Die UFA – ein untotes Erbe aus ferner, naher Zeit

Der 100jährige Geburtstag der legendären Babelsberger Filmfabrik hat eine Flut von neuen Büchern, Tagungen und Ausstellungen ausgelöst. Zeit nachzufragen, warum die UFA und ihr Stil uns nicht loslassen. „Der UFA-Film war und ist vielleicht deutsches Kino par excellence, im Guten wie im Schlechten.“ Der deutsche[…]

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John le Carré: Das Vermächtnis der Spione

In seinem neunten George-Smiley-Roman konfrontiert John le Carré die Geheimdienst-Helden von gestern mit der Gegenwart Der Mythos lebt Unser Bild vom englischen Geheimdienst haben zwei Schriftsteller mit ihren Kunstfiguren nachhaltig geprägt. Figuren, die unterschiedlicher nicht ausfallen können. Hier Ian Flemings James Bond, ein notorischer Herzensbrecher,[…]

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Buchkritik: Zeitungsstadt Berlin

Peter de Mendelssohns Standardwerk über die „Zeitungsstadt Berlin“ ist ins digitale Zeitalter verlängert worden. Ein Klassiker voller Geschichten über Machtträume und unausrottbare Illusionen. Für Print soll nur eine Nische bleiben Am Anfang steht ein programmatisches Bekenntnis: „Der Verfasser schreibt nicht als Unbeteiligter. Er ist kein[…]

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Naomi Klein: „Gegen Trump. Wie es dazu kam und was wir jetzt tun müssen“

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BUCHKRITIK Schockstarre – in diesen Zustand verfielen liberale Demokraten nach dem Wahlsieg von Donald Trump. Glaubt man Naomi Klein, war das kein Zufall, sondern Programm. In ihrem neuen Buch beschreibt die kanadische Aktivistin den neuen US-Präsidenten als „Prototypus des Katastrophenkapitalisten“. HÖREN Auf den ersten Blick[…]

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Ulrike Guérot: Der neue Bürgerkrieg. Das Offene Europa und seine Feinde

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Die Autorin Ulrike Guérot fordert in ihrem Buch „Der neue Bürgerkrieg“ das Pferd Europa vom politischen Kopf her aufzuzäumen – und nicht vom ökonomischen Schwanz. Dabei greift sie gerne zu pathetischen Formeln. Trotzdem ist es eine Streitschrift im besten Sinne. „Europa muss geschaffen werden“. Der[…]

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Enrique Vila-Matas: Kassel. Eine Fiktion

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Mit multiplen Identitäten auf der documenta Enrique Vila-Matas verarbeitet in „Kassel. Eine Fiktion“ seine eigenen Erfahrungen auf der documenta. Der bekennende Postmodernist spielt dabei großzügig mit den Identitäten seiner Figuren. Vollkommen überzeugt ist unser Rezensent von dem Roman aber nicht. Vier hölzerne, nummerierte Luftballons, die[…]

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Johannes Willms: Mirabeau oder Die Morgenröte der Revolution. Eine Biographie

Mirabeau – ein Ahnherr von de Gaulle Johannes Willms legt die politische Biographie eines Mannes vor, der vergeblich auf ein Bündnis zwischen König und Revolution hoffte – Macron als später Erbe? Gabriel Honóre Riquetti, der Comte de Mirabeau, war ein schillernder, wenn nicht gar schriller[…]

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Karl Heinz Bohrer: Jetzt. Geschichte meines Abenteuers mit der Phantasie

Die Guillotine und die Erhabenheit der Revolution „Jetzt“ – der Titel ist Programm: Karl-Heinz Bohrer legt den zweiten Teil seiner Lebenserinnerungen vor Wenn ein großer deutscher Philosoph privat zu seinem 60. Geburtstag einlädt und in einem „bayerischen Wirtshaus alter Sorte“ ein illustrer Kreis von Freunden[…]

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Natalie Lettner: Maria Lassnig. Die Biografie.

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„Ich bin die Frau Picasso.“ In ihrer minutiösen Biografie zeichnet die Wiener Kunstwissenschaftlerin Natalie Letter Leben und Werk der feministischen Malerinnen-Ikone Maria Lassnig nach. „Die malende Tigerin.“ So titelte Emma einmal über Maria Lassnig. So reißerisch, wie er klang, war der Titel nicht. Schließlich hatte[…]

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Iman Humaidan: Fünfzig Gramm Paradies

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Beirut – eine gigantische Werkstatt Beirut 1994: Die Journalistin Maja Amir kehrt nach zehn Jahren in ihre Heimat zurück, um einen Dokumentarfilm über den Bürgerkrieg zu drehen. Doch dann findet sie einen Koffer voller Briefe einer Exil-Syrerin und wird so mit der Geschichte ihres Landes[…]

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Oskar Negt: Überlebensglück. Eine autobiographische Spurensuche

Goethe im Tausch gegen Eier Der Soziologe Oskar Negt geht auf autobiographische Spurensuche und schildert seine Erlebnisse als ein ostpreußisches Flüchtlingskind, das Überlebensstrategien entwickelte und ein Leben lang Glücksmomente erlebte. Filme lassen zuweilen innere Wunden aufbrechen. Erst recht, wenn es sich um historische Filme handelt,[…]

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Gertrud Koch: Die Wiederkehr der Illusion – Der Film und die Kunst der Gegenwart

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Die Unausweichlichkeit der Illusion In ihrem neuen Buch „Die Wiederkehr der Illusion“ bricht die Berliner Filmwissenschaftlerin Gertrud Koch eine Lanze für das „illusionsästhetische Potenzial“ des Films „Illusionen, Illusionen, sind das Schönste auf der Welt. Illusionen, Illusionen, sie sind das, was uns am Leben hält“. Hildegard[…]

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Richard Condon: The Manchurian Candidate

Buch der Stunde: Richard Condons Bestseller „The Manchurian Candidate  („Botschafter der Angst“) von 1959 Unvorstellbar wäre noch vor 20 Jahren gewesen, wie gerade in diesen Wochen sämtliche Archetypen des Kalten Krieges auf den Kopf gestellt werden, wie ausgerechnet die US-Partei der Kommunistenfurcht im Namen der internationalen Geschäftemacherei[…]

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Die Leidenschaft der Erkenntnis

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Artistic Research ist ein vages Diskurs-Zauberwort. Judith Siegmund versammelt Beiträge zur Frage: „Wie verändert sich Kunst, wenn sie als Wissenschaft verstanden wird?“ Ein Kontinent als Farbenstrudel Drei Jahre nach dem Militärputsch in Chile 1970 reiste der Künstler Juan Downey von New York zur Südspitze Südamerikas.[…]

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Honoré de Balzac: Von Edelfedern, Phrasendreschern und Schmierfinken. Die schrägen Typen der Journaille

Vulgarisatoren und Nihilogen Honoré de Balzac und seine gnadenlos einseitige Abrechnung mit der Pariser Presse des frühen 19. Jahrhunderts „Die erste Freiheit der Presse besteht darin, kein Gewerbe zu sein“. Diesen Satz schrieb der junge, junghegelianisch beeinflusste Karl Marx in den ersten Monaten seiner Arbeit[…]

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Taschens neuer Coup: „Das Walt Disney Filmarchiv“ öffnet sich und bringt übersehene wie klassische Animationsfilme zu Ehren

6.469.592 Flecken für 101 Hunde Ein in jeder Beziehung gewichtiges Buch, das zum Schwärmen verführt Um es in der Angebersprache eines Werbetexters zu sagen: Dies ist ein Buch, an dem man sich kaum sattsehen und endlos festlesen kann. Ein Buch, das allein vom Umfang her[…]

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Najem Wali: Im Kopf des Terrors

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Ist die Französische Revolution schuld? In seinem Buch „Im Kopf des Terrors“ analysiert der Deutschiraker Nahem Wali die heutigen Gesichter der Gewalt – und landet bei der „terroristischen Logik eines Robespierre“.  Ist die Französische Revolution schuld am Terror unserer Tage? Die Frage klingt absurd. Auf[…]

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Aus der Zeit gefallen

Gert Ueding erinnert sich an seine Tübinger Jahre an der Seite von Ernst Bloch: Aus dem „Ketzer des Marxismus“ wird der letzte Philosophen seiner Art   Viele Etiketten kleben an Ernst Bloch. Der Sozialphilosoph Oskar Negt bezeichnete ihn in seiner Grabrede 1977 als „produktivsten Ketzer[…]

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Dietmar Dath: Superhelden


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Warum wir Batman, Superman und Co. so lieben Mit „Superhelden“ ist Dietmar Dath ein überraschend pointiertes Buch gelungen, das den anhaltenden Erfolg von Superhelden-Geschichten erklärt. Nur die Ästhetik des visuellen Kosmos kommt leider etwas kurz. „Unglücklich das Land, das Helden nötig hat“: Folgt man dem[…]

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„Geliebt und verdrängt“: Ein facettenreicher Sammelband beschäftigt mit dem Erbe des deutschen Films der Adenauer-Jahre

Viel Zuspruch, aber wenig Mut Der deutsche Film der jungen Bundesrepublik produzierte, wenn er künstlerischen Ansprüchen genügen wollte, Problemfilme. Dabei kam er selbst „als Problemkind zu Welt“, wie Olaf Möller im Vorwort zum Sammelband „Geliebt und verdrängt“ schreibt. Die schwere Geburt hinterließ Spuren. Die Angst[…]

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