Homer Wells ihnen die “Cider House Rules” vorzulesen, die Regeln, der alten Holzhütte, darin die Männer leben, die den Apfelsaft herstellen. Die Regeln besagen, zum Beispiel, dass das Mittag nicht auf dem Dach einzunehmen und das Rauchen im Bett verboten ist. “Das sind nicht unsere Regeln,” sagt einer der Schwarzen, er liegt auf dem Bett und raucht. Da reißt Homer das Blatt von dem alten Nagel in der Wand und verbrennt es. Regeln sind für die Menschen gemacht, nicht gegen sie. Und es gibt verschiedene Regeln und manchmal muss man die Regeln ändern, an die sich zu halten einer gesonnen ist. Zum Rest des Beitrags »
ShareZeiten des Aufruhrs
von Henryk Goldberg in Film, Filmspiegel, Kolumnen & Blogs, Kritik im März 2009
Unterm Eis
Als sie ihn das letzte mal sah, da glitt er von der Eisscholle ins Meer und mit ihm versank ein Traum vom Glück. Jetzt haben sie eine zweite Chance, Kate Winslet und Leonardo DiCaprio in Zeiten des Aufruhrs. Und nutzen sie so, dass es schon für den Golden Globe reichte und für den Oscar noch reichen könnte.
So beginnt es mit Romeo und Julia. Party, Blicke, Gespräche, Lächeln. Er sei, sagt er, Hafenarbeiter, und nächste Woche vielleicht Kassierer. Sie lächelt so ein Frauenlächeln, in dem Jungen steckt mehr, viel mehr, sie weiß es einfach. So beginnt ein Leben, in dem alles möglich ist. Und das Glück scheint mehr als bloße Hoffnung, es tritt auf als selbstgewisse Sicherheit. Sam Mendes (American Beauty) erzählt diese Geschichte nach einem Buch von Richard Yates, Revolutionary Road erschien 1961. Es ist der sprechende Name der Straße, in der Frank und April Wheeler ihr nettes Leben haben mit ihrem netten Haus und ihren netten Kindern und ihren netten Nachbarn. Zum Rest des Beitrags »
ShareVicky Cristina Barcelona
von Henryk Goldberg in Film, Filmspiegel, Kolumnen & Blogs, Kritik im März 2009
Der Himmel über dem Reißbrett

„Wenn du nicht bald anfängst mich auszuziehen”, sagt Cristina, die Amerikanerin, die ein bisschen fotografiert, zu Juan Antonio, dem Spanier, der richtig malt, „dann wird das hier eine Podiumsdiskussion”. Und wir fragen uns, wie weit die Selbstironie von Woody Allen geht. Denn es ist tatsächlich eine Podiumsdiskussion.
Manchmal sind auch Titel Nachrichten. „Vicky Cristina Barcelona” das sind die Koordinaten eines Versuchsprogramms, das Woody Allen hier durchrechnet wie auf dem Reißbrett. Wobei natürlich zu denken ist, dass die Berechnungen eines Mannes wie Allen noch immer amüsanter sind als die Phantasien anderer Leute. Es ist, als würde Allen hier einen Satz von William Faulkner diskutieren wollen: „Zwischen dem Schmerz und der Leere wähle ich den Schmerz”. Den Schmerz, den sucht Cristina (Scarlett Johansson), wie uns der milde Erzähler gleich zu Beginn der Lektion wissen lässt, und die Sicherheit Vicky (Rebecca Hall). Die heiratet in Barcelona ihren Verlobten, der ist so heiß wie die Erläuterungen eines Vogelfreundes über die Morgenhygiene des Buntspechtes. Am Ende wird sie in eine Zukunft fliegen, wie sie für die ältere Judy seit Jahrzehnten schon Gegenwart ist: Die liebt ihren netten, wohlmeinenden Mann nicht wirklich, aber trennen kann sie sich auch nicht, das kann sie ihm nicht antun. So hält sie es aus, das Leben.
ShareOperation Walküre
von Henryk Goldberg in Film, Filmspiegel, Kolumnen & Blogs, Kritik im März 2009
Dieser Eine
Ein normaler, ein sehenswerter, ein spektakelfreier Film

„Gott versprach Abraham,” sagt General Olbricht, „Sodom nicht zu vernichten, wenn er zehn Gerechte findet.” In Deutschland reicht vielleicht einer. Von diesem Einen handelt dieser Film und dieser Eine hat tatsächlich diese Funktion. Und niemand leistet so viel für die Popularisierung der Gerechten wie Hollywood.
Die verbreitete Beschäftigung mit dem Holocaust wurde in den USA und der Bundesrepublik wesentlich stimuliert durch den amerikanischen Fernsehfilm. Die Wahrnehmung von Homosexualität und Aids wurde wesentlich durch den amerikanischen Film „Philadelphia” bestimmt. Zum Rest des Beitrags »
ShareKurzer Prozess
von Henryk Goldberg in Film, Filmspiegel, Kolumnen & Blogs, Kritik im März 2009
Keiner darf gewinnen
„Kurzer Prozess” – Robert De Niro und Al Pacino, zwei alte Männer in Betrachtung des Lebens
Eine gern genommene Redewendung besagt, gute Schauspieler vermöchten selbst mit dem Telefonbuch Interesse zu erzeugen. Was ein Unsinn. Denn selbst erstklassige Schauspieler wie Robert De Niro (65) und Al Pacino (68) können es nicht einmal mit einem schlechten Drehbuch.
Robert De Niro heißt hier Turk, das bedeutet beinahe Truthahn. Al Pacino heißt Rooster, das bedeutet Hahn. Das ist, darauf ließe sich wetten, eine selbstironische Anspielung, auf den Hahnenkampf, den die beiden Superstars sich in ihrem ersten wirklich gemeinsamen Film liefern, in „Heat” hatten sie nur wenige gemeinsame Minuten. Solche Art von Ironie klingt viel versprechend, doch dieses Versprechen wird nicht einen Moment lang eingelöst. Es ist, als hätten alle Beteiligten befürchtet, einer der beiden Stars könnte ein wenig besser sein als der andere. Zum Rest des Beitrags »
ShareDas Experiment
von Henryk Goldberg in Film, Filmspiegel, Kolumnen & Blogs, Kritik am 26. Februar 2009
Big Brother is killing you
Oliver Hirschbiegels spannender Thriller ist auch ein Experiment
Der Elvis-Imitator knödelt in die Mikro-Imitation. „Are you lonesome tonight?“ Es muss sein Thema sein. Einer der anderen Männer fragt ihn, ob er Kinder habe. Da verlässt der Elvis-Imitator den Aufenthaltsraum der Wärter-Imitatoren und geht zu den Gefangenen-Imitatoren. Häftling Nr. 77 erhält Liegestütze außer der Reihe.
Das so genannte Stanford-Experiment untersuchte 1971 das Verhalten von Menschen unter simulierten Gefängnisbedingungen. Die Hälfte der Probanden hatte die andere Hälfte zu bewachen. Nach sieben Tagen wurde der Versuch abgebrochen, das Experiment geriet außer Kontrolle. „Das Experiment“ schafft nur fünf Tage. Zum Rest des Beitrags »
ShareEyes Wide Shut
von Henryk Goldberg in Film, Filmspiegel, Kolumnen & Blogs, Kritik am 26. Februar 2009
Die unsozialisierte Seele
Kubricks letzte Bilder, schön und leer

Sie sitzt, das Abendkleid zweckdienlich geschürzt, auf der Toilette. “Wie sehe ich aus?”, fragt sie, während sie ein wenig Papier benutzt. “Gut”, sagt William und schaut nicht hin. Sie kennen sich schon recht lang, das kann ein Problem sein.
Auch Nicole Kidman und Tom Cruise kennen sich schon recht lang, das kann ein Vorteil sein. Denn Stanley Kubrick wollte dieses Paar mit Schauspielern besetzen, die weitgehend entgrenzt miteinander umzugehen vermögen, auch in den erotischen Szenen. Das war eine der Geschichten, die den Film zur Legende erhoben. Zum Rest des Beitrags »
Die Träumer
von Henryk Goldberg in Film, Filmspiegel, Kolumnen & Blogs, Kritik am 26. Februar 2009
Außer Atem
Wie schön es ist, glücklich zu sein
Wenn, so hat es Isabelle Matthew erklärt, ihre Eltern das jemals entdecken sollten, dann bringe sie sich um. Und sie meint die Beziehung zu ihrem Bruder Theo, die lustvoll am Rande des Inzest tanzt. Nun waren ihre Eltern da, Isabelle bemerkt es an dem Scheck auf dem Tisch, und sie müssen die drei gesehen haben, die nackten Gliedmaßen schlafend ineinander verschlungen. Isabelle steht auf und legt sich, den geöffneten Gasschlauch in der Hand, wieder zwischen die beiden schlafenden Jungen. Das Mädchen sieht in den vermeintlich letzten Augenblicken ihres Lebens nicht die Quintessenz dessen, sie sieht, was sie immer sieht, einen Film. Da fliegt das richtige Leben in Gestalt eines revolutionären Pflastersteins durch das Fenster und so also rettet der Mai ’68 den drei Cineasten das Leben, weshalb zwei von ihnen sich an der Durchführung der Revolution beteiligen. Zum Rest des Beitrags »
ShareFrida
von Henryk Goldberg in Film, Filmspiegel, Kolumnen & Blogs, Kritik 2009
Goldstaub
Eine Fiesta für „Frida“: wunderschön und schmerzfrei
Ist das Gold? fragt das junge Mädchen den Mann neben ihr. Ja, es ist Gold und dann geschieht es. Die Eisenstange dringt ihr in den Rücken und tritt zwischen den Beinen wieder aus. Sie liegt in ihrem Blut, ein blauer Vogel fliegt auf und es regnet Gold. Der Goldstaub senkt sich langsam auf das Mädchen und bedeckt das Blut.
Die Szene ist verbürgt und sie beschreibt das Problem in der Wahrnehmung der Ikone Frida Kahlo. Die legendäre Verklärung ihrer Vita, die surreale Übermalung ihres Schmerzes machen es schwer, unter der Inszenierung die Regisseurin zu erkennen. Und was ihr Therapie war gegen den Schmerz, das bleibt uns als das Eigentliche. Vielleicht, dass uns sonst das Gewissen plagte über den Preis, den sie zu entrichten hatte für die Schönheit, die wir so genießen.
Der Film der Regisseurin Julie Taymor und der Schauspielerin Salma Hayek macht seinen Betrachter die Meinungsbildung nicht eben leicht. Denn er ist, ohne Zweifel, schön. Schön sind die Bilder, die einige von Kahlos Werken als Diaramen animieren, so spielerisch die Kunst ins Leben führend, und dieses wieder zu Kunst erstarren lassend. Schön ist auch Salma Hayek, nicht nur schön, auch engagiert, auch gut, auch exzentrisch.
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Troja
von Henryk Goldberg in Film, Filmspiegel, Kolumnen & Blogs, Kritik 2009
Die Pferde-Oper
Petersen lässt vor „Troja“ die Helden bluten, doch er missachtet die Götter
„Ist das wirklich alles!?“ ruft Achilles übers Feld, nachdem er einen üblen Kerl geschlachtet hat. Ja, das ist wirklich alles: Männer schlachten Männer. Und weil sie dafür eine Gegend brauchen und einen Grund, ist da noch Troja. Es ist sehr groß, aber wichtig ist es nicht.
Es ist ungefähr so wichtig wie dieses Pferd. Das ist ziemlich groß und wenn es sich bestimmungsgemäß öffnet, hier eine Klappe, dort ein Strick, und die Schlächter aus seinem Inneren quellen, um die Stadt zu schänden, dann wirkt dieses große Pferd ein wenig wie die Kulisse einer Oper, der fliegende Holländer, wenn sie oben vom Steuermann singen. Zum Rest des Beitrags »
ShareNVA
von Henryk Goldberg in Film, Filmspiegel, Kolumnen & Blogs, Kritik 2009
Einübung des ausdruckslosen Blickes

Leander Haußmanns NVA-Klamotte sieht aus, als würde er bald Kaspers Abenteuer im wilden Osten mit Otto Waalkes drehen
Auf dem Kasernenhof werden die Neuen unterwiesen, wie sie die Vorgesetzten anzuschauen haben. Angespannt, salbadert der Vorgesetzte, aber ausdrucklos. Angespannt ist dieser Film nicht, das liegt dem fröhlich-verspielten Leander Haußmann nicht. Der Rest ist zutreffend. Zum Rest des Beitrags »
ShareSprich mit ihr
von Henryk Goldberg in Film, Filmspiegel, Kolumnen & Blogs, Kritik 2009
Von der Hoffnung
Pedro Almodòvars Film über die Kraft des Irrationalen

Benigno erzählt Alicia einen Film. Benigno weiß nicht, was dieser Film für sein weiteres Leben bedeuten wird und auch Alicia weiß es nicht, denn sie liegt seit vier Jahren im Koma. Benigno, der ihr Pfleger ist, liebt die Tänzerin, und er glaubt nicht daran, dass sie nur eine vegetative Existenz führt. Der Film, den er ihr erzählt, wird diese Existenz ändern. Dieser Film ist so naiv, so lauter Pappe und Pose, als hätte ihn Ed Wood gedreht. Doch es war Pedro Almodòvar, und so ist es ein anderer Film. „Sprich mit ihr“ ist weniger schrill als die vorherigen Arbeiten des Spaniers. Zum Rest des Beitrags »
ShareDer englische Patient
von Henryk Goldberg in Film, Filmspiegel, Kolumnen & Blogs, Kritik am 26. Februar 2009
Die Gelassenheit von Sand
Über Spuren, Literatur und einen Film
Ein Pinsel zeichnet merkwürdige, fließende Figuren auf grobem Grund. Reptilien, Menschen, sich öffnende Glieder? Es sind Schwimmer, eine Höhlenzeichnung in der Wüste, eine Hoffnung, eine Spur in alte Sehnsucht und in künftige auch. Denn später werden wir sehen, wie eine Frau diese Spuren kopiert und noch später, wie sie stirbt in einer Höhle und ein letztes Mal in dieses Buch schreibt, in das die Zeichnungen geheftet sind. Zum Rest des Beitrags »
ShareDead Man Walking
von Henryk Goldberg in Film, Filmspiegel, Kolumnen & Blogs, Kritik am 26. Februar 2009
Der unsagbare Rest, der den Menschen macht
Tim Robbins schlichter Film über das gesellschaftliche Recht, zu töten
Keith Daniel Williams wurde durch eine Injektion hingerichtet. Er hatte, vor 18 Jahren, zwei Männer und eine Frau ermordet, die er vor ihrem Tod vergewaltigte. Das war am letzten Freitag, wir haben es gelesen. Matthew Poncelet wurde durch eine Injektion hingerichtet. Er hatte, vor 6 Jahren, einen Mann und eine Frau ermordet, die er vor ihren Tod vergewaltigte. Das war dieser Tage, wir haben es gesehen. Zum Rest des Beitrags »
ShareAmerican Beauty
von Henryk Goldberg in Film, Filmspiegel, Kolumnen & Blogs, Kritik am 24. Februar 2009
Die Schönheit von Laub
Alan Ball, ein Mann, der noch nie ein Script für einen Kinofilm geschrieben hatte, ging mit seinem Drehbuch zu den Produzenten. Die engagierten mit Sam Mendes einen erfolgreichen Theaterregisseur, der noch nie einen Film inszeniert hatte. Dann gingen sie zu DreamWorks, zu Steven Spielberg also. Und gemeinsam warfen sie die Maschinerie in Gang:
Wenn Ricky Fitts nicht gerade Drogen verkauft oder von seinem Vater verprügelt wird, dann dreht er Videos. Zum Rest des Beitrags »
ShareBruno Morchio: Kalter Wind in Genua
Zum Reiz des Lesens gehört es, fremde Orte zu entdecken, von einer kundigen Hand durch unbekannte Gassen und Winkel geführt zu werden, in eine andere Welt einzutauchen.
Den Begriff »Stadtschreiber« haben Frankfurt und andere Städte sozusagen hilfsweise eingeführt. Längst nicht immer erfüllen die für ein Jahr Berufenen dann auch, was ihr Titel erwarten ließe. Wie viele Frankfurt-Romane zum Beispiel wurden uns bisher von seinen Stadtschreibern geschenkt? Manche Städte haben das Glück, in ihren Mauern Freiwillige für diese Aufgabe haben. Der Italiener Bruno Morchio ist einer von ihnen. Zum Rest des Beitrags »
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