Being John Malkovich

Die liebe Seele Ein Film  für Leute, die »kafkaesk« nervig finden Es ist kein guter Tag für Craig Schwartz. Der Marionettenspieler tingelt auf der Straße mit »Heloise und Abelard«, vielleicht, dass er träumt, seine Ehe wäre so, da bekommt er eins auf die Fresse. Zu[…]

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Das Leben ist schön

Der Prinz von Auschwitz Roberto Benigni gelingt ein Wunder Guido, der virtuose Kellner und Dr. Lessing, der traurige Arzt, lieben es, in Rätseln zu sprechen. Für den Deutschen ist es eine Besessenheit, seine einzige womöglich. Der Italiener gönnt sich eine Freude, eine unter vielen. Ein[…]

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Little Voice

Schön und sehr weit droben Ein wunderschönes Kunst-Stückchen Dieses Lied beginnt immer gut. „The Minute you walked in the joint….“ Eine Frau hämmert einem Mann erbarmungslos das Bewußtsein ihrer sexuellen Souveränität entgegen: „Hey Big Spender“. Und es ist, als würde der Rhythmus ihn an die[…]

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Tokio Pop

Japan hat eine besondere Stellung in der Kulturgeschichte des ausgehenden Jahrhunderts: es dient als Beweis für grenzenlose Assimilation an den technischen und ökonomischen Fortschritt und fast ebenso grenzenlose Selbstgleichheit. In Japan ist alles zu finden, was der Amerikaner oder Europäer gewohnt ist, und es ist[…]

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Der General

Immer wenn ich eine Kritik zu einem Film von John Boorman schreiben will, wird daraus eine Liebeserklärung an eine merkwürdige Art des Kinos. Boorman ist kein „Autorenfilmer“, aber genauso wenig ist er ein Genre-Handwerker. Immer wieder schafft er es, einen Spagat hinzukriegen über dem Abgrund[…]

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Good Will Hunting

Der Geruch der Sixtinischen Kapelle „Du weißt“, sagt Sean McGuire, der Therapeut, zu Will Hunting, dem Genie, „alles über Michelangelo und die Renaissance. Aber ich wette, du weiß nicht, wie die Sixtinische Kapelle riecht“. Damit hat der kluge Robin Williams etwas wesentliches über dieses junge[…]

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Funny Games (Michael Haneke)

Die Pornographie der Gewalt Das Scheitern des soziologischen Kinos Gegen diesen Film ist nichts, wirklich nichts, vorzubringen. Eine makellose Regie, die die beharrende Intensität des Theater mit der räumlichen Extensität der Kinos verbindet. Außerordentliche Schauspieler, Susanne Lothar, Ulrich Mühe, mit außerordentlichen Leistungen. Nichts, wirklich nichts,[…]

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Mars Attacks!

Die grünen Ungeheuer Burtons verfilmte Sammelkarten Nicht, dass wir keine grünen Männchen mögen. Nicht, daß wir schwarzen Humor nicht liebten. Nicht, daß wir einen Zweifel an der zivilisationskritischen Relevanz des destruktiven Chaos hegten. Es ist nur so, daß Comic-Sammelkarten kein geeignetes Szenario für einen Film[…]

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Neben der Zeit

Das Kino als ein Ort der Stille Andreas Kleinerts schöner, leiser Film neben dem Zeit-Geist Einmal klingelt das neue Telefon, Entschuldigung, ein Versehen. Einmal brennt das Kleid von Sophie und Georg übergießt sie mit Wasser, schade, so hätten wir doch die Feuerwehr anrufen können. Einmal[…]

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Knockin‘ on heavens door

Taxi Driver und die STVO Schweiger und Liefers are „Knockin‘ on heavens door“ Der Martin hat einen Gehirntumor und der Rudi einen Knochenkrebs, das ist der Beginn einer wunderbaren Freundschaft. Der Til und der Thomas lieben amerikanische Filme. Und darum haben sich der Til und[…]

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Independence Day

Die Bilder mit dem grünen Punkt Die neue Hemmungslosigkeit Die Menschen haben ein Problem, sie sollen ein wenig vernichtet werden, und der gütige Jude ermuntert sie zum kollektiven Gebet. „Ich bin aber kein Jude“ macht einer der Umstehenden geltend. „Nobody is perfect“ entgegnet der alte[…]

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Die Jury

Ein Stammtisch für Millionen John Grisham verkauft „Die Jury“ – und das Thema It’s Showtime. Die Gegner drücken sich die Hand und wechseln einen fairen Spruch. Dann gehen sie in den Ring. Das Kampfgericht, das diesen Fight zu punkten hat, ist bereits anwesend. Es wird[…]

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Die Brücken am Fluss

Vom Glück des Traurigseins Clint Eastwood geht mit Meryl Streep über Die Brücken am Fluss  Der Mann hat einen langen Weg hinter sich gebracht. Er hat den Kopf riskiert für eine Handvoll Dollar, und wenn er westwärts zog mit dem Wind, so blieb er der[…]

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Schlafes Bruder

Laute Bilder denken nicht Ein deutscher Film, kitschig und sehenswert Die Kirche zu Feldberg, die Menschen frohgestimmt und die Orgel auch, ein Wettbewerb. Auf der Empore die braven jungen Musici im Sonntagsstaat und Johannes Elias Alder, das Naturwunder von oben aus den Bergen, keine Schuhe[…]

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Leaving Las Vegas

Der Himmel über der Wüste Nicolas Cage trifft Pretty Woman – zu spät „Bist du einsam?“ fragt Juri, während er, ein Betriebsvergnügen, auf seinem Kapital liegt. Sicher, Sera, die 300 Dollar kostet die halbe Stunde, ist einsam. „Das bin ich auch“, sagt der Zuhälter, der[…]

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Goldeneye

Some like it light James Bond is back – und ein ziemlich netter Kerl Wir sind auf dem Friedhof der Dinosaurier, Erinnerung im Dunkel von Petersburg, ein Totentanz. Und wie ein scheuer Vogel der Nacht umkreist die Kamera all die Toten, die Büsten und Statuen,[…]

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Die letzte Kriegerin

Gemacht aus nichts als Kraft Es war einmal eine Frau, die kam aus der Stadt und hatte ihre Sprache verloren und ihren Mann. Da nahm sie ihr Piano und ihre Tochter und fuhr über das Meer. Drüben, in der Wildnis, kämpfte sie mit den Männern[…]

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Nell

Hunger nach der tiefen Stille Jodie Foster ist großartig und enttäuschend Der Mann hält eine Tüte Popcorn in der Hand, die Frau streckt verlangend die Hand. Sie hat Angst, den schützenden Bann ihrer Hütte zu verlassen und der Mann steht lockend im Freien. Da hält[…]

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Mary Shelley’s Frankenstein

Der Schöpfung ein Stück näher Branagh beweist, dass Shelley nicht Shakespeare ist Der Mann rast, fleht, schreit, brennt, er rührt, sägt, näht, tobt. Der Widerschein des Feuers flackert auf seiner Brust, der klebrige Schleim der Schöpfung rinnt herab. „Lebe“ rast er mit verzweifelter Anmaßung, „lebe!“.[…]

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Die Feuerzangenbowle

DIE FEUERZANGENBOWLE, am 28. Februar 1944 in Berlin uraufgeführt, wurde zum Lieblingsfilm mehrerer Generationen Der Krieg war verloren, die Städte lagen in Trümmern, die materielle und moralische Katastrophe war offenkundig, als ein Film entstand, der noch heute als kleines Meisterwerk zeitlos heiteren Eskapismus‘ gilt, des[…]

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