Clean, Shaven (Lodge Kerrigan)

[media id=96] „Clean, Shaven“ ist anders. Mindestens soweit von Filmen von Regisseuren wie Solondz oder Linklater entfernt, wie deren Filme von Blockbusterproduktionen aus Hollywood. „Clean, Shaven“ folgt nicht der gängigen Erzählweise des im Vergleich doch so gefälligen amerikanischen Independentkinos. Wohl eher ein Experimentalfilm. Der schwer[…]

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Peppermint Candy (Lee Chang-dong)

„Peppermint Candy“ beginnt mit dem Ende eines zerstörten Lebens. 1999, bei einem Klassentreffen, steht Yong-Ho auf eine Eisenbahnbrücke. Man hört den sich nähernden Zug. Yong-Ho breitet die Arme aus, die Augen weit aufgerissen. „I want to go back“ ruft er laut, bevor er überrollt wird,[…]

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Spiel mit dem Tode (John Farrow)

Die Schlinge zieht sich immer enger. Nun gibt es keinen Weg mehr, die Spur von sich weg zu führen. George Stroud (Ray Milland) ist im Gebäude des Janoth-Verlagshauses in New York gefangen. Keiner darf rein oder raus. Der Chefredakteur einer so bedeutenden Investigativabteilung, wie Crimeways,[…]

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Das Auge (Claude Miller)

Ein Mann starrt auf ein Schulfoto mit jungen Mädchen. Fragt, ob Marie das Mädchen oben links sei, … mit dem traurigen Blick. Jedes Jahr erlaubt ihm seine Exfrau einmal zu raten und jedes Jahr liegt er daneben. Etwas scheint schief gelaufen zu sein, bei Privatdetektiv[…]

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Achterbahn (Peter Dörfler)

[media id=78 widh=640 high=320 width=640 height=320] Im Kinderprogramm des DDR- Fernsehens lief „Spuk unterm Riesenrad“. Besagtes Riesenrad gehörte zum Kulturpark Plänterwald in Berlin. Nach der Wende wurde daraus der Spree-Park. Der Vergnügungspark in Treptow-Köpenick war der Höhepunkt im Schaffen der Schaustellerfamilie Witte, zugleich aber auch[…]

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Ein Haufen verwegener Hunde (Enzo G. Castellari)

[media id=77 width=640 height=320] Man könnte sicher vortrefflich über die Qualität von Enzo G. Castellaris spätem Italowestern „Keoma“ streiten, nichts zu streiten gibt es jedoch beim Spaßfaktor von seinem „Haufen verwegener Hunde“ aus dem Jahre 1978. In diesem Exploitationkino vergehen kaum fünf Minuten, ohne das[…]

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Wer will Jessie umbringen? (Vaclav Vorlicek)

„freedom to dream“ 1995 wagte es der Videospielhersteller Sega mit „Comix Zone“ eine Chimäre aus Comic und Videospiel auf den Markt zu werfen. Der Protagonist hangelte sich von Bild zu Bild, sah sich mit Rätseln konfrontiert oder schlug alles Feindselige zu Klump. Solche Crossovers sind[…]

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Général Idi Amin Dada: Autoportrait (Barbet Schroeder)

Diktatoren weisen mitunter einen Hang zum Exzentrischen auf. Gaddafis Leibwache der vierzig Jungfrauen, Kim Jong-ils extravagante Verköstigung, während sein Volk hungert und natürlich Idi Amin. Der „Schlächter von Afrika“ hat zwischen drei- und vierhunderttausend Menschen auf seinem Gewissen (wenn ein Gewissen existiert haben sollte). Dieser[…]

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I wie Ikarus (Henri Verneuil)

In einem fiktiven Staat wird der gerade wiedergewählte Präsident Opfer eines Attentates. Entgegen dem politisch gefälligen Schluss der Untersuchung des Attentats, dass es die Tat eines Einzelnen sei, erzwingt der Generalstaatsanwalt Henri Volney (brilliant gespielt von Yves Montand) eine weitere Untersuchung des Falls. Schnell wird[…]

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Kleine Morde (Alan Arkin)

Alfred Chamberlain (Elliott Gould) ist Fotograf. Er fotografiert wortwörtlich Scheiße und heimst dafür Preise ein. Wenn er bei seinen Aufnahmen von Jugendlichen gepflegt aufs Maul bekommt, summt er vor sich hin und lässt es geschehen. Er ist Apathist, nicht Atheist. Bedeutet, ihm geht alles am[…]

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The Naked Island (Kaneto Shindô)

Kaneto Shindô fing in den 40er Jahren an Drehbücher zu schreiben und drehte 1951 seinen ersten eigenen Film. Bis heute schrieb er über 150 Drehbücher und führte bei fünfundvierzig Filmen Regie. Fehlendes Geld für Projekte beschaffte er mitunter, indem er auch mal bei dem einen[…]

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Heil, Honey I’m Home (Juliet May)

Das einer der besten Wege des Umgangs mit der Darstellung einer Person, wie Adolf Hitler die der Satire ist, zeigten schon Chaplin mit „Der große Diktator“ (1940) oder Mel Brooks mit „The Producers“ (1968). Auch das Theaterstück „Mein Kampf“ von George Tabori versuchte sich in[…]

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Stilles Licht (Carlos Reygadas)

Eine Mennonitengemeinde in Nordmexico. Finstere Nacht- sternenklarer Himmel. Ein Sonnenaufgang gewährt Einlass in die der modernen Gesellschaft abgewandte Siedlung von Johan, Esther und ihren sechs Kindern. Es wird selten gesprochen und wenn, dann Plautdietsch. Keine technischen Spielereien, nur das Notwendige, Traktoren, Autos, Melkmaschinen. Puristisch die Einrichtung,[…]

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Die Ehe im Kreise (Ernst Lubitsch)

Professor Josef Stock und seine Frau Mizzi führen eine Ehe, die am Ende scheint; schon längst leben sie nebeneinander, statt miteinander. Ihr Tag beginnt mit den Austausch angewiderter Blicke, man geht sich aus dem Weg, agiert mal gleichgültig, mal misstrauisch. Im Kontrast dazu, das Ehebündnis[…]

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Deadlock (Roland Klick)

Klicks wüstes Meisterwerk Roland Klick lehnte nach Deadlock ein Angebot Steven Spielbergs ab. Unter anderem auch aus dem Grund, um als Witwer Zeit für seinen Sohn zu haben. Deadlock ist ein gnadenloser und schmutziger Neo-Western, so gewaltvoll und actiongeladen, dass er aus dem Wettbewerb in[…]

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Die Hölle von Henri-Georges Clouzot (Serge Bromberg, Ruxandra Medrea)

Durch Zufall traf Serge Bromberg 2005 in einem Fahrstuhl auf die Witwe von Henri-Georges Clouzot. Bromberg erhielt deren Zustimmung zu einer dokumentarischen Rekonstruktion der Umstände, unter denen das ungeborene cineastische Meisterwerk „L’enfer“ entstand. 185 Dosen Archivmaterial und ein Tonband standen ihm zur Verfügung. 1964, die[…]

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Overlord (Stuart Cooper)

Stuart Cooper dreht heute drittklassische Fernsehfilme und spielte in „Das dreckige Dutzend“ mit. Und genau dieser Stuart Cooper drehte 1975 „Overlord“ und bekam dafür den Silbernen Bären. Wie kann man das Verhältnis einer riesigen Kriegsmaschinerie zu einem einfachen Soldaten im Film darstellen? Mit Verletzten und Toten?[…]

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Ein Zug für zwei Halunken (Robert Aldrich)

Duell auf Schienen Was wäre das US-Kino ohne die Raubeine der 70-er Jahre. Testosterongeschwängerte Streifen mit richtigen Kerlen, wie Charles Bronson, Roy Scheider, James Coburn, Steve McQueen und natürlich Lee Marvin. Robert Aldrich, bekannt durch seine Filme Das dreckige Dutzend oder Was geschah wirklich mit[…]

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Too Many Ways to Be No. 1 (Wai Ka-Fai)

1996 wurde wohl eine der innovativsten und erfolgreichsten Filmproduktionsgesellschaften in Hong Kong geboren. Milkyway Image. Gründer waren Johnnie To und Ka-Fai Wai. Während To bis dahin einige Perlen des Hong Kong Cinemas als Regisseur und als Produzent zu verantworten hatte, trat Ka-Fai Wai in erster Linie[…]

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Blood Tea and Red String (Christiane Cegavske)

[media id=58] Christiane Cegavske begann mit den Arbeiten zu dem Stop-Motion Animationsfilm 1993. Bis zur Vollendung dauerte es dann geschlagene 12 Jahre. Diese enorme Dauer resultierte aus geringen finanziellen Mitteln sowie der Tatsache, daß Cegavske auch in andere Projekte involviert war, wie z.B. an den[…]

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