Die Schöne und der Depp Die Schöne schreitet durch den Zug wie eine Frau, die sich die Männer aussuchen kann. Und genau das kann sie auch und genau das tut sie auch. Sie nimmt ausgerechnet diesen biederen Typen, der eine… Weiterlesen →
Schweigen erfordert Charakter Bisher kennt man Juan Gabriel Vásquez eher als Übersetzer und Essayist denn als Autor. Das wird sich nun ändern. Sein erster Roman „Die Informanten“ beschäftigt sich mit einem dunklen Kapitel der kolumbianischen Geschichte. Wo man auch hinkommt… Weiterlesen →
Als das Meininger Theater am 17. Dezember 1909 nach dem großen Brand mit „Wallenstein“ wiedereröffnet wurde, da war die große Zeit der Meininger schon Geschichte. Doch was diese Bühne leistete ist der, nach Klassik und Bauhaus, dritte große Kulturimpuls, der… Weiterlesen →
VIEL FEIND, VIEL EHR! Die kritische Kunstzeitschrift „Texte zur Kunst“ feiert ihr zwanzigjähriges Bestehen. Ein Interview mit der Mitgründerin Isabelle Graw „Texte zur Kunst“ – der Titel der Zeitschrift, die sie 1990 mit dem acht Jahre später gestorbenen Kunsthistoriker Stefan… Weiterlesen →
Die Welt als Kissenschlacht Regisseur Volker Lösch konfrontiert Wedekinds Drama „Lulu“ mit den Erfahrungen von Sexarbeiterinnen, die er in die Berliner Schaubühne holt. Hier sind höchstens die Freier nackt. Daunenkissen, über tausend an der Zahl, an langen Schnüren aufgehängt wie… Weiterlesen →
ALTE SCHINKEN Christian Martin Claas hat Peter Hacks 1991 entstandene Komödie „Der Maler des Königs“, eine Parabel auf Untergangs- und Wendezeiten, am Theater Meiningen inszeniert. Wir sind, wie man so sagt, im falschen Film. Denn Walter Ulbricht wohnt dortselbst der… Weiterlesen →
Als er debütiert, 1956, da ist es neben Brigitte Bardot: „Und immer lockt das Weib“. Er spielt den geduldig liebenden Mann dieser umtriebigen femme fatale. Und er hat genau das Gesicht, das ein Mann wohl benötigt, der eine solche Frau… Weiterlesen →
Am Sonntag hat in der Neuen Oper Erfurt „Die Fledermaus“ von Johann Strauss Premiere. Die Inszenierung realisiert die Berliner Regisseurin und Schauspielerin Katharina Thalbach. Frau Thalbach, Sie haben eben erst am Berliner Ensemble Brechts „Im Dickicht der Städte“ inszeniert und… Weiterlesen →
Zur ewigen Wiederkehr der Zombies 1. Tradition Der wiederkehrende Tote ist eine Konstante der unheimlichen Phantastik, die sich in zahlreichen Konzepten und Subgenres verdichtete. Dabei besteht eine unleugbare Verwandtschaft zwischen den Kreaturen jenes Reiches zwischen Leben und Tod: dem blutsaugenden… Weiterlesen →
Sie waren Neunzehn Seinen ersten kurzen Film drehte er in einer Garage. Auch Bill Gates, der die Welt des Computers verändert hat, begann in einer Garage, auch er hatte seine erste Firma mit 19, auch er arbeitete mit einem gleichaltrigen… Weiterlesen →
Godard 80: Der lange Atem Wenn, was selten genug geschieht, ein Film von Jean-Luc Godard Premiere hat in Paris, dann gilt das der Weltstadt als ein Ereignis. Allerdings, kaum jemand weiß so ganz genau: Warum. Die Filme des Jean-Luc Godard… Weiterlesen →
Ein Torpedo durch die Zeit, der nach und nach seine Antriebsstufen abstößt. So hatte Alfred Barr, der legendäre Gründungsdirektor des New Yorker Museum of Modern Arts, einmal seinen Kunsttempel charakterisiert. Dieses Haus, so die Botschaft damals, ist immer vorne. Heute… Weiterlesen →
Zwischenzeiten, Zwischenräume César Aira öffnet in seinem Roman „Gespenster“ die Schuhschachtel des Universums Literatur aus Lateinamerika stand in den 70er und 80er Jahren ganz hoch im Kurs. Das hatte mit dem Welterfolg von Gabriel García Marquez und Isabel Allendes „Geisterhaus“,… Weiterlesen →
Sittichzungen, Haifischlippen oder die zarten Spitzen der Stutenzitze Wie heißt das Land, in dem auf Zigarettenschachteln steht: „Rauchen verursacht Traurigkeit“? Der Text eines Schlagers lautet dort: „Am Morgen fröstelts mich im Traum auf meiner Bambusmatte“, und zum Essen werden marinierte… Weiterlesen →
Das Menetekel des Harlekin Elend, länger als der Tod: Der Gauklerin wird 1760 ein christliches Begräbnis in Dresden verweigert, 1852 wird sie umgebettet im „Neuberin-Fest“, Eduard Devrient berichtet davon: „Seltsam war mir’s vor der wüsten Stätte an der niederen Mauer,… Weiterlesen →
Welchen Schutz bietet das historische Gedächtnis? Enki Bilal nimmt einen Sonderstatus in der Comicwelt ein. Seine Bände bestechen seit Jahren mit anspruchsvollen Geschichten und einer ausdrucksstarken Optik. Überdies hat Bilal sich auch als Regisseur und bildender Künstler einen Namen gemacht…. Weiterlesen →
Das Verschwinden in der Zeit Der Anfang könnte eine Traumszene sein: Ein Mann steigt von einem Baum herab und flieht ohne Schuhe durch einen nächtlichen Wald. Es ist Krieg, Schüsse ertönen. Er klopft ans beleuchtete Fenster eines Hauses, hinter dem… Weiterlesen →
Im Matsch des Alltags Dingmagie – Daniel Miller schreibt Psychogramme anhand von Wohnungseinrichtungen. Daniel Miller macht sich gerne die Finger schmutzig. Der britische Anthropologe hat sich tief in das vergraben, was seit den späten 1980er Jahren unter dem Namen „material… Weiterlesen →
Guckkasten In seinem „Universum der Dinge“ sammelt Konrad Paul Liessmann alles, was da ist. Für eine Ästhetik ist das zu wenig. In den Texten des Buches geht es immer auch um eine Diagnose der Gegenwart, und sie schwebt zwischen Gelassenheit… Weiterlesen →
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